Firma mit ungewisser Zukunft
Gut am Arbeitgeber finde ich
Bei persönlichen Anliegen war man meist sehr kulant. "Gut" war auch, dass man weitestgehend viele Freiheiten hatte, was die eigene Arbeit angeht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ausbeutung von Jungen und Menschen mit einem nicht so hohen Bildungsstand. Das nicht Eingreifen, wenn jemand sich die losen Regeln zunutze gemacht hat und auf Kosten der restlichen Belegschaft profitiert hat. Die völlig unangemessene Ungleichbehandlung verschiedener Mitarbeiter.
Verbesserungsvorschläge
Seine soziale Verantwortung als Arbeitgeber wahrnehmen und Menschen nicht nur als Ressource betrachten. Außerdem das "In-die-eigene-Tasche-wirtschaften" von manchen Leuten unterbinden und ein wenig mehr Transparenz der Geschäftsstrategie schaffen.
Arbeitsatmosphäre
War vor ein paar Jahren richtig gut, die fehlenden Führungskompetenzen wurden von der Belegschaft und ihrem Engagement aufgefangen. Dann wurde durch Druck von oben erhöht und das gute Miteinander wurde mehr und mehr zerrieben, weil nichts läuft und jeder dem anderen die Schuld in die Schuhe schiebt.
Image
Die Mitarbeiter waren gegen Ende meiner Laufbahn sehr unzufrieden mit der Firma, unabhängig von den Abteilungen.
Work-Life-Balance
Gewisse Leute des Managements scheinen ab und zu zu vergessen, dass ein Mensch auch mal schlafen muss. Überstunden sind inoffiziell Pflicht, man wird schief angesehen, wenn man keine macht.
Völlig davon abgesehen, dass es in den oberen Reihen niemanden zu interessieren scheint, dass manche regelmäßig mit 60h/Woche und mehr nach Hause gehen.
Karriere/Weiterbildung
Wenn einem die Nase des Vorgesetzten gepasst hat, bekam man viele Möglichkeiten. Wenn nicht, bekam man nichts.
Falls doch mal eine Fortbildung infrage kommt, bietet die Firma einem schöne Knebelverträge an, die juristisch keinerlei Halt haben.
Kollegenzusammenhalt
Auf der selben hierarchischen Ebene ja, nach oben hin absolut nicht.
Umgang mit älteren Kollegen
Der größte Respekt, der einem älteren Mitarbeiter entgegen gebracht wird, ist die Angst vor einer fetten Abfindung und die damit verbundene "Sicherheit" an den Arbeitsplatz.
Vorgesetztenverhalten
Kommt natürlich auf die Abteilung und ein bisschen Glück an wo man landet. Das Unternehmen sieht keine Notwendigkeit darin Führungspersonen auszutauschen, wenn Sie offenbar keine Führungsqualitäten besitzen.
Geschult werden diese zwar, aber mit mäßigem Erfolg.
Arbeitsbedingungen
Die Firma ist stark gewachsen, hat aber aus dem, was möglich war viel gemacht. Leider wurde in meiner Zeit sehr viel mehr Platz gebraucht, als vorhanden war und das machte die ganze Sache meistens unangenehm und umständlich.
Kommunikation
Privatgespräche sind leider das Positivste der Kommunikation im Unternehmen.
Bei Geschäftlichem wurde viel hinter vorgehaltener Hand gemacht und man bekommt nichts mit. Bis am Schluss alles schief gegangen ist und jeder versucht nicht als Verantwortlicher herangezogen zu werden.
Gehalt/Benefits
Gehalt kam immer pünktlich.
Gleichberechtigung
Konnte keine Form der Diskriminierung feststellen. Gegen Ende der Laufbahn wurden mehr gutaussehende Frauen als früher eingestellt. Vielleicht auch eine Form von Diskriminierung?
Interessante Aufgaben
Da bei der Firma alles ständig im Wandel ist, gibt es in der Theorie gute Chancen auf interessante Aufgaben.