Sehr unzufrieden mit Arbeitsbedingungen, Führung und Wertschätzung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben sind die pünktliche und zuverlässige Gehaltszahlung sowie die verlässliche Auszahlung des Gehalts.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Negativ finde ich fast alles: die Arbeitsbedingungen, die Kommunikation, die Führung, die Organisation, die Wertschätzung und den Umgang mit den Mitarbeitenden. Insgesamt war ich mit dem Arbeitgeber sehr unzufrieden.
Verbesserungsvorschläge
Wichtige Schritte wären aus meiner Sicht:
- Reduzierung unnötiger Dokumentationen und wiederkehrender Auswertungen
-realistische und nachvollziehbare Ziele
-mehr Vertrauen und Eigenverantwortung
-regelmäßiges, konstruktives Feedback
-praxisnahe Schulungen mit konkreten Ergebnissen
-ein offener Austausch zwischen den Teams
-transparente und faire Gehaltsstrukturen
-bessere Entwicklungsperspektiven und nachvollziehbare Aufstiegsmöglichkeiten
-gezielte Unterstützung bei der beruflichen Weiterentwicklung
-eine Führungskultur (AM), die Mitarbeiter motiviert, unterstützt und wertschätzt, nicht per Diktiertgerät sogar belanglose Gespräche für Protokolle im Anschluss festhält!
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war aus meiner Sicht häufig von Leistungsdruck, hohen Erwartungen und zahlreichen Vorgaben geprägt. Neben den eigentlichen Aufgaben kamen regelmäßig zusätzliche organisatorische Tätigkeiten und Dokumentationspflichten hinzu. Dadurch blieb weniger Zeit für die Kundenbetreuung, die Arbeit auf der Verkaufsfläche und den konstruktiven Austausch untereinander.
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Neben den eigentlichen Aufgaben kamen regelmäßig zusätzliche organisatorische Tätigkeiten und umfangreiche Dokumentationspflichten hinzu. Dadurch entstand zunehmend der Eindruck, dass die Tätigkeit stärker von Büroarbeit, Protokollen und schriftlichen Nachweisen geprägt war als von der eigentlichen Kundenbetreuung und der Arbeit auf der Verkaufsfläche. Der damit verbundene Aufwand erschwerte es, sich auf die im Arbeitsvertrag vorgesehenen Kernaufgaben zu konzentrieren.
Viele Mitarbeiter empfanden den Anspruch, gleichzeitig Kundenberater, Verkäufer, Organisator, Dokumentationskraft und Ansprechpartner für unterschiedlichste Themen zu sein, als sehr hoch. Es entstand teilweise das Gefühl, allen Anforderungen gleichzeitig gerecht werden zu müssen und dabei ständig weitere Rollen übernehmen zu sollen. Wenn dies nicht vollständig gelang, wurde die Leistung aus meiner Sicht schnell kritisch bewertet.
Diese Situation führte zu Unzufriedenheit und belastete teilweise auch die Stimmung innerhalb der Teams. Über den hohen Druck, die zahlreichen Protokolle und die zusätzlichen Aufgaben wurde untereinander viel gesprochen. Teilweise bekamen auch Kunden diese angespannte Atmosphäre mit.
Work-Life-Balance
Ebenso wären transparentere Gehaltsstrukturen, mehr Austausch zwischen den Teams und eine Führungskultur, die Mitarbeiter motiviert und unterstützt, anstatt hauptsächlich Druck aufzubauen. Eine bessere Personalplanung, eine faire Aufgabenverteilung und die konsequente Einhaltung von Pausen könnten zusätzlich zu einer besseren Work-Life-Balance beitragen.
Die Work-Life-Balance war insgesamt zufriedenstellend. Urlaubswünsche und persönliche Bedürfnisse wurden bei der Dienstplanung berücksichtigt, sodass eine gewisse Planbarkeit des Privatlebens gegeben war. Dennoch könnten eine frühzeitigere Dienstplanung und eine noch bessere Abstimmung der Arbeitszeiten dazu beitragen, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben weiter zu verbessern.
