Viel verschwendetes Potential
Gut am Arbeitgeber finde ich
die Punkte die ich gut fand hab ich bereits in den Kategorien bewertet
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es fehlt der rote Faden und der Weitblick. Belectric hat viel potential was einfach was einfach wegen Cooporate-Bullshit verschenkt wird.
Auf der einen Seite gibt es Projekte wo sich viele einig sind, das das Potential hat und man eine Marktlücke damit schließen kann und so noch keiner anbietet.
Wenn man das Projekt aber mehrmals eingestampft und dann wieder ein paar Monate später aus der Mottenkiste holt und dann unnötig Zeit und Ressourcen verschwendet um sich da wieder einzuarbeiten, um es dann wieder einzustampfen, weil man das doch anders machen will, kommt man nie an Ziel.
Auf der anderen Seite, für andere Projekte, Entscheidungen Starr getroffen und dann auf beigen und brechen Durchgeboxt werden. Auch wenn schon klar ist das es gescheitert ist sind oder während der Umsetzung klar wird, das es nicht so funktioniert wie gedacht und ein anderer Ansatz sinnvoller wäre, weil z.B. Mitarbeiter die das Projekt ursprünglich geplant und erdacht haben das Unternehmen bereits verlassen haben, abber man lieber noch teure Consulting-Unternehmen mit ins Boot holt um da noch irgend nen Ergebnis rausholen möchte.
Verbesserungsvorschläge
Für mich Stand schon nach wenigen Monaten fest das ich die Firma so schnell wie möglich wieder verlassen werde. Bereits am ersten Tag und während meines Onboardings (wenn man das so bezeichnen kann und eigentlich eine Story für sich ist) haben sich solche Gedanken entwickelt.
Allein nur die aktuelle Jobmarkt-Situation geschuldet habe ich die Firma nicht schon früher verlassen.
Die Liste was Belectric hätte anders machen müssen, würde hier den Rahmen sprengen. Es sind viele Kleinigkeiten die sich zusammengestaut haben und den Damm letztendlich brechen lassen haben.
ich war am Anfang so motiviert im Bereich der erneuerbaren meinen Beitrag zu leisten wurde aber so eintäuscht. ich weis das das anders gehen würde aber die Mentalität in der Firma ist einfach eine andere
Arbeitsatmosphäre
Streng, Protokollarisch, Bürokratisch und Träge. Muss man mögen.
Ist aber mit der Zeit immer mehr geworden.
Zudem wurde immer mehr Mircomanagement gefordert, weil immer mehr Zahlen entscheidend waren und die Abteilungen anhand dessen bewertet wurden ob diese noch wirtschaftlich sind. (zumindest wurde das von meinem Vorgesetzten immer unterschwellig betont). Dies hat mit der Zeit immer mehr Unsicherheit und Druck aufgebaut und viele Kollegen waren sich auch nicht sicher ob ihr Arbeitsplatz langfristig noch sicher ist.
Work-Life-Balance
100% Remote mit guter flexibilization das man auch mal kleine Erledigungen zwischendurch machen kann und man konnte Überstunden abbauen
Kollegenzusammenhalt
Es gibt einen Spürbaren unterschied zwischen den Kollegen die noch regelmäßig vor Ort waren und auch in der nähe wohnten, zu den die Remote arbeiten und hunderte Kilometer Anreise hatten.
Team events wo auch die Remote Leute dazu geholt werden gab es kaum und wurden meist aus Kostengründen vermieden.
Vorgesetztenverhalten
Jetzt im Nachhinein betrachtet hatte ich das Gefühl das mein Vorgesetzter noch recht wenig Erfahrung mit den Umgang mit Mitarbeitern hatte die vollständig remote gearbeitet hatte. Das lief aus meiner sicht in anderen Teams wesentlich besser.
Arbeitsbedingungen
Größtenteils der Abteilung geschuldet in der ich gearbeitet habe, die IT Technisch unnötig vom rest des Unternehmens abgekapselt wurde, wurden viele alltägliche Sachen unnötig verkompliziert.
Es wurde vieles mit Sicherheit wegen Kritischer Infrastruktur begründet aber teils dann so Kompliziert wie nur möglich umgesetzt.
Zudem ein relativ Veraltetes Notebook ohne RJ45, Anschluss als ITler zu bekommen ist auch nicht optimal erst recht wenn etwas anderes beim Vorstellungsgespräch versprochen wurde.
Kommunikation
Es gab zwar viele Meetings. Aber der Informationsgehalt hielt sich da in Grenzen. Meist waren diese recht repetitiv und zeitlich sehr begrenz und da bei manchen Kollegen der Terminkalender so vollgestopft war, waren größere Themen oft nur schwer zu platzieren, wenn alle da waren und gerieten so immer schnell in den Hintergrund. Aber innerhalb eines Teams ging es noch.
Abteilungs übergreifend war das mal so mal so.
Übergeordnete Themen leiteten die Vorgesetzten zwar weiter. Teilweise wurden diese aber auch über wichtige Entscheidungen der Geschäftsführung, die eigentlich eine gewisse Vorplanung brauchen, aus heiterem Himmel überrascht.
Es hab auch Quartalsweise eine Live-Q&A der Geschäftsführung wo man als Mitarbeiter Fragen stellen konnte (wenn die Technik nicht versagt hat und die Übertragung nicht funktionierte oder von sehr schlechter Qualität war, was leider sehr oft, ungünstigerweise für alle die nicht im HQ waren, der Fall war).
Gehalt/Benefits
Ist OK. Luft nach oben ist immer
Gleichberechtigung
kann ich nicht viel zu sagen unser Team Bestand aus mehreren Nationalitäten. allerdings überwiegend allerdings dem Bereich geschuldet, männlichen Kollegen. alles in allem war die zusammenarbeit gut
Interessante Aufgaben
Leider war ich mit sehr vielen Altlasten konfrontiert und Ideen diese irgendwie anzugehen endeten in endlosen Diskusionen und kaum Bereitschaft diese zu lösen. Die Altlasten hinderten aktiv an produktiver Arbeit weswegen da auch die Motivation schnell am erschöpft war.
Ausufernde Micromanagmentaufgaben (Zeiten und Aufgaben Protokollieren und Dokumentiren) haben ihr übriges dazu getan.

