Leider wenig Wertschätzung und eine schwierige Führungskultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gut am Arbeitgeber finde ich vor allem die Work-Life-Balance. Durch die relativ flexible Möglichkeit, remote zu arbeiten, lässt sich der Arbeitsalltag gut mit dem Privatleben vereinbaren.
Auch die Zusammenarbeit unter den Kollegen war gut. Ich habe die Kollegen als hilfsbereit und kollegial erlebt und die Zusammenarbeit im Team hat grundsätzlich gut funktioniert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlecht finde ich vor allem die Führung und den Umgang von oben mit den Mitarbeitern. Ich habe den Umgang teilweise als sehr respektlos und unangenehm erlebt. Kritik wurde aus meiner Sicht nicht sachlich oder konstruktiv angesprochen, sondern teilweise in einem sehr lauten und vorwurfsvollen Ton.
Ein Beispiel war ein unangekündigter Call, in dem mir direkt vorgeworfen wurde, dass ich im Homeoffice angeblich nicht arbeiten und stattdessen private Dinge machen würde. Der Grund dafür war, dass ich meine Kamera nicht sofort einschalten konnte und ungefähr eine Minute gebraucht habe, um mich kamerabereit zu machen. Obwohl ich das erklärt habe, wurde dieser Vorwurf während des gesamten Gesprächs immer wieder aufgegriffen. Als ich versucht habe, während des Calls Rückfragen zu stellen bzw. meine Sicht zu erklären, wurde ich mehrfach unterbrochen und teilweise angeschrien.
Auch schon in meiner dritten Arbeitswoche gab es eine Situation mit der Kaffeemaschine im Büro. Ich war morgens als erste Person im Büro und wurde dafür lautstark kritisiert, dass ich die Kaffeemaschine nicht eingeschaltet hatte. Ich trinke selbst keinen Kaffee, wusste nicht, wie die Maschine funktioniert, und mir hatte auch niemand gesagt, dass das von mir erwartet wird. Trotzdem wurde mir anschließend gesagt, dass ich lernen müsse, die Maschine zu bedienen und zu reinigen, auch wenn ich sie selbst gar nicht benutze. Für mich war das gerade am Anfang, wo man sich eigentlich erst einmal wohlfühlen und in Ruhe einarbeiten sollte, eine sehr unnötige und unangenehme Situation.
Auch die Einarbeitung habe ich als sehr schlecht erlebt. Man wird meiner Erfahrung nach ziemlich ins kalte Wasser geschmissen und muss sich vieles selbst zusammensuchen und herausfinden. Gerade am Anfang hätte ich mir deutlich mehr Unterstützung, Struktur und eine vernünftige Einarbeitung gewünscht.
Auch die Gehälter empfinde ich als eher schlecht. Als ich das Thema angesprochen habe, hatte ich leider nicht das Gefühl, dass es ernst genommen wurde. Im Gegenteil, auf meine Anmerkung dazu wurde teilweise sogar gelacht. Das fand ich ziemlich enttäuschend und wenig wertschätzend.
Insgesamt hatte ich leider häufig das Gefühl, dass Wertschätzung, respektvoller Umgang und professionelle Kommunikation nicht den Stellenwert haben, den ich mir von einem Arbeitgeber wünschen würde.