Guter Arbeitgeber im Herzen Hamburgs - mit Luft nach oben
Gut am Arbeitgeber finde ich
Standort, Kollegen, social Benefits, Produkte und Social Mission
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kommunikation und manche Aspekte der Managementkultur (middle und lower Management), Umgang mit alternativen Denkansätzen. „Assume good intentention“ wird leider nicht gelebt.
Verbesserungsvorschläge
Organisation, Hierarchieebenen und Managementkultur in den Fokus legen. Wir haben extrem viele talentierte und erfahrene Mitarbeiter, die Teil der Lösung und nicht des Problems sind.
Arbeitsatmosphäre
Hier gibt es von mir eine Mischbewertung.
Grundsätzlich empfinde ich sie als gut bis sehr gut. Aktuell jedoch ist es eine sehr seltsame Situation. Das Wachstum schwächt sich ab und das färbt sich überproportional auf die Stimmung ab. Das mittlere Management verstärkt das noch und schafft eher große Unsicherheit als Aufbruchstimmung (die notwendig wäre)
Image
Produkte und das Unternehmen haben (noch) einen guten Ruf.
Work-Life-Balance
Mal so, mal so. Es wechseln sich sehr stressige Zeiten mit Episoden des Wartens auf neue Themen ab. Kapazitätsmanagement könnte insgesamt besser sein.
Karriere/Weiterbildung
Hier besteht auch großes Potenzial: Karrieremöglichkeiten hängen mehr vom Netzwerk und vom Glück zu einer Gruppe zu gehören, die aktiv gefördert werden soll, ab, als von der Leistung.
Weiterbildung ist auch so ein Thema. Anstatt aktiv die Mitarbeiter weiterzuentwickeln, muss man um jede 1-Tagesschulung kämpfen. Und dann ist meist kein Budget dafür frei. Gefühlt ist das Weiterbildungsbudget sehr ungleich verteilt.
Gehalt/Benefits
Für den Einstieg, sehr gut. Loyalität wird jedoch hier kaum belohnt. Gehaltssprünge sind sehr schwierig.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Beiersdorf steht zu seiner Ambition mittelfristig CO2-neutral zu werden. Das ist gut und richtig. Es wird sich zeigen, wie das in den nächsten Jahren umgesetzt wird. Zudem werden viele soziale Projekte unterstützt. Könnte gerne noch mehr sein.
Kollegenzusammenhalt
Sehr gut. Arbeitsebene funktioniert gut. Unter Druck wird es aber auch schwieriger
Umgang mit älteren Kollegen
Mich trifft es persönlich noch nicht, aber man hat den Eindruck, Kollegen ab Ende 40 werden eher als Ballast statt wertvolle Erfahrungsträger gesehen. Ab 60 sind sie dann spätestens weg. Fehlende Wertschätzung von Erfahrung sehe ich als einen maßgeblichen Faktor den Beiersdorf verbessern sollte.
Vorgesetztenverhalten
Keine Frage. Es gibt durchaus gute Vorgesetzte mit Vorbildcharakter, die gut kommunizieren können und sich für ihr Team einsetzen. Leider jedoch sind diese in der Minderheit. Vorgesetzte arbeiten häufig nach oben und sind mehr an ihrem eigenen Ruf und nächsten Schritt als am Team interessiert. Inhaltlich Unterstützung ist eher selten.
Arbeitsbedingungen
Der neue Campus in Hamburg ist grundsätzlich sehr modern und offen. Technisch alles top. Jedoch aus meiner Sicht etwas fehlerhaft designed. Durch gewünschte Return-to-Office Policy, sind die Workspaces an manchen Tagen maximal überbelegt. Wenn dann noch 2-3 Kolleginnen und Kollegen am Platz telefonieren, ist konzentriertes Arbeiten kaum möglich.
Kommunikation
Mein persönlich größter Wunsch. Kommunikation ist top-down, trotz kleiner Teamstrukturen. Sehr viele Hierarchieebenen, die alle gefühlt separat informiert werden wollen. Kommunikation ist zudem auch sehr vage, sodass überall unterschiedliche Auffassungen kursieren. Mein Wunsch wäre hier Teams und Management besser zu trainieren, wie effektive und nachhaltige, ehrliche Kommunikation erfolgen kann.
Gleichberechtigung
Ich sehe den Punkt hier etwas anderes als viele Vorbewertungen. Gut ist, dass Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern aktiv gefördert wird.
Was jedoch außen vor bleibt ist Diversität bzgl. Alter und Denkansätzen.
Zu dem Umgang mit älteren Mitarbeitern habe ich unten geschrieben. Verschiedene Denkansätze werden kaum gefördert, eher als Problem gesehen. Wer nicht so denkt wie der Vorgesetzte, hat es meist schwer.
Interessante Aufgaben
Auch hier sehr unterschiedlich. In gefühlten Krisenzeiten sind so einige Tätigkeiten dabei lediglich um zu zeigen, dass man was „macht“.


