An sich eine gute Wahl, jedoch machen einige Personen das Arbeiten zur Tortur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sicherer, relativ gut bezahlter Arbeitgeber, kein übermäßiges Arbeitspensum, Saubere und ordentliche Hallen, gute Materialversorgung, kein Jagen nach Schrauben und Co.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe oben, die Resignierten werden von den Ahnungslosen geführt.
Verbesserungsvorschläge
Karrieremenschen die nur hoch wollen so weit möglich den Riegel vorschieben, damit tut sich das Unternehmen keinen Gefallen. Das Werk wird als Durchlaufposten auf dem Lebenslauf gesehen. Es gibt oft keinerlei fachlich relevante Kenntnisse, das ist frustrierend für fähige Mitarbeiter, wenn sie Vorgesetzten widerholt Prozesse erklären müssen, unrealistische Forderungen gestellt bekommen, usw.
Außerdem begünstigt es, dass sich Leute durch persönliches Einkratzen hochziehen, obwohl sie menschlich und fachlich gänzlich ungeeignet sind. Oft wird Vorgesetzten gänzlich realitätsferner Kram vorgespielt, was durch fehlende Fachkenntnis nicht auffällt.
Warum nicht einfach wie früher von der Werkbank hoch befördern ?
Image
Ist halt BMW, bzw. eine Tochtergesellschaft, man arbeitet halt bei BMW, um die Entwicklung der Firma zu sehen brauch man kein Insider sein.
Work-Life-Balance
Zeitlich kann man sich sehr gut einigen, es gibt eine 35h Woche, in der Praxis arbeitet man 38h/wo und macht alle paar Wochen 1-2 Tage frei, was ich sogar besser finde als 7h pro Tag
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Firma macht die üblichen Umweltschutzmaßnahmen, sorgt sich um Mülltrennung und hat Bienenvölker auf dem Werksgelände
Karriere/Weiterbildung
Es wird direkt gesagt, das man Aufstiegsweiterbildungen nur für sich selber macht, selbst auf fachlich notwendige Bildungsmaßnahmen wie (Sicherheits-)Schulungen wartet man teilweise sehr lange, vieles fachliches wie Programme schreiben sollen im "Schneeballprinzip" verlaufen, heißt in der Praxis dass sich die Firma der Verantwortung entledigt. Es wird viel versprochen, und wenig geliefert.
Aufsteigen hängt mehr vom persönlichen Verhältnis zur Führung ab als von der Eignung, teilweise werden sogar Externe eingestellt, obwohl es intern geeignetere Kandidaten gegeben hätte.
Kollegenzusammenhalt
Alles in allem ist es ein gutes Auskommen, allerdings stechen sich die Schichten und Abteilungen oft untereinander, und wenn eine höhere Stelle frei wird, gibt es keine Freunde mehr.
Umgang mit älteren Kollegen
Die älteren Kollegen haben eine gewisse Narrenfreiheit, und können sich viele Sachen erlauben, die bei jüngeren nicht durchgehen würden.
Vorgesetztenverhalten
Je weiter man nach oben schaut, desto schlimmer wird es, Meister gehen idR. noch, Abteilungsleiter und aufwärts sind reine Karrieremenschen ohne jegliche Fachkenntnisse, Umgang mit den MA ist irgendwo zwischen "Warum läufts nicht noch besser ?" und schlecht gekünsteltem menschlichem Interesse.
Besondere Erwähnung sollten die "Fachspezialisten" finden, die oft sehr selbstsicher fachlich Falsches herausposaunen, und sich mit fremden Federn schmücken, um ihren Posten zu sichern.
Arbeitsbedingungen
Die Hallen sind sehr sauber, hell und ordentlich, die gestellte Kleidung ist recht bequem und zweckmäßig, nur im Sommer wird es teilweise drückend warm.
Kommunikation
Es wird vieles über einen hinweg entschieden, wenn die Obrigkeit oder ein Liebling selbiger eine Fluse im Kopf hat, gibt es Anweisungen, keine Fragen.
Gehalt/Benefits
Es wird nach IGM Tarif gezahlt, es gibt Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, wenn auch deutlich geringer als in den AG Werken.
Jedoch ist es sehr demoralisierend, wenn man sieht, was manche Leute für Lohngruppen haben, und ihre Arbeitsleistung mit der eigenen vergleicht. Bezahlung hat mit Kompetenz nichts zu tun.
Interessante Aufgaben
Absolut stumpfes Abfrühstücken, Einbringen eigener Ideen wird konsequent von Prozessverbesserern untergraben, da man sonst an ihrem bequemen Stuhl sägen würde.