Gute Rahmenbedingungen treffen auf Defizite bei der Unterstützung durch Erfahrene
Arbeitsatmosphäre
Ich empfand die Arbeitsatmosphäre insgesamt nicht schlecht. Aus meiner Sicht war Sie deutlich von Kommunikationsproblemen, Hierarchiedenken und fehlender Unterstützung geprägt. Die positive Work-Life-Balance und das faire Gehalt haben den Gesamteindruck für mich verbessert, konnten die zwischenmenschlichen und organisatorischen Schwächen jedoch nur teilweise ausgleichen.
Kommunikation
Ich empfand die Einarbeitung als etwas schwach, da meiner Meinung nach die Einarbeitungsmotivation der Kollegen nicht vorhanden war. Ich hatte den Eindruck, dass es unterschiedliche Auffassungen zum Beispiel bei der Erfassung von Leistungen in SAP zu Missverständnissen führte. Außerdem nahm ich wahr, dass Rückfragen oft erst in der nächsten Morgenrunde beantwortet, wurden da bis dahin niemand erreichbar war. Positiv empfand ich die kooperativen Kolleginnen und Kollegen sowie die Meetings, in denen aus meiner Sicht gemeinsam gute Lösungen gefunden wurden.
Kollegenzusammenhalt
Ich habe den Kollegenzusammenhalt als wechselhaft empfunden. . Ich habe den Umgang mit älteren Kollegen als herausfordernd empfunden. Sie galten als erfahrene Ansprechpartner und wurden respektiert. Den Ton habe ich oft belehrend oder gereizt empfunden. Sie wirkten schnell genervt von Rückfragen und erklärten Dinge nur ungern oder einmalig. Als jüngere Mitarbeiter war es schwer, sich Gehör zu verschaffen. Mit den jüngeren Kollegen war der Austausch dagegen meist angenehm und unterstützend.
Work-Life-Balance
Homeoffice war problemlos möglich, und es gab große Flexibilität, was Arbeitsort und -zeit betraf.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten meines Vorgesetzten habe ich teilweise als schwierig empfunden. Er wirkte auf mich häufig überheblich und wenig selbstreflektiert und äußerte sich meiner Meinung nach zu abfällig über andere Abteilungen. Besonders gegen Ende meines Praktikums kam es zu Meinungsverschiedenheiten bzgl. Des Zeugnisses, die unnötig eskalierten und den Gesamteindruck stark beeinträchtigt haben. Andererseits hat er mich ins Team geholt und mir die Praktikumsstelle anvertraut, was ich sehr schätze.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben empfand ich als überwiegend administrative SAP-Tätigkeiten und einfache Beschaffungsaufgaben. Etwas Abwechslung gab es zwar durch kleinere Projekte, aber insgesamt fehlte es an inhaltlicher Tiefe. ich empfand es so, dass Nachverhandlungen zwar zu meinen Aufgaben gehörten, Praktikanten diese offiziell jedoch nicht durchführen durften. Dabei hatte ich den Eindruck, dass mein Name im System durch den eines Einkäufers ersetzt wurde, was für mich etwas unfair und wie eine Grauzone wirkte.
Gleichberechtigung
Ich habe das Thema Gleichberechtigung als schwierig empfunden. Ich hatte oft das Gefühl, als Praktikant mehr Aufgaben übernehmen zu müssen, während zb. Werkstudenten mehr Freiheiten genossen. Ich fühlte ich mich im Vergleich zu einigen Kollegen wie das „fünfte Rad am Wagen“.
Arbeitsbedingungen
Ich habe die Arbeitsatmosphäre weder gut noch schlecht empfunden. Die technische Ausstattung war in Ordnung, und das Homeoffice funktionierte reibungslos. Allerdings erschwerte die eher knappe Einarbeitung und begrenzte Unterstützung bei Unklarheiten den Einstieg.
Gehalt/Benefits
Ich habe das Gehalt für ein Praktikum als sehr fair vergütet empfunden, was ich als positives Zeichen der Wertschätzung sehe.
Image
Es handelt sich um eine renommierte Firma mit gutem Ruf, die sich im Lebenslauf positiv hervorhebt. Mein persönlicher Eindruck im Arbeitsalltag wich jedoch etwas vom äußeren Erscheinungsbild ab. Ich bin aber dankbar für diese Erfahrung.


