Hohe Verantwortung ohne Struktur und ein sehr langwieriger Austrittsprozess
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gute Kollegen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fehlende Struktur, chaotische Abläufe, keine Work Life Balance, intransparente Entscheidungen in der Probezeit und ein extrem langsamer HR Prozess mit viel Hin und Her.
Verbesserungsvorschläge
Echtes Onboarding anbieten, klare Prozesse etablieren und Transparenz in der Kommunikation schaffen. Führungskräfte sollten Entscheidungen nachvollziehbar erklären und nicht kurzfristig begründen. Prozesse im HR Bereich müssen deutlich verlässlicher werden, denn ein "Halb"-Arbeitszeugnis 9 Monate nach dem Austritt zu erhalten ist für die berufliche Zukunft problematisch.
Arbeitsatmosphäre
Die technische Arbeit war interessant, doch die allgemeine Atmosphäre litt unter fehlendem Onboarding, chaotischen Prozessen und sehr langen Arbeitstagen. Das Büro hatte keinerlei Tageslicht und wirkte wie ein Raum ohne Bezug zur echten Welt. Auch die Geschlechterverteilung war extrem unausgeglichen, was den Gesamteindruck weiter verschlechterte.
Image
Nach außen modern und strukturiert, nach innen viele Brüche zwischen Anspruch und Realität.
Work-Life-Balance
Praktisch nicht vorhanden. Ich arbeitete oft zehn bis elf Stunden am Tag, auch wenn ich krank war oder Urlaub hatte. Überstunden waren selbstverständlich und wurden nicht ausgeglichen.
Karriere/Weiterbildung
Wenn du Zeit findest, den Kopf von der Arbeit zu heben, dann wirst du sehen... :-)
Gehalt/Benefits
Gehalt war tariflich solide. Karrierechancen waren schwer einzuschätzen, da Strukturen oft unklar waren.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen waren das Beste am Arbeitsplatz. Ich wurde persönlich gut aufgenommen. Der Zusammenhalt war stark und viele waren bemüht, trotz schwerer Strukturen gut zu arbeiten.
Vorgesetztenverhalten
Mein Teamleiter war freundlich, aber unerfahren. Fünf Monate lang gab es nur positives Feedback. Plötzlich, kurz vor Ende der Probezeit, änderte sich die ganze Haltung. Er erzählte mir Geschichten darüber, dass die Leitung mich nicht im Team haben wolle, aber dies geheim halten wolle. Die Situation wirkte konstruiert und unbegründet. Viele Kollegen erklärten es damit, dass nach der Einführung eines neuen CTO neue Budgetvorgaben kamen und Einsparungen notwendig wurden.
Arbeitsbedingungen
Kein Tageslicht, alte Räume, künstliches Licht wie in einem Keller. Technisch musste man sich vieles selbst erarbeiten, da ein Onboarding erst 5 Monate später stattfand und kaum hilfreich war.
Kommunikation
Am Anfang oft positiv und freundlich, aber gegen Ende der Probezeit wurde vieles intransparent. Plötzliche Richtungswechsel, widersprüchliche Aussagen und ein Teamleiter, der offensichtlich selbst unter Druck stand, machten den Prozess sehr belastend. Objektive Gründe für Entscheidungen wurden nicht klar kommuniziert.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren technisch anspruchsvoll. Ich hatte die Möglichkeit, viele Verbesserungen in den Bibliotheken vorzunehmen. Der Code war jedoch in einem sehr schlechten Zustand, und zwischen den Teams gab es keinerlei Koordination und keine Bereitschaft, Neues zu lernen und anzuwenden. Am Ende zwangen sie mich, an Systemen zu arbeiten, die wir gar nicht vereinbart hatten, offenbar um mich zum Kündigen zu bewegen.

