Das Controlling der M GmbH: Ein Paradebeispiel für bürokratischen Leerlauf
Verbesserungsvorschläge
Das Controlling bei der M GmbH ist ein Paradebeispiel dafür, wie jahrelanger wirtschaftlicher Erfolg zu fetten, unproduktiven Strukturen führt. Wir haben uns in einer absurden Detailtiefe verloren, die keinerlei strategischen Nutzen mehr stiftet. Diese Detailwut dient ausschließlich der rituellen Selbstbeschäftigung der Organisation. Für den Kunden bringt dieser bürokratische Aufwand schon lange keinen Mehrwert mehr.
Würde man die Abteilung von heute auf morgen um die Hälfte reduzieren, liefe der Betrieb völlig ungestört weiter. Niemand würde den Unterschied überhaupt bemerken. Die vor über zehn Jahren eingeführte Teamstruktur ist komplett nutzlos und gehört augenblicklich abgeschafft. Wir berichten an Führungskräfte, die als reine „Postkästen“ fungieren. Sie nehmen unsere Arbeitsergebnisse entgegen und leiten sie eins zu eins an den Abteilungsleiter weiter. Es ist ein System, das keinerlei Wertschöpfung betreibt, sondern sich lediglich selbst am Leben erhält.
Dass die Fluktuation bei uns gegen null tendiert, liegt folglich keineswegs an einer inspirierenden Arbeitsatmosphäre. Es ist schlicht die logische Konsequenz einer absurd komfortablen Komfortzone. Nirgends sonst wird so wenig Leistung mit so viel Geld belohnt.