BeA GmbH Logo

BeA 
GmbH
Bewertung

Erhebliche Defizite in Kommunikation und Führungskultur sowie strukturelle Schwächen in der Organisation!

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Ahrensburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben sind einzelne sehr hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen, die den Arbeitsalltag durch Unterstützung und Zusammenarbeit angenehmer gestaltet haben.

Ebenfalls positiv zu erwähnen ist die 35-Stunden-Woche für tarifgebundene Mitarbeitende, die grundsätzlich zu einer planbaren Arbeitszeit beiträgt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Insgesamt zeigen sich deutliche Schwächen in den Bereichen Kommunikation, Führungskultur und gelebte Unternehmenswerte. Informationen wirkten häufig nicht transparent oder konsistent vermittelt, was zu Unsicherheit im Arbeitsalltag führte.

Eigenverantwortliches Arbeiten nur eingeschränkt möglich. Selbst alltägliche Aufgaben müssen häufig mehrfach abgestimmt oder kontrolliert werden, was Arbeitsabläufe unnötig verlangsamt und zusätzlich Frustration erzeugt. Das Maß an Kontrolle ist in einigen Bereichen überdurchschnittlich hoch.

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten waren nur sehr eingeschränkt vorhanden und strukturell kaum gefördert. Klare Entwicklungsperspektiven waren nicht erkennbar.

Zudem entstand der Eindruck einer ungleichen Verteilung der Arbeitslast, bei der viele Aufgaben auf vergleichsweise wenige Schultern verteilt wurden.

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass das Unternehmen in Bezug auf Prozesse, Digitalisierung und modernes Arbeiten deutlich hinter heutigen Standards zurückliegt. Dadurch entstand häufig vermeidbarer Mehraufwand, der Zeit, Energie und Motivation gekostet hat.

Insgesamt ergibt sich daraus ein eher kritisches Gesamtbild, insbesondere im Hinblick auf Arbeitgeberimage, interne Zusammenarbeit und Entwicklungsmöglichkeiten.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht gäbe es im Unternehmen sehr viele Ansatzpunkte für Verbesserungen in nahezu allen Bereichen. Dabei entsteht jedoch der Eindruck, dass tiefgreifende strukturelle Veränderungen notwendig wären, um nachhaltige Entwicklungen überhaupt wirksam anstoßen zu können.

Der Umfang und die Bandbreite möglicher Verbesserungen sind insgesamt so groß, dass sie sich nicht auf einzelne Maßnahmen beschränken lassen, sondern eher grundlegende Veränderungen in der Organisation und Führungskultur betreffen würden.

Wertschätzende Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklungsmöglichkeiten habe ich insgesamt nur eingeschränkt erlebt. Langfristig konnte ich mich daher mit der Unternehmenskultur und Führungsweise nicht identifizieren und würde das Unternehmen persönlich nicht weiterempfehlen!

Arbeitsatmosphäre

Während meiner Zeit im Unternehmen habe ich die Arbeitsatmosphäre überwiegend als angespannt und wenig offen wahrgenommen. Viele Mitarbeitende wirkten vorsichtig darin, Kritik oder Verbesserungsvorschläge anzusprechen.
Zudem habe ich innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit und danach viele Kündigungen erlebt. Auffällig war dabei, dass auch zahlreiche gut qualifizierte und erfahrene Mitarbeitende das Unternehmen verlassen haben, was zusätzlich zur bestehenden Unsicherheit/Unruhe beigetragen hat.
Auch seitens der Personalabteilung werden wenig Impulse gesetzt, die zu einer offenen, vertrauensvollen oder verbindenden Unternehmenskultur beigetragen. Themen wie Zusammenarbeit, Feedbackkultur und Mitarbeiterbindung wirken nicht nachhaltig etabliert. Zusätzlich hatte ich den Eindruck, dass sich viele Mitarbeitende mit Problemen oder Anliegen eher ungern an die Personalabteilung wenden, da dort aus ihrer Sicht häufig weder konkrete Unterstützung noch ein wirklich offenes Ohr wahrgenommen wurde.

