Stagnation in veralteten Mustern - Außen hui, innen ...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Bereitstellung und der reibungslose Ablauf bezüglich des Dienstwagens stellten den einzigen positiven Aspekt dar.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Anachronistische Führungsstrukturen und ein unprofessioneller, respektloser Umgangston.
Ineffiziente, fragmentierte Softwarelandschaft, die zu Produktivitätsverlust führt.
Substandart-Ausrüstung
Verbesserungsvorschläge
Schult die Führungskräfte im regionalen Service, damit sie professionell und respektvoll mit den Mitarbeitern kommunizieren. Haltlose Verdächtigungen und Anschuldigungen ohne Beweise müssen aufhören.
Nutzt endlich die vorhandene SAP-Schnittstelle richtig aus. Der ineffiziente Flickenteppich aus unzähligen Apps, Excel-Tabellen und Programmen frisst nur wertvolle Arbeitszeit, die den Technikern an der Maschine fehlt.
Wer hochwertige Großanlagen im Millionenwert baut, muss den Technikern auch das passende Profiwerkzeug an die Hand geben. Mit primitivem Werkzeug kommt man hier nicht weit.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre im Unternehmen ist stark von Misstrauen und einer spürbaren Hierarchie von oben herab geprägt. Neue Mitarbeiter, selbst wenn sie langjährige Berufserfahrung mitbrignen, werden nicht wertgeschätzt, sondern wie Azubis im ersten Lehrjahr behandelt. Es herrscht eine Kultur der Bevorzugung von altgedienten Mitarbeiteren, während bei kritischen oder neuen Angestellten mit zweierlei Maß gemessen wird. Das Arbeitsklima ist emotional belastend.
Image
Nach außen hin versucht die Firma glänzend dazustehen, aber die Realität sieht anders aus. Das Image ist intern bei den Mitarbeitern und auch draußen bei Kunden ziemlich angeknackst. Das Chaos bei der Verwaltung und die schlechte Ausrüstung der Techniker fallen irgendwann auch den Kunden im Alltag auf.
Karriere/Weiterbildung
Richtige Weiterbildung sucht man hier vergeblich. Auf dem Papier werden zwar Schulungen für die verschiedenen Maschinenmodelle angeboten, aber in der Realität finden diese nur extrem selten statt. Wenn man dann mal eine Schulung bekommt, ist sie total trocken, theoretisch und bringt einen für die tatsächliche Praxis an der Maschine so gut wie nichts.
Gehalt/Benefits
Wenn man sich in der Branche umschaut, ist das für einen erfahrenen Servicetechniker leider unteres Mittelfeld. Für die Verantwortung die man trägt und den Stress ist das einfach zu wenig.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Grenzwertig.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt eine deutliche Zweiklassengesellschaft. Ein konstruktiver Austausch ist schwierig, da unreflektierte Anpassung und Konformismus gefördert wird und grobe Verfehlungen im Team bewusst weggeschaut werden. Die Zusammenarbeit mit der Entwicklung gestaltet sich aufgrund ausgeprägter Arroganz einiger der dortigen Ingenieure als mühsam.
Vorgesetztenverhalten
Die Führung im regionalen Service lässt jegliche Professionalität und zeitgemäße Führungskompetenz vermissen. Statt Rückendeckung und konstruktiver Führung erlebt man als Techniker unberechtigte Anschuldigungen (wie haltlose Vorwürfe von Arbeitszeitbetrug und Diebstahl) sowie einen herabwürdigenden, teils lautstarken Tonfall. Fehlverhalten bestimmter Mitarbeiter wird ignoriert, während andere systematisch schikaniert werden.
Arbeitsbedingungen
Die technische Ausrüstung steht in keinem Verhältnis zum Wert der Maschinen. An millionenschweren, riesigen Anlagen wird man mit primitivstem Standartwerkzeug (einfache Inbus- und Maulschlüssel) losgeschickt. Die IT Infrastruktur ist ein administrativer Albtraum. Obwohl eine SAP-Schnittstelle vorhanden ist, die die Verwaltung zentralisieren könnte, wird ein ineffizienter Flickenteppich aus MS Excel, Access, Teams, Jira und unzähligen weiteren Apps genutzt zu denen auch stetig weitere dazukommen. Als Tehcniker verbringt man mehr Zeit mit dem Verwalten dieses Service Chaos auf Smartphone und Laptop als mit der eigentlichen Arbeit.
Gleichberechtigung
Langjährige Mitarbeiter genießen absolute Narrenfreiheit, selbst bei gravierendem Fehlverhalten. Neue Kollegen mit Erfahrung werden dagegen von oben herab behandelt und nicht ernst genommen.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit an den Großanlagen an sich wäre durch die Konstruktionszeichnungen und das Ersatzteilprogramm gut strukturiert, wird aber durch das administrative Chaos und die schlechte Werkzeugausrüstung komplett ausgebremst.