Firmenkultur, Gehalt und Entwicklungsmöglichkeiten leider alles nachgelassen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sozialleistungen noch immer gut (T-Zug, freie Tage für Kindererziehung, Flexibilität) und gute interne Möglichkeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es wird sich momentan zu viel auf die „aktuelle Lage in der Automobilbranche bezogen“ und dafür sämtliche Benefits gestrichen, jeder Aufwand und jede Überstunde verargumentiert, an Gehaltserhöhungen oder gute Leistungsbeurteilungen ist gar nicht zu denken. Gerade BMW steht im deutschen Vergleich noch sehr gut da und gerade in dieser Zeit des Umbruchs, in denen sich die Mitarbeiter alle mit unglaublichem Aufwand und Einsatz beteiligen, die sogenannte neue Klasse auf die Straße zu bringen, sollte man auch ein bisschen mehr an diese zurückgeben.
Verbesserungsvorschläge
Wieder mehr die BMW-Kultur leben. In Dingolfing funktioniert noch gut, was in München ein bisschen verloren geht. Umgang auf Augenhöhe, gegenseitiger Respekt und die sozialen Benefits sowie das freundschaftliche Miteinander haben die BMW Group lange Zeit zu einem der beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands gemacht. Darauf sollte man sich wieder mehr besinnen.
Arbeitsatmosphäre
Vor allem im Bereich der E-Mobilität viel Wandel und Bewegung. Leider daher auch immer mehr unfähige und überforderte Führungskräfte und folglich auch Mitarbeiter. Das BMW Arbeitsklima und die BMW Kultur hat in diesem Bereich stark nachgelassen.
Kommunikation
Regelmäßige Kommunikation der Unternehmensziele. Leider aber auch oft Zurückhaltung und Verschwiegenheit im direkten Bereich (warum machen wir gewisse Sachen, welche Ziele werden verfolgt).
Kollegenzusammenhalt
Im Regelfall immer noch sehr gut.
Work-Life-Balance
Wieder nur für den Bereich E-Mobilität. Hier wird momentan immer wieder auf den Wandel hingewiesen und dass man jetzt aufholen müsste, was in den letzten Jahren verschlafen wurde. Leider geht das sehr oft auf Kosten der Mitarbeiter in diesem Bereich, von denen nur gefordert wird und nicht viel zurückgegeben wird. Und wenn das heißt, dass man seit zwei Jahren jede Woche / jede zweite Woche für 60h/Woche im Ausland arbeitet, dann ist das eben notwendig.
Vorgesetztenverhalten
Wie oben bereits erwähnt, im Bereich Energiemodul leider sehr viele überforderte und unfähige / schnell hoch befördere Führungskräfte. Die „obere Ebene“ (ab Abteilungs- und Hauptabteilungsleiter) ist noch eher vernünftig und qualifiziert, die einzelnen Gruppenleiter aber teilweise eine komplette Katastrophe (kein Feedback, keine Mitarbeitergespräche, zu Terminen wird gar nicht oder verspätet erschienen, die Mitarbeiter werden schlecht geredet und mit Problemen braucht man gar nicht erst kommen. Es wird immer nur weiter gefordert und gefordert um die persönlichen oder unternehmerischen Ziele zu erreichen, zurückgegeben wird kaum etwas, Feedback oder gar Lob braucht man nicht zu erwarten).
Interessante Aufgaben
Schneller Wandel führt zu ständig neuen Aufgaben, wenig Standards Gestaltungsfreiraum.
Gleichberechtigung
Wird sehr großgeschrieben.
Umgang mit älteren Kollegen
Keine negativen Erfahrungen.
Arbeitsbedingungen
Ausstattung, Büros und Gebäude sind modern, alles auf gutem Niveau.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Lean, Green and Digital wird sich auf die Fahnen geschrieben
Gehalt/Benefits
Leider auch sehr rückläufig. Es wird ständig auf die momentan schwierige Situation in der Automobilbranche verwiesen und mit dieser Begründung Sozialleistungen gestrichen. Allein im letzten Jahr wurde die Weihnachtsgratifikation gekürzt, die Prämie für langjährige Mitarbeiter komplett gestrichen und auch die Erfolgsbeteiligung deutlich nach unten korrigiert. Auch beim Gehalt kann man vor allem im Raum München anderswo mittlerweile deutlich mehr verdienen. Alles in allem aber immer noch meckern auf hohem Niveau.
Image
Immer noch gut, wie oben bereits erwähnt aber ebenfalls rückläufig, aufgrund der vielen Streichungen/Kürzungen und der momentanen Situation.
Karriere/Weiterbildung
Leider auch durchwachsen. In gewissen Bereichen werden Personen befördert, die definitiv noch nicht die nötige Erfahrung haben (siehe Führungsverhalten), in anderen wiederum gibt es kaum Entwicklungsmöglichkeiten. Hängt leider auch sehr vom persönlichen Vorgesetzten ab, ob dieser einem Möglichkeiten gibt und einen entwickeln möchte. Ansonsten leider immer noch alles sehr viel mit Vitamin B verbunden.