Veraltete Strukturen, fehlende Führung und ungerechtes Arbeitsumfeld
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kostenlose Parkplätze, gratis Getränke, gratis Süssigkeiten
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dass -vermutlich die Geschäftsführung- noch nicht erkannt hat, dass gute, ehrliche, zuverlässige und engagierte Mitarbeiter ohne Krankheitstage das wichtigste Gut eines Unternehmens sind und dass das eigentliche Problem nur unterdrückt und nicht behoben wird, wenn man sich von den falschen Mitarbeitern trennt/die falschen Mitarbeiter verprellt.
Verbesserungsvorschläge
-Moderne, digitale Arbeitsmittel einführen
-Ungleichbehandlung und informelle Machtstrukturen abbauen
-Fluktuation analysieren und Ursachen aktiv angehen
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist angespannt und von Misstrauen geprägt. Kolleginnen spielen gezielt andere gegeneinander aus. Zum Lästern wird häufig das Archiv aufgesucht, um ungestört über andere zu sprechen. Wer Kritik äußert oder Missstände offen anspricht, verschwindet nicht selten bald darauf – durch Eigenkündigung oder auf andere Weise.
Image
Das Image des Unternehmens stimmt nicht mit der Realität überein. Es ist ein Kommen und Gehen. Intern bekannte Probleme werden nach außen nicht kommuniziert. Die extrem hohe Fluktuation spricht Bände: Die meisten Mitarbeitenden verlassen das Unternehmen innerhalb weniger Monate oder spätestens nach einem Jahr.
Wenn man in die Runde fragt was die Betriebszugehörigkeit angeht, spricht man fast nur von Monaten.
Work-Life-Balance
Trotz externer Kommunikation eines 2-Schicht-Systems gibt es intern vier unterschiedliche Schichten. Die fehlende Verlässlichkeit und Planbarkeit erschwert die Vereinbarkeit mit dem Privatleben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auf die Trennung von medizinischen Abfällen, Papier und dergleichen wird geachtet. Daher wenigstens 2 Sterne.
Karriere/Weiterbildung
Kein Arbeitgeber für Karrieremöglichkeiten. Wer vorübergehend unterkommen möchte/muss ist hier genau richtig.
Kollegenzusammenhalt
Statt echtem Zusammenhalt gibt es Grüppchenbildung und gezieltes Ausspielen einzelner Kolleginnen. Misstrauen ist weit verbreitet, offener Austausch wird vermieden. Für Lästereien wird gezielt das Archiv genutzt. Positiv ist, dass einzelne Kollegen/Kolleginnen dennoch hilfsbereit sind – sie bilden jedoch die Ausnahme.
Vorgesetztenverhalten
Führungskräfte greifen bei Problemen im Team selten ein. Enorme zwischenmenschliche Konflikte werden ignoriert oder verharmlost. Meine persönliche Wahrnehmung, dass einzelne Mitarbeitende mit engem Kontakt zur Leitung überproportionalen Einfluss auf Entscheidungen haben und ewigen Welpenschutz geniessen. Gleichbehandlung wird dadurch nicht gewährleistet. Wer den Mund aufmacht, muss mit Nachteilen rechnen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsprozesse sind extrem veraltet: Schränke und Lagerräume voller Papierakten und Excel dominieren den Alltag. Moderne IT-Systeme oder digitale Arbeitsweisen sind nicht vorhanden. Schreibtischstühle die sich mit Müh und Not in der Höhe verstellen lassen, keine höhenverstellbaren Tische - alles andere als ergonomische Arbeitsplätze. Mini Umkleideraum für alle Geschlechter, jeweils eine offizielle Toilette für jedes Geschlecht.
Kommunikation
Es gibt täglich eine Morgenbesprechung und zusätzlich eine kurze Übergabe an die Spätschicht.
Der Rest der Kommunikation erfolgt oft über inoffizielle Kanäle oder über den Flurfunk. Es gibt ein offizielles Handyverbot, das aber von fast niemandem eingehalten wird. Es gibt seit Monaten die Aufforderung der Führungskräfte, man möge doch bitte täglich die Aufgaben verteilen, was bis dato auch nicht ernst genommen und umgesetzt wird. Informationen werden selektiv verteilt, Kritik ist unerwünscht.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist durchschnittlich und kommt pünktlich, bis auf einmal Physio im Monat keine besonderen Sozialleistungen oder Benefits. Auch in diesem Bereich fehlt es an Transparenz und Entwicklungsmöglichkeiten.
Gleichberechtigung
Aus meiner persönlichen Wahrnehmung heraus wirkten Aufgabenverteilung und der Umgang mit Mitarbeitenden nicht immer vollständig transparent. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass neben fachlichen Aspekten auch andere Faktoren eine Rolle spielen könnten.
Interessante Aufgaben
Die täglichen Aufgaben sind nicht wirklich anspruchsvoll. Die Aufgabenverteilung ist unklar und Zuständigkeiten fehlen oft völlig. Viele arbeiten einfach „irgendwas“, Doppelarbeit und Chaos sind die Folge. Struktur und Verantwortungsbewusstsein fehlen weitgehend. Auf Entwicklungsmöglichkeiten hofft man hier vergebens.