Karriere/Weiterbildung
Auf Grundlage meiner Erfahrungen würde ich den Arbeitgeber nicht weiterempfehlen. Trotz des positiven Zusammenhalts im direkten Team überwogen für mich die Kritikpunkte bei Leistungsdruck, Kommunikation und Wertschätzung. Auch im Bereich Karriere und Weiterbildung fehlten mir klare Entwicklungsperspektiven, transparente Aufstiegsmöglichkeiten und gezielte Unterstützung bei der beruflichen Weiterentwicklung. Ich würde mich daher nicht erneut für eine Tätigkeit dort entscheiden.
Gehalt/Benefits
Zusätzliche Benefits sollten breiter und gerechter gestaltet werden. Neben Sport- und Fitnessangeboten könnten beispielsweise Zuschüsse zu Fahrtkosten, einer BahnCard oder öffentlichen Verkehrsmitteln geprüft werden. Verbindliche Maßnahmen für Vielfalt, Gleichberechtigung und den Schutz vor finanzieller Benachteiligung könnten zusätzlich dazu beitragen, dass sich alle Mitarbeiter respektiert, sicher und gleichberechtigt fühlen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Beim Umweltbewusstsein gibt es noch Verbesserungsbedarf. Im Arbeitsalltag fielen durch zahlreiche Dokumentationen, Ausdrucke und Protokolle immer wieder größere Mengen Papier an. Eine stärkere Digitalisierung und ein bewussterer Umgang mit Papier und Verbrauchsmaterialien könnten dazu beitragen, Müll zu reduzieren, Ressourcen zu schonen und Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten.
Auch soziale Verantwortung sollte im täglichen Miteinander sichtbar werden. Dazu gehören transparente Arbeitsbedingungen, faire und nachvollziehbare Gehaltsstrukturen, gleiche Entwicklungsmöglichkeiten sowie ein respektvoller Umgang mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, Hintergründen, Fähigkeiten und Arbeitsweisen.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im direkten Team war überwiegend positiv. Gleichzeitig fehlten aus meiner Sicht teilweise ein offener Austausch zwischen den Teams und eine Zusammenarbeit, bei der gemeinsame Lösungen stärker im Vordergrund stehen.
Leistungskennzahlen, Vergleiche und die Erfüllung von Vorgaben nahmen einen hohen Stellenwert ein. Mehr Vertrauen, Unterstützung und eine lösungsorientierte Führung würden dem Arbeitsklima guttun.
Umgang mit älteren Kollegen
Auch der Umgang mit älteren und langjährigen Kollegen war im direkten Team korrekt und respektvoll. Ihre Erfahrung und ihr Wissen wurden grundsätzlich anerkannt und in die Zusammenarbeit einbezogen. Gleichzeitig sollte darauf geachtet werden, dass ältere Mitarbeiter nicht aufgrund ihres Alters unterschätzt, von Entwicklungsmöglichkeiten ausgeschlossen oder mit Vorurteilen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit beurteilt werden. Ein wertschätzender Umgang bedeutet, die individuellen Fähigkeiten und Beiträge aller Kollegen unabhängig vom Alter anzuerkennen.
Dies galt nach meiner Wahrnehmung ebenfalls für die Zusammenarbeit mit anderen Teams. Problematisch war jedoch, dass Mitarbeiter, die bereits viele Jahre im Unternehmen tätig waren, finanziell teilweise schlechter dastanden als neu eingestellte Kollegen. Die Anpassung der Gehälter an die aktuelle Situation verlief sehr langsam, was bei langjährigen Mitarbeitern verständlicherweise zu Frustration und dem Gefühl mangelnder Wertschätzung führen konnte.
