Vom top Arbeitgeber zu einer ganz normalen Firma
Gut am Arbeitgeber finde ich
Image, Gehalt, internationale Teams
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- die sog. "Bosch Familie" & Politik des Personalabbaus
- Unrealistische Erwartungen der Führungskräfte
- Umstrukturierung des Unternehmens auf Kosten der MItarbeiter
Verbesserungsvorschläge
Genauer hinschauen, was Mitarbeiter brauchen, um bei Aufgaben erfolgreich zu sein.
Kompetenzen weitergeben, um Abhängigkeiten von 1-2 experten abzubauen
Führungskräfte müssen zeigen, dass sie vor allem hinter dem Team stehen und bei Unzufriedenheiten von oben nicht sofort bereit sind Kollegen unter ständigen Druck zu setzen
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre war überhaupt nicht das, was ich bei so einem Unternehmen, wie Bosch erwartet habe. Toxische Vorgesetzten / Experten werden geschützt und können einiges sagen / tun, was man bei anderen als problematisch bezeichnen würde. Die Bosch Familie, von der man so gerne gesprochen hat, existierte in meiner Erfahrung nicht.
Image
Das ist wo Bosch aktuell noch punktet. Die Produkte sind in der Automobilbranche noch sehr gut
Work-Life-Balance
Flexible Arbeitszeiten sind gegeben. Allerdings wurde ich mehrmals von Führungskräften gefragt, meine Urlaubspläne zu schieben.
Gehalt/Benefits
Noch ganz gut, da guter IGM Tarif mit regelmäßigen sonderzahlungen
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein angeblich gemeinnütziges Unternehmen ist nicht wirklich gemeinnützig, wenn es einen massiven Stellenabbau betreibt und unter
Kollegenzusammenhalt
Treamevents werden nicht finanziert. Man zahlt aus der eigenen Tasche, um Interessen des Unternehmens zu unterstützen
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere experten werden besser behandelt, als die neue Generation. Auch erfahrene Kollegen, die über 20 Jahre bei Bosch tätig waren, sind vom Stellenabbau betroffen.
Vorgesetztenverhalten
Vorgesetzte forderten daneben Abarbeitung von Aufgaben auf Expertenniveau von Berufseinsteigern. Nehmen sich aber nicht die Zeit, um diese Kompetenzen bei entsprechenden Mitarbeitern proaktiv aufzubauen. Man wird ins "kalte Wasser" geschmissen und es wird dann passiv zugeschaut, ob man schwimmt.
Führungskräfte halten sich nicht an Termine, die vereinbart wurden.
Bei mir war mein Vorgesetzter immer spät und dann kamen üblicherweise Ausreden ohne Entschuldigungen, wie z.B. "ich habe keine Zeit, können wir dies innerhalb von 15 Minuten abschließen?"
Schließlich ist es gewollt, dass man sich an andere Kollegen wendet, die in der Regel mit eigenen Arbeitspaketen überflutet sind und nicht für dein Projekt zuständig sind.
Arbeitsbedingungen
Home-Office wurde zunehmend abgeschafft.
Unser Büro ist aus Bietigheim nach Abstatt umgezogen, wodurch der Arbeitsweg für viele Kollegen deutlich länger wurde. Die Kompensationspakete waren dabei minimal und entsprechen nicht dem Mehraufwand beim Arbeitsweg.
Dies schränkte auch die flexible arbeitszeiten ein. Wenn man um 9 im Büro war, konnte man oft keinen Arbeitsplatz finden.
Kommunikation
Ebenfalls ziemlich unbefriedigend. Es gibt meetings, wo allgemeine Neuigkeiten kommuniziert werden, aber Führungskräfte kommunizieren wenig vom Projekt, die dich direkt beeinflussen, wodurch manviele Themen eher zufällig bei Terminen mitkriegt. Wenn man nicht immer proaktiv fragt, bekommt man wenig mit
Gleichberechtigung
Kollegen, die bessere Beziehungen mit der Führungskraft aufbauen, bekommen mehr chancen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben an sich sind interessant, da man in Technisch anspruchsvollen Aufgabenbereichen die zukunft mitgestalten kann.


