Gut am Arbeitgeber finde ich
- unter jungen Kollegen etabliert sich langsam eine fortschrittlichere Arbeitskultur und Einstellung zur Ausbildung, allerdings ist das bei diesen veralteten Strukturen ein Kampf gegen Windmühlen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- alle bereits oben genannten Punkte, zu viele um sie hier aufzuzählen
Verbesserungsvorschläge
- die Ausbildung mit der in anderen Unternehmen vergleichen
- mehr Respekt für Auszubildendende
- interessante und sinnvolle Aufgaben, die dem eigentlichen Ausbildungszweck dienen
- weniger "Sonderaufgaben" für Azubis
- bessere Kommunikation
- höhere Vergütung, vor allem im 1. AJ
Arbeitsatmosphäre
- die Arbeitsatmosphäre ist sehr angespannt, da einige Abteilungsleiter sehr cholerisch sind und Mitarbeiter schon öfter rausgemobbt wurden.
Jeder hat Angst vor den Abteilungsleitern und alteingesessenen Kollegen, die meinen, sie wären allmächtig, da sie in den Augen der Abteilungsleiter oft eine Sonderstellung inne haben.
- das Ausspionieren unter Kollegen ist in fast allen Abteilungen anzutreffen, da hier jeder für sich kämpft und kaum gegenseitige Unterstützung geboten wird.
- Mitarbeiter werden, auch Monate nach ihrem Ausscheiden, noch schlecht geredet
Karrierechancen
- es werden meist ein bis zwei Azubis pro Ausbildungsjahr übernommen, da die Fluktuation im Unternehmen aufgrund der beschriebenen Arbeitsbedingungen sehr hoch ist.
Inwiefern der Auswahlprozess abläuft, bzw Informationen über den Zwischenstand der Ausbildung und Verbesserungsvorschläge werden nicht mitgeteilt.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die Kommunikation in diesem Unternehmen auf sehr schlechtem Niveau ist.
Die Auswahl erfolgt häufig rein zufällig oder nach persönlichem Geschmack der Ausbildungsbeauftragten
Arbeitszeiten
- die Arbeitszeiten sind festgesetzt von:
-> 07:30 - 17:00 (Montag bis Donnerstag)
-> 07:30 - 12:45 (Freitag)
Gleitzeit wird nicht geboten
Ausbildungsvergütung
- 1.AJ: sehr niedrig
- 2.AJ: mittelmäßig
- 3.AJ: relativ hoch
Die Höhe der Ausbildungvergütung hängt hier sehr stark vom Ausbildungsjahr ab, allerdings ist sie im 1. AJ viel zu niedrig
Die Ausbilder
- Ausbilder verhalten sich teilweise auf Kleinkindniveau
- Gespräche über Leistungsstand etc. werden nicht durchgeführt
- Auszubildenden, die sich trauen, den Mund aufzumachen werden alle möglichen Steine in den Weg gelegt
Spaßfaktor
- Ausbildung besteht in den allermeisten Abteilungen lediglich aus Ablage oder "Dienstwegen" (Einkaufen, Tanken, Auto waschen, Post abholen und wegbringen etc)
Aufgaben/Tätigkeiten
- Die Aufgaben sind eintönig und haben mit einer Ausbildung und ihrem eigentlichen Zweck nichts zu tun. Es gibt 2-3 Abteilungen, die eine Ausbildung im eigentlichen Sinn durchführen, allerdings wird man in den restlichen lediglich wie ein bezahlter Praktikant behandelt
- insgesamt werden die Auszubildenden lediglich für körperlich anstrengende Arbeiten, wie z.B. Kisten ins Archiv schleppen, oder Aktenvernichtung verwendet.
- in einer Abteilung bestehen die Hauptaufgaben aus Ordnerrücken beschriften und Registern ausschneiden und bekleben, also Aufgaben, bei denen es mir schleierhaft ist, warum das Unternehmen mehr als den Hauptschulabschluss von den Azubis verlangt
- Zentraldienst (hier ersetzen Auszubildende regelmäßig die Sekretärinnen, da das Unternehmen hier Geld einspart)
- Post- und Bankfahrten (Post wird per Firmenwagen direkt in der Verteilstelle abgeholt, Dokumente persönlich auf die Bank bringen etc)
Variation
- Im Prinzip ist man in diesem Unternehmen nach spätestens 2 Monaten mit seiner "Ausbildung" fertig.
Die Aufgaben bleiben immer die Gleichen, wie bereits oben erwähnt.
Respekt
- die meisten Kollegen erscheinen im ersten Moment nett, allerdings wird hinter verschlossener Tür über alle Auszubildenden gelästert und je nach Geschmack auch mal ohne jeglichen Grund Beschwerde beim Ausbilder oder Abteilungsleiter vorgetragen.
Aufgrund der massiven Kommunikationsprobleme erfährt man von diesen Anschuldigungen häufig erst nach Wochen bzw bei mir, am Ende meiner Ausbildung
- die Abteilungsleiter, von zwei Ausnahmen abgesehen, behandeln die Azubis wie Müll.
Häufig schäuchen sie nach Lust und Laune nicht nur Azubis, sondern auch allgemein (junge) Angestellte herum und demonstrieren ihre Macht z.B. während Besprechungen vorm ganzen Team. In manchen Abteilungen werden Azubis, besonders von den Abteilungsleitern, nur als Kaffeekocher angesehen