Ausbeutung des Stammwerks, gesundheitliche Belastungen und cholerische Führung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt kommt pünktlich
Verbesserungsvorschläge
- Cholerische Reaktionen einstellen und sachliche Kritik der Belegschaft auf Betriebsversammlungen ernst nehmen.
- Den Standort Markgröningen endlich wieder wettbewerbsfähig machen, statt ihn durch Nullrunden abzustrafen.
- Sofortige ergonomische Anpassung der Arbeitsplätze in der Bestückung zum Schutz der Gesundheit.
- Respektvoller und fairer Umgang mit älteren Mitarbeitern statt Ausgrenzung.
Arbeitsatmosphäre
Der Standort Markgröningen wurde über Jahre hinweg strategisch vernachlässigt. Die Gewinne wurden genutzt, um andere Standorte zu entwickeln, während die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Stammwerks stark geschwächt wurde. Die bittere Konsequenz für die Belegschaft vor Ort sind nun Nullrunden beim Gehalt. Die Zeche für das Managementversagen der Vergangenheit zahlen jetzt die Mitarbeiter.
Image
Das Image des Unternehmens ist bei den eigenen Mitarbeitern sehr schlecht. Nach außen wird oft versucht, ein modernes und faires Bild zu vermitteln, aber die Realität im Betrieb spricht eine andere Sprache. Die Unzufriedenheit in der Belegschaft ist spürbar, da Probleme bei der Gleichberechtigung und der sozialen Verantwortung intern nicht ernst genommen werden. Dadurch identifizieren sich immer weniger Beschäftigte mit der Firma.
Work-Life-Balance
Eine gesunde Work-Life-Balance ist in der Produktion leider nicht vorhanden. Die Arbeitszeiten und die Schichtplanung lassen kaum Raum für das Privatleben. Flexibilität gibt es nicht, und die Erholung kommt durch die hohe Belastung viel zu kurz.
Karriere/Weiterbildung
Professionelle Weiterbildungen oder strukturierte Schulungen gibt es hier nicht. Die Mitarbeiter müssen sich stattdessen gegenseitig unterweisen und einarbeiten, ohne dass dafür zusätzliche Zeit oder Ressourcen bereitgestellt werden. Richtige Aufstiegschancen oder eine gezielte Karriereförderung fehlen komplett, da kein echtes Interesse an der Weiterentwicklung des Personals besteht.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung steht in keinem Verhältnis zur erbrachten Leistung und zur körperlichen Belastung. Sie ist als schlecht einzustufen. Zudem gibt es spürbare Bestrebungen, bestehende Leistungen und Standards weiter zusammenzustreichen, anstatt in die Mitarbeiter zu investieren.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Beim Thema Umwelt und Soziales wird nur das absolute Minimum getan. Echte Nachhaltigkeit oder soziales Engagement aus eigenem Antrieb gibt es nicht – es wird lediglich das umgesetzt, wozu der Gesetzgeber das Unternehmen zwingt. Sobald Richtlinien oder Gesetze Spielraum lassen, wird dieser selten im Sinne der Umwelt oder der Beschäftigten genutzt. Hier ist noch sehr viel Luft nach oben.
Kollegenzusammenhalt
Schlechtes Arbeitsklima durch MisstrauenDer Zusammenhalt unter den Kollegen ist leider kaum vorhanden. Die Atmosphäre ist stark von gegenseitigem Misstrauen geprägt. Statt an einem Strang zu ziehen, schwärzen Mitarbeiter sich gegenseitig beim Vorgesetzten an. Ein offenes und ehrliches Miteinander ist unter diesen Bedingungen nicht möglich.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit erfahrenen und älteren Mitarbeitern ist beschämend. Statt deren langjährige Leistung zu schätzen, hat man das Gefühl, dass ältere Kollegen systematisch aus der Firma geekelt werden, sobald sie den extremen körperlichen Anforderungen nicht mehr schmerzfrei standhalten können.
Vorgesetztenverhalten
Die Führung durch die Werk- und Teamleitung ist von starker Eigenoptimierung geprägt. Es fehlt an echtem Engagement für die Belegschaft und an transparenter Kommunikation. Man hat das Gefühl, dass Probleme ausgesessen werden, da auch die Geschäftsführung strategisch kaum noch aktiv eingreift.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsplätze in der Bestückung sind absolut unergonomisch gestaltet. Die dauerhafte körperliche Belastung schadet der Gesundheit der Mitarbeiterinnen massiv und führt zu spürbaren Problemen am Bewegungsapparat. Auf gesundheitliche Schonung oder ergonomische Optimierungen wird hier kein Wert gelegt.
Kommunikation
Die Kommunikation der Geschäftsführung ist unprofessionell und von mangelnder Kritikfähigkeit geprägt. Ein aktuelles Beispiel von einer Betriebsversammlung zeigt das deutlich: Als eine Mitarbeiterin sachlich ansprach, dass der Hauptsitz Markgröningen über Jahrzehnte andere Standorte massiv unterstützt und deren Aufbau erst ermöglicht hat, reagierte die Geschäftsführung auf diese nackten Tatsachen lediglich mit einem cholerischen Ausbruch. Konstruktiver Dialog auf Augenhöhe existiert hier nicht.
Gleichberechtigung
In diesem Betrieb erlebe ich eine deutliche Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts. Während qualifizierte und höherwertige Aufgaben primär an männliche Kollegen vergeben werden, werden Frauen auffallend häufig für körperlich schwere und monotone Arbeiten eingeteilt. Trotz passender Qualifikationen und persönlichem Einsatz werden Frauen bei der Vergabe von verantwortungsvollen Projekten oder Beförderungen systematisch übergangen. Eine echte Chancengleichheit ist hier leider nicht gegeben.
Interessante Aufgaben
Die tägliche Arbeit besteht fast ausschließlich aus monotonen Aufgaben. Es gibt kaum Abwechslung oder die Möglichkeit, sich in neue Themenbereiche einzuarbeiten. Die Tätigkeiten wiederholen sich ständig, was geistig sehr unterfordert.