Image

Das Unternehmen wirkt zunehmend orientierungslos in Bezug auf Außenwirkung und Arbeitgeberimage. Mehrere prägende Persönlichkeiten, die dem Unternehmen über Jahre ein positives Gesicht gegeben haben, sind inzwischen nicht mehr dort tätig.

Nach mehreren Wechseln innerhalb der Führungsebene und der Personalabteilung entsteht der Eindruck fehlender Kontinuität sowie einer klaren strategischen Ausrichtung. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen, insbesondere mit der derzeitigen Personalabteilung und der allgemeinen Stimmungslage im Unternehmen, erscheint ein positives und stabiles Arbeitgeberimage nur eingeschränkt möglich. Ein nachhaltiger und glaubwürdiger Aufbau einer modernen Arbeitgebermarke ist dadurch aus heutiger Sicht erschwert.

Besonders auffällig ist der Wandel im Vergleich zu früheren Jahren: Das Unternehmen galt in der Region lange als attraktiver Arbeitgeber mit gutem Ruf. Inzwischen entsteht jedoch zunehmend der Eindruck, dass es schwieriger geworden ist, qualifizierte Fachkräfte langfristig zu gewinnen und zu halten.

Work-Life-Balance

Von einer ausgewogenen Work-Life-Balance konnte aus meiner Sicht nur eingeschränkt gesprochen werden. Mobiles Arbeiten war organisatorisch und technisch nach meinem Eindruck nicht sinnvoll integriert. Die IT-Systemlandschaft habe ich insgesamt als wenig modern und teilweise sehr fehleranfällig erlebt, was effizientes Arbeiten zusätzlich erschwert hat.

Auch grundlegende digitale Zusammenarbeit wirkte in einigen Bereichen nicht ausreichend etabliert. Der Umgang mit Tools wie Microsoft Teams unterschied sich stark zwischen den Abteilungen und erschien teilweise wenig routiniert.

Offiziell bestand zwar die Möglichkeit zu Homeoffice, praktisch wurde dies jedoch nach meinem Eindruck sehr unterschiedlich gehandhabt. Teilweise schienen die technischen Voraussetzungen dafür nicht ausreichend gegeben zu sein, wodurch mobiles Arbeiten im Alltag oft erschwert wurde.

Positiv hervorzuheben ist die 35-Stunden-Woche für tarifgebundene Mitarbeitende. Die 30 Urlaubstage habe ich hingegen eher als heutigen Standard wahrgenommen und weniger als ein besonderes Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind nach allgemeinem Eindruck nur sehr eingeschränkt vorhanden und werden kaum aktiv gefördert. Strukturierten Entwicklungsplänen oder klar erkennbaren Karrierepfaden wird wenig Priorität eingeräumt.

Berufliche Weiterentwicklung und Aufstiegsmöglichkeiten stoßen im Unternehmensalltag nur begrenzt auf Unterstützung. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass ambitionierte Karriereziele im bestehenden System nur schwer umzusetzen sind.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt orientiert sich grundsätzlich an Strukturen der IG Metall, sind jedoch spürbar unter vergleichbaren ERA-Niveaus.

Zusätzliche Sozialleistungen habe ich insgesamt nur eingeschränkt wahrgenommen. Positiv hervorzuheben sind die Betriebsärztin sowie einzelne Unterstützungsangebote im gesundheitlichen Bereich. Darüber hinaus bot das Unternehmen jedoch nur wenige besondere Zusatzleistungen oder Benefits, die über einen üblichen Standard hinausgehen würden.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein ausgeprägtes Umwelt- oder Nachhaltigkeitsbewusstsein konnte ich im Arbeitsalltag nur eingeschränkt erkennen. Viele Prozesse wirkten weiterhin stark papierbasiert, wodurch aus meiner Sicht unnötig viel gedruckt wurde.

