BeneVit Gruppe Logo

BeneVit 
Gruppe
Bewertung

Früher Top! Heute Flop! (BeneVit Haus Außengarten in Lahnau)

1,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei BeneVit Haus Auengarten in Lahnau gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die wenigen Kollegen, auf die man sich wirklich verlassen kann. Menschen, die trotz schwieriger Umstände zusammenhalten, sich gegenseitig unterstützen und ihre Arbeit gewissenhaft erledigen. Diese Kollegen verdienen meine ausdrückliche Anerkennung.

Auch den respektvollen Umgang mit Beschäftigten unterschiedlicher Herkunft möchte ich positiv hervorheben.

Darüber hinaus fällt es mir leider schwer, weitere überzeugende positive Aspekte zu nennen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Am meisten enttäuscht mich der Eindruck, dass sich trotz zahlreicher Probleme kaum etwas zum Positiven verändert. Man erlebt Missstände, wünscht sich Verbesserungen und stellt irgendwann ernüchtert fest, dass vieles beim Alten bleibt.

Das eigentliche Problem ist für mich deshalb nicht einmal die Vielzahl der Schwierigkeiten, sondern der gefühlte Stillstand.

Werden Probleme über längere Zeit nicht erkennbar verbessert, schwindet irgendwann auch das Vertrauen darauf, dass sich überhaupt noch etwas ändern wird.

Mein Fazit: Es ist traurig, wenn man nicht mehr darauf hofft, dass die Arbeit besser wird, sondern sich irgendwann nur noch darüber freut, wenn der Arbeitstag vorbei ist.

Verbesserungsvorschläge

Vielleicht sollte man zunächst damit anfangen, die Probleme der Beschäftigten wirklich ernst zu nehmen, statt sich auf freundliche Worte zu beschränken. Eine respektvolle Führungskultur, funktionierende Kommunikation, zeitgemäße Arbeitsmittel und eine zuverlässige Materialversorgung wären bereits ein erheblicher Fortschritt.

Auch beim Umgang mit Fehlern wünsche ich mir ein grundlegendes Umdenken. Kritik sollte konstruktiv sein und unabhängig von der Position gleichermaßen ernst genommen werden.

Vor allem sollte wieder stärker im Mittelpunkt stehen, worum es in einer Pflegeeinrichtung eigentlich geht: die bestmögliche Versorgung der Bewohner durch Mitarbeiter, die unter vernünftigen Bedingungen arbeiten können.

Mein wichtigster Verbesserungsvorschlag: Weniger reden, mehr zuhören und vor allem endlich handeln.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre lässt aus meiner Sicht kaum noch Wünsche offen – sofern man sich Frustration, Misstrauen und eine gehörige Portion Enttäuschung wünscht. Ein respektvolles Miteinander sollte selbstverständlich sein, fühlt sich hier aber leider nicht immer so an. Statt eines funktionierenden Teams erlebt man ein Umfeld, in dem man zunehmend vorsichtig sein muss, wem man vertraut. Motivation und Arbeitsfreude bleiben dabei auf der Strecke.

Image

Das Unternehmen hatte in meinen Augen einmal einen wirklich guten Ruf. Umso trauriger finde ich die Entwicklung, die ich persönlich wahrgenommen habe. Zwischen dem Bild, das nach außen vermittelt wird, und meinen Erfahrungen innerhalb der Einrichtung liegen mittlerweile erhebliche Unterschiede. Mein früher positives Bild des Arbeitgebers hat sich inzwischen grundlegend verändert. Vertrauen und Ansehen aufzubauen dauert Jahre – sie zu verspielen geht offensichtlich wesentlich schneller.

Work-Life-Balance

Eine ausgewogene Work-Life-Balance sieht für mich definitiv anders aus. Häufig wechselnde Arbeitszeiten und aus meiner Sicht teilweise zu kurze Erholungsphasen machen es schwierig, ausreichend Kraft zu tanken. Die körperliche und psychische Belastung wird dadurch nicht gerade geringer. Mein Eindruck ist, dass von den Beschäftigten sehr viel Flexibilität erwartet wird, während die persönlichen Bedürfnisse häufig zu kurz kommen. Erholung sollte kein Luxus sein.

Karriere/Weiterbildung

Hierzu kann ich keine fundierte Bewertung abgeben, da ich selbst keine ausreichenden Erfahrungen mit den entsprechenden Angeboten gemacht habe. Eine objektive Einschätzung wäre daher nicht möglich.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt empfinde ich angesichts der Arbeitsbedingungen als bestenfalls mittelmäßig. Positiv sind die zwei jährlichen Sonderzahlungen, die ich durchaus anerkenne. Darüber hinaus halten sich die besonderen Vorteile allerdings sehr in Grenzen.

Ein echtes Highlight ist das Duschgel zum Geburtstag. Sicherlich nett gemeint, aber angesichts der übrigen Umstände kann ich mir ein gewisses Schmunzeln darüber nicht verkneifen. Wer auf außergewöhnliche Mitarbeiterangebote hofft, dürfte hier eher enttäuscht werden. Ein Duschgel macht schließlich noch keinen attraktiven Arbeitgeber.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach meinen Beobachtungen wird auf Mülltrennung nicht konsequent geachtet. Auch Lebensmittel werden teilweise entsorgt, obwohl eine weitere Verwendung aus meiner Sicht noch möglich gewesen wäre. Nachhaltigkeit stelle ich mir anders vor.

