Ich bin froh, dass ich dort weg bin
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Besonders problematisch empfand ich die sehr unterschiedliche Behandlung der Mitarbeitenden. Mitarbeitende, die bei der Geschäftsführung besonders beliebt waren, konnten sich im Umgang mit Kolleg*innen und gegenüber Klient*innen ein Verhalten erlauben, das als unangemessen und unprofessionell bezeichnet werden kann. Besonders auffällig war dabei, dass ein solches Verhalten von der Geschäftsführung offenbar entweder nicht wahrgenommen oder nicht als problematisch erkannt wurde und entsprechend keine Konsequenzen nach sich zog. Dadurch entstand bei mir der Eindruck, dass persönliche Sympathien die Wahrnehmung und Bewertung des Verhaltens einzelner Mitarbeitender erheblich beeinflussten, wodurch ein Ungleichgewicht innerhalb des Teams entstand.
Ansonsten:
Sehr starre, wenig zeitgemäße Unternehmensstrukturen:
- Flexible Arbeitsmodelle wie Gleitzeit oder Homeoffice werden nicht angeboten, auch wenn diese in bestimmten Situationen sinnvoll und zielführend wären.
- Bereits bei einer geringfügigen Verspätung muss man sich telefonisch melden, wobei entsprechende Informationen stets an die Geschäftsführung weitergegeben werden.
- Unprofessionelle, intransparente Kommunikation durch die Geschäftsführung: Bspw. kam es wiederholt vor, dass einzelne Teammitglieder in bestimmte Vorhaben oder Informationen einbezogen wurden, während andere Teammitglieder in vergleichbaren Positionen davon ausgeschlossen blieben. Auch hier spielten Sympathien maßgeblich hinein.
- Veraltete Ausstattung:
Fenster sind teilweise undicht und/oder nicht richtig zu öffnen/zu schließen, Rollos sind teilweise defekt, Schreibtischstühle entsprechen nicht den Anforderungen an einen ergonomisch gestalteten Arbeitsplatz. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass der Zustand und die Ausstattung der Arbeitsplätze den Anforderungen an einen zeitgemäßen Arbeits- und Gesundheitsschutz nicht ausreichend erfüllen konnte.