Zusätzlich entstand durch die teilweise sanierungsbedürftigen Gebäude der Eindruck eines hohen Energieverbrauchs beziehungsweise ineffizienter Ressourcennutzung. Insgesamt hatte ich daher nicht das Gefühl, dass Themen wie Nachhaltigkeit oder moderne Umweltstandards im Unternehmen eine besondere Priorität hatten.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist stark von der jeweiligen Abteilung abhängig. In einigen Teams habe ich sehr herzliche, unterstützende und engagierte Kolleginnen und Kollegen erlebt, was den Arbeitsalltag teilweise deutlich angenehmer gemacht hat.
Gleichzeitig herrschte in anderen Bereichen nach meinem Eindruck eher ein Umfeld, das von Konkurrenzdenken, persönlicher Profilierung und internen Machtkämpfen geprägt war. Rücksichtnahme und konstruktive Zusammenarbeit kamen dabei teilweise zu kurz, was sich spürbar auf die allgemeine Stimmung und Zusammenarbeit ausgewirkt hat.

Umgang mit älteren Kollegen

Viele ältere Kolleginnen und Kollegen waren bereits seit sehr langer Zeit im Unternehmen tätig. Dabei entstand bei mir teilweise der Eindruck, dass der Fokus eher auf dem Verbleib bis zum Renteneintritt lag als auf aktiver Mitgestaltung oder Veränderung. Dies wirkte sich aus meiner Sicht stellenweise auch auf die Offenheit gegenüber neuen Arbeitsweisen und Entwicklungen aus.

Vorgesetztenverhalten

veraltet und in einzelnen Fällen eher autoritär als unterstützend oder entwicklungsorientiert -von kaum vorhandener Führung bis hin zu sehr kontrollierendem Verhalten war vieles vertreten. Moderne Führungskultur, offene Kommunikation und echtes Empowerment von Mitarbeitenden sind nur in wenigen Abteilungen vorhanden. Zudem hatte ich stellenweise das Gefühl, dass Leistungen und Arbeitsergebnisse von Mitarbeitenden nicht immer transparent anerkannt wurden. Auffällig war außerdem, dass viele Kolleginnen und Kollegen zwar unzufrieden wirkten, dennoch aber häufig aus Sicherheitsdenken oder Gewohnheit im Unternehmen blieben, obwohl der Wunsch nach Veränderung spürbar vorhanden war.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen und die allgemeine Infrastruktur habe ich insgesamt als deutlich verbesserungswürdig erlebt. Das Gebäude wirkte in vielen Bereichen stark in die Jahre gekommen, die Möblierung teilweise wenig funktional und die IT-Ausstattung eher notdürftig als modern. Die klimatischen Bedingungen im Gebäude waren ebenfalls belastend: Im Winter waren einige Bereiche sehr kalt, während sich Büros und Produktionsbereiche im Sommer teilweise stark aufgeheizt haben. Zusätzlich wirkten manche Räumlichkeiten baulich wenig gepflegt; vereinzelt habe ich beispielsweise Feuchtigkeits- bzw. Schimmelprobleme an Fenstern wahrgenommen, was insbesondere für empfindliche oder allergische Personen problematisch sein kann.
Auch ergonomische Arbeitsplätze schienen nach meinem Eindruck nicht überall ausreichend berücksichtigt zu werden. Teilweise hatten Kolleginnen und Kollegen trotz gesundheitlicher Beschwerden wie Rückenproblemen keinen Zugang zu höhenverstellbaren Schreibtischen oder angemessenen ergonomischen Sitzmöglichkeiten.

Kommunikation

Die Kommunikation durch Führungskräfte war häufig unklar und nicht ausreichend transparent. Mehrere kurzfristige Wechsel auf CEO- und CFO-Ebene haben zusätzlich wenig Stabilität vermittelt und das Vertrauen innerhalb des Unternehmens aus meiner Sicht eher belastet.
Auch bei geplanten Veränderungen oder neuen Projekten entstand häufig der Eindruck mangelnder Abstimmung innerhalb der Führungsriege. Teilweise waren Informationen bereits unter Mitarbeitenden bekannt, bevor diese offiziell von der Geschäftsführung kommuniziert wurden. Gleichzeitig blieben nach Ankündigungen oft viele Fragen offen, ohne dass zeitnah klare Antworten oder ein nachvollziehbarer Fahrplan vermittelt wurden. Viele Mitarbeitende hatten dadurch das Gefühl, bei wichtigen Entwicklungen nicht ausreichend abgeholt oder eingebunden zu werden.
Die interne Kommunikation habe ich persönlich als einen der größten Schwachpunkte des Unternehmens wahrgenommen. Aus meiner Sicht entsprach die vergebene Bewertung hier bereits dem Minimum dessen, was ich noch vertreten konnte.