Noch bedenklicher finde ich einzelne Situationen bei der personellen Organisation. So habe ich erlebt, dass eine Schülerin zeitweise allein auf einer Station war. Welche Absprachen hierzu bestanden oder wer darüber informiert war, kann ich nicht beurteilen. Die Situation selbst empfand ich jedoch als äußerst fragwürdig. Auch vorzeitige Dienstenden einzelner Beschäftigter habe ich wahrgenommen, ohne beurteilen zu können, welche Absprachen jeweils bestanden.

Insgesamt wünsche ich mir deutlich mehr Verantwortungsbewusstsein – sowohl im Umgang mit Ressourcen als auch bei der Organisation der pflegerischen Arbeit.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist leider sehr unterschiedlich ausgeprägt. Während ich bei einigen Kollegen das Gefühl habe, besonders vorsichtig sein zu müssen, gibt es glücklicherweise auch Menschen, auf die man sich jederzeit verlassen kann. Diese wenigen Kollegen sind ein echter Lichtblick und machen vieles überhaupt erst erträglich. Schade, dass ein solcher Zusammenhalt nicht im gesamten Team selbstverständlich ist.

Umgang mit älteren Kollegen

Hierzu kann ich leider keine fundierte Bewertung abgeben, da mir entsprechende persönliche Erfahrungen und ausreichende Einblicke fehlen.

Vorgesetztenverhalten

Freundlichkeit nach außen ist schön, ersetzt aber leider keine kompetente und faire Führung. Bei Fehlern von Mitarbeitern habe ich teilweise einen unangemessenen Umgangston erlebt, der mit konstruktiver Kritik wenig gemeinsam hatte. Gleichzeitig entsteht bei mir der Eindruck, dass Fehler auf Führungsebene deutlich weniger kritisch betrachtet werden. Ich vermisse Selbstreflexion, Verlässlichkeit und einen respektvollen Umgang auf Augenhöhe. Wer Mitarbeiter motivieren möchte, sollte sie nicht durch den Umgang mit Fehlern zusätzlich demotivieren.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind aus meiner Sicht ein organisatorisches Armutszeugnis. Benötigte Materialien muss man sich regelmäßig mühsam zusammensuchen. Nach meiner Erfahrung werden diese teilweise verspätet oder gar nicht nachbestellt. Die technische Ausstattung ist teilweise veraltet und arbeitet entsprechend langsam. Auch bei Mitarbeiterzugängen und organisatorischen Abläufen gibt es erhebliche Schwierigkeiten. Ständige Unterbrechungen erschweren die Konzentration auf die eigentliche pflegerische Tätigkeit. Hinzu kommt eine teilweise sehr unangenehme Geruchsbelastung innerhalb der Einrichtung. Insgesamt entsteht bei mir der Eindruck, dass man trotz der vorhandenen Strukturen ständig improvisieren muss, um seine Arbeit vernünftig erledigen zu können.

Kommunikation

Die interne Kommunikation erinnert teilweise an ein Stille-Post-Spiel, bei dem bereits der erste Teilnehmer nicht weiß, worum es eigentlich geht. Wichtige Informationen erreichen einen nach meiner Erfahrung häufig verspätet oder nur durch Zufall. Klare Absprachen und transparente Entscheidungen würde ich mir deutlich häufiger wünschen. Manchmal entsteht der Eindruck, dass funktionierende Kommunikation hier eher ein glücklicher Zufall als ein festes Konzept ist.

Gleichberechtigung

Die Rücksichtnahme auf individuelle Bedürfnisse der Beschäftigten empfinde ich als deutlich verbesserungswürdig. Persönliche Umstände finden nach meiner Erfahrung nicht immer ausreichend Berücksichtigung. Einen positiven Punkt möchte ich allerdings ausdrücklich hervorheben: Kollegen unterschiedlicher Herkunft werden nach meinen Beobachtungen freundlich und respektvoll behandelt. In diesem Bereich habe ich persönlich keine Benachteiligung erlebt. Umso bedauerlicher finde ich, dass ein vergleichbar rücksichtsvoller Umgang nicht in allen Bereichen selbstverständlich ist.

Interessante Aufgaben

Für Abwechslung ist gesorgt – allerdings nicht unbedingt im positiven Sinne. Nach meiner Erfahrung werden Beschäftigte regelmäßig mit Tätigkeiten konfrontiert, die aus meiner Sicht überhaupt nicht zu ihrem eigentlichen Aufgabenbereich gehören. Klare Zuständigkeiten wären hilfreich, scheinen aber nicht immer gegeben zu sein. Statt sich vollständig auf die eigentliche Arbeit konzentrieren zu können, fühlt man sich gelegentlich wie eine universell einsetzbare Notlösung für sämtliche Probleme.

4Hilfreichfinden das hilfreich6Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.