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Bertsch 
Innovation 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Die Stimmung ist inzwischen komplett im Keller

1,3
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Bertsch Innovation GmbH in Stuttgart gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Leider muss man mittlerweile sagen: Die Stimmung ist komplett im Keller. Es macht immer weniger Spaß, hier zu arbeiten, und bei vielen Kollegen ist die Motivation inzwischen praktisch nicht mehr vorhanden.

Das besonders Bittere daran ist, dass man zwischendurch tatsächlich Hoffnung hatte, dass sich etwas ändert und es wieder bergauf geht. Stattdessen kommt gefühlt nach jeder kleinen Hoffnung die nächste Verschlechterung. Irgendwann fragt man sich wirklich, wie viel noch passieren muss, bis die Verantwortlichen merken, dass die Stimmung bei den Mitarbeitern längst gekippt ist.

Es werden zwar nicht einfach die Gehälter gestrichen, aber immer mehr Dinge, die bisher selbstverständlich waren, werden infrage gestellt oder stehen auf dem Prüfstand. Auch das vermittelt den Mitarbeitern irgendwann das Gefühl, dass ständig weiter gekürzt und eingespart werden soll.

Gleichzeitig verlassen Mitarbeiter das Unternehmen und die Stellen werden nicht oder nicht ausreichend nachbesetzt. Die Arbeit bleibt natürlich trotzdem da und wird auf die übrigen Kollegen verteilt. Dadurch steigt die Belastung immer weiter. Irgendwann fehlt dann einfach die Kraft und vor allem auch die Motivation, ständig noch mehr aufzufangen.

Besonders unverständlich ist die aktuelle Situation beim Homeoffice. Für manche Teams wurde Homeoffice komplett gestrichen, während andere Teams weiterhin von zu Hause arbeiten dürfen. Warum hier so unterschiedlich vorgegangen wird, ist für mich nicht nachvollziehbar. Gerade in einer ohnehin angespannten Situation sorgt das für zusätzlichen Frust.

Und die Stimmung ist mittlerweile wirklich so schlecht, dass man unter Kollegen teilweise schon hört: Am liebsten würde man einfach mal eine Woche zu Hause bleiben, um von dem ganzen Wahnsinn Abstand zu bekommen. Allein dass solche Gedanken inzwischen überhaupt aufkommen, sagt eigentlich schon alles über die aktuelle Situation.

Noch schlimmer ist, dass selbst wenn Mitarbeiter versuchen, Verantwortung zu übernehmen und von zu Hause aus zu arbeiten, um beispielsweise andere Kollegen zu schützen oder die Arbeit trotzdem erledigt zu bekommen, daraus nicht unbedingt Anerkennung entsteht. Stattdessen hat man teilweise eher das Gefühl, sich dafür rechtfertigen zu müssen, warum man überhaupt nicht im Büro war.

Auch strategisch ist die Entwicklung aus meiner Sicht schwer nachvollziehbar. Das Unternehmen scheint sich immer weiter vom eigentlichen Kerngeschäft zu entfernen. Gleichzeitig leiden darunter meiner Wahrnehmung nach sowohl Mitarbeiter als auch Kunden. Man bekommt zunehmend den Eindruck, dass das eigentliche Kerngeschäft gar nicht mehr die Priorität hat, die es eigentlich haben müsste.

Das Problem: Auch die Alternativen scheinen nicht gerade überragend zu laufen. Trotzdem werden neue Themen weiter gepusht, während im bestehenden Geschäft teilweise grundlegende Probleme bestehen bleiben. Für die Mitarbeiter, die tagtäglich mit diesen Problemen arbeiten müssen, ist das irgendwann nur noch schwer nachzuvollziehen.

Was mir besonders fehlt, ist ein realistischer Blick der Führungsebene auf die aktuelle Situation. Entscheidungen wirken teilweise so, als würde man die Stimmung und die tatsächlichen Probleme innerhalb der Belegschaft gar nicht mehr richtig mitbekommen.

Dazu kommt eine aus meiner Sicht teilweise sehr unterschiedliche Behandlung von Teams und Mitarbeitern. Wenn für manche andere Regeln gelten als für andere und nicht transparent erklärt wird, warum das so ist, entsteht zwangsläufig der Eindruck, dass nicht mit gleichen Maßstäben gearbeitet wird.

Ein Betriebsrat wäre aus meiner Sicht inzwischen wirklich sinnvoll. Gerade bei solchen Themen wäre eine unabhängige Interessenvertretung wichtig, damit Mitarbeiter nicht bei jedem Thema das Gefühl haben müssen, alleine dazustehen.

Was mich persönlich am meisten enttäuscht, ist die Entwicklung der letzten Zeit. Man hatte tatsächlich das Gefühl, dass es wieder besser werden könnte. Und dann kommt wieder etwas, das die Stimmung noch weiter verschlechtert.

Keiner hat mehr wirklich Bock, sich den Rücken krumm zu machen, wenn gleichzeitig immer mehr Belastung entsteht und immer weniger zurückkommt. Das ist meiner Meinung nach inzwischen eines der größten Probleme.

Und ganz ehrlich: Ich gehe davon aus, dass diese Bewertung vermutlich eh nicht lange online bleibt – so wie es bei anderen negativen bzw. kritischen Einträgen ebenfalls den Eindruck macht. Aber vielleicht sollte man sich irgendwann nicht mehr fragen, warum negative Bewertungen entstehen, sondern warum es überhaupt so viele Gründe dafür gibt.

Fazit: Die Mitarbeiter sind frustriert, die Motivation ist am Boden, Kollegen gehen und werden nicht ausreichend ersetzt. Gleichzeitig werden immer mehr Rahmenbedingungen infrage gestellt und das Unternehmen scheint sich strategisch immer weiter vom Kerngeschäft zu entfernen.

Aus meiner Sicht sollte die Führung endlich anfangen, sich mit der Realität innerhalb der Belegschaft auseinanderzusetzen.


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