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Blindeninstitutsstiftung
Bewertung

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Was ist ein Mensch wert ?

1,7
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Blindeninstitutsstiftung in Würzburg gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Der Mensch im Mittelpunkt - das gilt leider nicht mehr

Verbesserungsvorschläge

Ein grundlegendes Umdenken und eine wirkliche Wertschätzung der Bewohner und der Mitarbeiter sind Voraussetzung. Die Fluktuation der Mitarbeiter ist hoch, aber es wird sich auf die Schulter geklopft, weil einzelne(!) wiederkommen. Von den Bewohnern wurden bereits einige von ihren Angehörigen in anderen Einrichtungen untergebracht . Andere Angehörige haben entsprechende Äußerungen gemacht.
Aber das wird in der Leitungsebene offensichtlich nicht gesehen

Arbeitsatmosphäre

Die Wohngruppen des Erwachsenenbereichs sind aus Einsparungsgründen bewusst unterbesetzt . Über Stunden muss geplant alleine gearbeitet werden, sowohl Fachkräfte ,ungelernte Betreuungskräfte und Auszubildende Bei Krankheitsausfällen wird es extrem schwierig. Die Verantwortung für die oft schwerstbehinderten Menschen, sehr häufig mit Anfällen, liegt bei einem Mitarbeiter, der seine Augen nicht immer überall haben kann. Unter Zeitmangel, der Menge der Aufgaben und der ausufernden Dokumentiererei bleibt kaum Zeit für die anvertrauten Menschen, alles muss schnell und zügig passieren. Unter dem Druck steigt die Fehlerquote, was bei der Arbeit mit Menschen schwerwiegende Folgen haben kann

Image

sinkend
Intensive Öffentlichkeitsarbeit . Aber: nach außen hui ...

Work-Life-Balance

Man ist an vielen Tagen so ausgepowert, dass man nur nach seine Ruhe braucht

Karriere/Weiterbildung

Fortbildungen werden angeboten

Gehalt/Benefits

Tarif

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Blumenwiesen, Mülltrennung, ...
Dies sind aber heute Selbstverständlichkeiten

Kollegenzusammenhalt

Ohne ein Team, das sich gegenseitig stützt, bleibt eigentlich nur noch die Kündigung . Selbst in guten Teams, wie ich es hatte, steigen Spannungen

Umgang mit älteren Kollegen

Nach außen werden alle gleich behandelt. Ältere Mitarbeiter kommen jedoch unter den auch körperlich belastenden Tätigkeiten oft noch schneller an ihre Grenzen als jüngere. Allein im Dienst kann die Arbeit aber nicht aufgeteilt und damit eine kollegiale Rücksicht genommen werden, sie ist zu tun. Wer das nicht schafft, geht

Vorgesetztenverhalten

Leider muss ich einen Punkt geben.
Wie bei "Kommunikation" beschrieben, sind die Gruppenmitarbeiter fast nur noch Befehlsempfänger. Unbequeme Mitarbeiter, die Kritik äußern, werden offensichtlich (unter Angabe anderer Gründe) gegen ihren Willen versetzt

Arbeitsbedingungen

Siehe oben

Kommunikation

Kommunikation mit Vorgesetzten gibt es kaum mehr. Die Mitarbeiter in den Wohngruppen werden angewiesen und informiert, eine Zusammenarbeit findet kaum mehr statt

Gleichberechtigung

Die besteht zwischen Leitungsebene und Wohngruppe Mitarbeitern immer weniger

Interessante Aufgaben

Eigentlich stellt die Arbeit mit den Menschen in den Wohngruppen eine auch persönlich bereichernde Tätigkeit dar. Zeitmangel und der zunehmende Druck zermürben und frustrieren

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Arbeitgeber-Kommentar

Christina StengerReferentin Personalmarketing

Liebe Userin, lieber User,

vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Erfahrungen zu schildern. Auch wenn Ihre Rückmeldung sehr kritisch ist, schätzen wir es, dass Sie Ihre Perspektive mit uns teilen. Denn gerade auch kritische Stimmen bieten uns wichtige Impulse zur Weiterentwicklung.

Wir bedauern sehr, dass Sie Ihre Tätigkeit bei uns – trotz der grundsätzlich als bereichernd empfundenen Arbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern – so belastend erlebt haben. Dass Sie das Gefühl hatten, mit Ihren Anliegen nicht ausreichend gehört oder wertgeschätzt worden zu sein, nehmen wir sehr ernst. Denn vorweg möchten wir direkt Ihre Frage beantworten, was ein Mensch wert ist: Wie es im Satzungszweck und unserem Leitbild geschrieben steht, stehen in unserer täglichen Arbeit ganz klar und nach wie vor Menschen mit komplexen Behinderungen im Mittelpunkt unseres Handelns.

Zur angesprochenen Fluktuation möchten wir anmerken: Im bundesweiten Vergleich innerhalb der Sozial- und Pflegebranche liegt unsere Personalfluktuation am Blindeninstitut Würzburg im normalen Bereich. Gleichzeitig ist es uns ein wichtiges Anliegen, kontinuierlich an guten Rahmenbedingungen und einer stabilen Teamstruktur zu arbeiten – beispielsweise durch gezielte Personalentwicklung, Supervisionen sowie Maßnahmen zur Stärkung des Miteinanders.

Die von Ihnen beschriebene personelle Unterbesetzung möchten wir in aller Deutlichkeit einordnen: Selbstverständlich werden alle Gruppen nach gesetzlich vorgeschriebenen Fachkraftquoten sowie nach unserem internen Qualitätsanspruch geplant besetzt. Auch bei Ausfällen im Team setzen wir alles daran, kurzfristig geeignete Vertretungslösungen zu finden. Dabei ist uns bewusst, dass die Anforderungen im Alltag hoch sind – umso wichtiger ist uns ein offener Dialog, in dem Belastungen frühzeitig angesprochen werden können.

Wir würden uns freuen, wenn Sie – falls Sie dazu bereit sind – den direkten Austausch mit uns suchen. Wenden Sie sich hierzu gerne jederzeit an die Würzburger Institutsleiter Dr. Michael Weis und Matthias Rüth (institutsleitung-wuerzburg@blindeninstitut.de). Ihre Sichtweise ist uns nicht egal, im Gegenteil: Nur gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden können wir unsere Arbeit für die Menschen, die wir begleiten, stetig verbessern.

Ihnen wünschen wir privat und beruflich alles Gute.

Herzliche Grüße

Christina Stenger
Stiftungskommunikation, Referentin Personalmarketing

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.