Persönlich nicht zufrieden mit Compliance Abteilung.
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Homeoffice bis zum Anschlag
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
siehe entsprechende Felder
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht wäre es sinnvoll, insbesondere innerhalb der betroffenen Abteilung stärker auf Themen wie wertschätzende Führung, professionelle Kommunikation und den respektvollen Umgang miteinander zu achten. Entsprechende Schulungen oder Workshops zum Thema Anti-Mobbing und Führungskultur könnten dazu beitragen, das Arbeitsklima nachhaltig zu verbessern und Mitarbeitende besser zu schützen.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung innerhalb der Compliance Abteilung ist leider schlecht. Viele Mitarbeiter waren einfach nur frustriert und haben ihren Frust oft kundgegeben. Daher sehr hohe Fluktuation von Mitarbeitern. Fachlich starke Compliance Mitarbeiter verließen häufiger das Unternehmen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance habe ich sehr unterschiedlich wahrgenommen. Sie hing aus meiner Sicht stark davon ab, wie hoch die individuelle Leistungsbereitschaft und fachliche Verantwortung innerhalb des Teams waren.
Besonders engagierte und fachlich sehr starke Mitarbeitende übernahmen nach meiner Beobachtung oft einen überproportional großen Anteil der täglichen Aufgaben und trugen damit einen wesentlichen Teil der Teamarbeit. Für diese Personen war eine ausgewogene Work-Life-Balance aus meiner Sicht nur stark eingeschränkt gegeben.
Bei Führungskräften entstand dagegen teilweise der Eindruck, dass ihre Arbeitsbelastung im operativen Tagesgeschäft geringer bis kaum vorhanden war, da sie nicht in gleichem Umfang in das reguläre Tagesgeschäft eingebunden waren. Dadurch wirkte die Work-Life-Balance in diesen Positionen nach meinem Empfinden deutlich ausgeglichener.
Karriere/Weiterbildung
Aus meiner Sicht waren die Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten im Unternehmen stark begrenzt. Weiterbildungsmaßnahmen und Schulungen wurden zwar grundsätzlich angeboten, mussten jedoch häufig aktiv und mit Nachdruck eingefordert werden. Dabei wurde oft auf " budget restrictions" verwiesen.
Auch bei internen Veranstaltungen wie der Weihnachtsfeier hatte ich den Eindruck, dass stark auf Kosten geachtet wurde, was sich nach meinem Empfinden negativ auf die Atmosphäre und den Zusammenhalt ausgewirkt hat. Die Weihnachtsferiern fanden sehr spartanisch statt wirkten nach meinem Eindruck von Jahr zu Jahr einfacher und weniger wertschätzend organisiert. Grund seien hier auch Kosteneinsparungen.
Kollegenzusammenhalt
Ein Kollegenzusammenhalt war aus meiner Sicht kaum vorhanden. Der Fokus lag oftmals eher auf individuellen Interessen als auf gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamer Zusammenarbeit. Zudem bildeten sich aus meiner Sicht immer wieder kleinere Gruppen, innerhalb derer Informationen informell weitergegeben wurden. Dies förderte den bereits ausgeprägten „Flurfunk“ und trug nicht zu einer offenen und vertrauensvollen Unternehmenskultur bei.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten habe ich häufig als wenig professionell und nicht immer transparent erlebt. Bei Beförderungen schien aus meiner Sicht oftmals das persönliche Verhältnis zu Führungskräften oder anderen Entscheidungsträgern eine größere Rolle zu spielen als fachliche Qualifikationen oder bisherige Leistungen.
In Bezug auf die Vergütung gab es neben tariflich vorgesehenen Anpassungen nur begrenzte Möglichkeiten für zusätzliche Gehaltserhöhungen. Daher ist es aus meiner Sicht besonders wichtig, bereits beim Einstieg ein angemessenes Gehalt zu verhandeln.
Arbeitsbedingungen
Es kommen leider sehr wenige Mitarbeiter ins Office. Meist kommen die Kollegen an festgelegten Teamtagen. Dann ist das Büro aber plötzlich rappelvoll, weil die meisten Teams ihren "Teamday" Mittwochs bzw. Donnerstags haben. An den übrigen Wochentagen war das Büro m. Empfindens nach wie leergefegt.
Kommunikation
Statt offizieller Kommunikation verbreiteten sich Neuigkeiten oft über den sogenannten „Flurfunk“. Nicht selten erfuhr man auf diesem Weg bereits von Informationen, bevor diese von den zuständigen Führungskräften kommuniziert wurden.
Ich hatte den Eindruck, dass auch vertrauliche beziehungsweise private Informationen unter Kolleginnen und Kollegen schnell die Runde machten, was ich als unprofessionell empfunden habe.
Gehalt/Benefits
Es ist wichtig sein Gehalt gut auszuhandeln bei Beginn der Beschäftigung, weil es abgesehen von tariflichen Sprüngen keine besonderen Gehaltserhöhungen gibt.
Gleichberechtigung
Leider kam es seitens einzelner (weiblicher) Führungskräfte (aus den versch. Standorten, also der Standort Nürnberg inbegriffen) aus meiner Wahrnehmung zu einem Umgang mit Mitarbeitenden, den ich als unangemessen und als Mobbing empfunden habe.

