Nachhaltig nach außen, unnachhaltig nach innen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kollegen in meinem Team waren nett und kompetent. Außerdem ist das Customer Success Team und das Engineering Team cool
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ziele werden viel zu hoch und komplett unrealistisch gesteckt. Nachhaltigkeit fängt bei der Unternehmensführung an.
Alle haben immer viel zu viel zu tun operativ und dadurch gibt es keine strukturellen Verbesserungen.
Negatives Menschenbild, es wird zum Beispiel davon ausgegangen, dass Menschen, die im Homeoffice sind nicht arbeiten. Teams arbeiten gegeneinander anstatt miteinander (insbesondere Partner Management Team)
Verbesserungsvorschläge
Viel zu krasser Fokus auf shiny Zahlen und Ego-Push für die Founder durch irgendwelche Deals und Funding Round. Mehr Investieren in ein gutes Produkt würde sich langfristig auszahlen.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist geprägt von Druck. Den Gründern geht es vor allem um schnelle Erfolge und shiny numbers. Dementsprechend ist der Druck auf dem Sales bzw. Partner Management Team sehr groß. Was sich leider in einer gestresste Arbeitsatmosphäre wiederspiegelt. Das Produkt dahinter gibt die hohen Sales-Erwartungen allerdings bei weitem nicht her und steckt noch in den Kinderschuhen.
Kommunikation
Die Kommunikation ist ok. Insbesondere die Chefin des Partner Management Teams kommuniziert allerdings sehr vorwurfsvoll und verbittert. Es gibt einen vierteljährlichen OKR mit viel zu hoch gesteckten Zielen.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen sind ganz coole und nette Leute. Die Führung ist halt nicht so gut.
Work-Life-Balance
Man darf Montags und Freitags kein Home Office machen.
Vorgesetztenverhalten
Mein Vorgesetzter war ok. Im allgemeinen ist die Geschäftsführung einfach unerfahren und auf schnelle Erfolge aus. Zumindest einer der Gründer hat auch einfach manische Tendenzen und ist manchmal in einem Tunnel wo die Realität keine Rolle spielt. Es wird auch wenig Wert gelegt auf Nachhaltigkeit.
Interessante Aufgaben
Prozesse sind größtenteils manuell. Das führt dazu einerseits dazu, dass viele Prozesse super nervig und manuell sind und andererseits, dass oft Fehler passieren und man dadurch mit genervten Kunden zu tun hat.
Gleichberechtigung
Durch das Arbeitsklima, die Unmöglichkeit von Teilzeit und die Anforderungen wird es Menschen mit Kindern oder anderweitigen Verpflichtungen sehr schwer gemacht hier zu arbeiten.
Umgang mit älteren Kollegen
Gibt vielleicht 2-3 Mitarbeiter, die über 40 sind.
Arbeitsbedingungen
Das Office ist wie eine schlecht geführte WG. In der Küche sind überall Fruchtfliegen, weil Essen liegen gelassen wird. In dem "Climate Fintech" Unternehmen mit "Nachhaltigkeit" Fokus findet Mülltrennung überhaupt nicht statt, obwohl sie vorgesehen ist. Das Büro ist eigentlich zu klein, so dass die Entwickler in einem Meetingraum arbeiten müssen. Das Büro Equipment ist chaotisch.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es soll wie gesagt ein "Climate Fintech" sein. Und ja, es stimmt, dass hier Geld investiert wird in Klimatechnik. Allerdings gehört zu Nachhaltigkeit auch eine soziale und eine wirtschaftliche Komponente. Hier wird ein Unternehmen mit schöner Fassade gebaut, aber komplett ohne langfristige Strategie und Motor, der dahinter steckt. Außerdem ist der Umgang mit den Mitarbeitenden auch nicht sehr nachhaltig, was sich in einer sehr hohen churn Rate zeigt.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist ok.
Image
Die Außenwahrnehmung ist ganz ok, denke ich. Die Partner und Kunden merken aber natürlich schnell, dass hier Chaos herrscht.
Karriere/Weiterbildung
Es gab keine Weiterbildungsmögichkeiten.