Gleichberechtigung

Es werden eher diejenigen Mitarbeitenden bevorzugt, die bestehende Strukturen selten hinterfragt und vorgegebene Aufgaben ohne Widerspruch umgesetzt haben. Mitarbeitende mit einer klaren eigenen Meinung, kritischen Denkanstößen oder dem Wunsch, Veränderungen aktiv mitzugestalten, hatten dagegen aus meiner Sicht häufig Schwierigkeiten, Gehör zu finden. Teilweise entstand der Eindruck, dass abweichende Perspektiven eher zurückgedrängt werden.

Interessante Aufgaben

Die Arbeitsbelastung habe ich insgesamt als hoch empfunden, was aus meiner Sicht auch stark mit den teilweise sehr veralteten Arbeitsweisen zusammenhing. Digitalisierung sowie die Einführung moderner und notwendiger Tools wurden zwar wiederholt angekündigt, im Arbeitsalltag waren sie jedoch nie eingeführt worden und dadurch waren wenige nachhaltige Veränderungen spürbar.

HilfreichHilfreich?1Zustimmenstimmt zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Team People & CulturePeople & Culture

Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, Deine Erfahrungen so ausführlich zu schildern. Auch wenn Deine Bewertung kritisch ausfällt, schätzen wir Deine Offenheit und die konkreten Hinweise sehr.
Besonders freut es uns, dass Du den Kollegenzusammenhalt in einzelnen Bereichen sowie die tarifliche Arbeitszeitregelung positiv hervorhebst. Gleichzeitig nehmen wir Deine Hinweise zu Kommunikation, Führungskultur und strukturellen Themen sehr ernst.
Die von Dir beschriebenen Punkte – insbesondere in Bezug auf Transparenz, Einbindung in Veränderungsprozesse sowie Führung und Entscheidungswege – sind Themen, an denen wir aktuell gezielt arbeiten. Dazu gehören unter anderem Initiativen zur Stärkung der internen Kommunikation sowie zur Verbesserung von Prozessen und Arbeitsweisen.

Auch Deine Rückmeldungen zu Entwicklungsmöglichkeiten, Arbeitsorganisation und Arbeitsbedingungen sind für uns wichtige Impulse. Hier haben wir bereits erste Maßnahmen gestartet und werden diese weiter ausbauen, da wir uns bewusst sind, dass nachhaltige Veränderungen Zeit und Konsequenz erfordern.

Dass Du die Rolle und Wahrnehmung der Personalabteilung so kritisch erlebt hast, nehmen wir sehr ernst. In den vergangenen Monaten hat es in diesem Bereich Veränderungen gegeben, die wir bewusst nutzen, um uns inhaltlich und personell neu aufzustellen.
Unser Ziel ist es, den Bereich People & Culture als verlässlichen, präsenten und wirksamen Partner im Unternehmen zu positionieren– sowohl für unsere Mitarbeitenden als auch für unsere Führungskräfte. Dazu gehört für uns insbesondere, eine offene Feedbackkultur zu fördern, Themen konsequent aufzugreifen und konkrete Verbesserungen auch spürbar umzusetzen. Wir sehen diese Neuausrichtung als wichtigen Schritt, um Vertrauen zu stärken und unseren Beitrag zu einer modernen und respektvollen Unternehmenskultur nachhaltig auszubauen.

Wir bedauern, dass Du das Unternehmen insgesamt nicht als passenden Arbeitgeber für Dich erlebt hast, und wünschen Dir für Deinen weiteren beruflichen Weg alles Gute.
Vielen Dank nochmals für Dein Feedback – es hilft uns, notwendige Veränderungen klarer zu erkennen und voranzutreiben.
Herzliche Grüße,
Dein Team People & Culture

Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.