Vorgesetztenverhalten
Die Unterschiede zwischen der unterstützenden Führung unserer Store Managerin und dem aus meiner Sicht deutlich härteren, weniger differenzierten Führungsverhalten der Area Managerin sollten ernst genommen werden. Führungskräfte sollten Mitarbeiter nicht pauschal beurteilen, sondern die tatsächlichen Bedingungen vor Ort berücksichtigen. Ebenso wichtig wären transparente Entscheidungen, nachvollziehbare Bewertungen und ein respektvoller Umgang ohne den Eindruck von Bevorzugung aufgrund persönlicher Beziehungen.
Statt hauptsächlich Druck aufzubauen, sollte Führung Orientierung geben, zuhören, unterstützen und gemeinsam mit den Teams nach Lösungen suchen. Eine freundliche Fassade allein ersetzt keine faire und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Arbeitsbedingungen
Der Arbeitsplatz war meist zentral gelegen und dadurch grundsätzlich gut erreichbar. Allerdings war er nicht immer mit allen Verkehrsmitteln problemlos zu erreichen. Die vorhandenen Parkplätze waren häufig bereits belegt, sodass teilweise auf ein Parkdeck ausgewichen werden musste. Dafür entstanden zusätzliche Kosten, da die Parkmöglichkeiten nicht überall kostenlos waren. Insgesamt war der Arbeitsplatz dennoch grundsätzlich erreichbar.
Kommunikation
Klare Standards und eine professionelle Kundenbetreuung sind wichtig. Allerdings sollten Mitarbeiter auch ihre Persönlichkeit einbringen können, ohne sich durch zu viele Vorgaben eingeschränkt zu fühlen.
Weniger Bürokratie und mehr Eigenverantwortung könnten den Arbeitsalltag deutlich verbessern. Die Arbeitsbedingungen vor Ort waren grundsätzlich in Ordnung. Kleinere organisatorische oder technische Probleme ließen sich meist beheben, und Pausen waren grundsätzlich möglich.
Gleichberechtigung
Ebenso wären transparentere Gehaltsstrukturen und eine deutlich schnellere Anpassung der Gehälter langjähriger Mitarbeiter. Statt den Schwerpunkt vor allem auf weitere Store-Eröffnungen zu legen, sollte stärker auf die bestehenden Mitarbeiter, ihre Motivation und ihre langfristige Bindung an das Unternehmen geachtet werden. Mehr Austausch zwischen den Teams und eine Führungskultur, die Mitarbeiter motiviert und unterstützt, anstatt hauptsächlich Druck aufzubauen, wären ebenfalls wichtig. Verbindliche Maßnahmen für Vielfalt, Gleichberechtigung und den Schutz vor Benachteiligung könnten zusätzlich dazu beitragen, dass sich alle Mitarbeiter respektiert, sicher und gleichberechtigt fühlen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben im Arbeitsalltag waren sehr vielfältig und abwechslungsreich. Neben der Kundenberatung und dem Verkauf gehörten auch zahlreiche organisatorische und kreative Tätigkeiten zum Aufgabenbereich.
Dazu zählten unter anderem die Bewertung und Bearbeitung von Kundenanfragen, Eintragungen und Dokumentationen, die Gestaltung des Stores sowie die Planung und Umsetzung von Gruppengestaltungen. Auch das Erstellen und Anpassen von Karten, Kundenanrufe und weitere kommunikative Aufgaben waren Bestandteil der täglichen Arbeit.
Darüber hinaus gehörten das Auspacken und Verräumen neuer Ware, die Storereinigung, die Gestaltung von Wänden und Verkaufsflächen sowie die Vorbereitung verschiedener Aktionen zu den Aufgaben. Auch das Kassieren und die Abwicklung von Verkäufen waren wichtige Bestandteile des Arbeitsalltags.
Zusätzlich wurden Wochenberichte erstellt und weitere organisatorische Aufgaben übernommen. Insgesamt war das Tätigkeitsfeld sehr umfangreich und bot viele unterschiedliche Aufgabenbereiche. Dadurch konnte man verschiedene Fähigkeiten einbringen und immer wieder neue Erfahrungen sammeln.

