Starkes IT-Team fängt schwierige Zeiten am Standort auf
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Teamzusammenhalt und die direkte Führung sind herausragend. Man hat echten Gestaltungsspielraum bei den Aufgaben, die Homeoffice-Regelung ist sehr gut und die Vergütung nach IGM-Tarif stimmt. Trotz schwieriger Zeiten am Standort hält das Team zusammen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der massive Stellenabbau drückt die Stimmung am gesamten Standort. Oft sind es gerade die Leistungsträger und zukunftsrelevanten Mitarbeiter, die das Abfindungsangebot annehmen. Karriereförderung und Weiterbildung kommen zu kurz, Leistung über die Stellenbeschreibung hinaus wird kaum honoriert. Die Arbeitszeitmodelle sind zu starr und Vertretungen oft nicht gewährleistet.
Verbesserungsvorschläge
Beim Stellenabbau gezielter darauf achten, zukunftsrelevante Mitarbeiter und Leistungsträger zu halten. Mehr in die Entwicklung der eigenen Mitarbeiter investieren. Flexiblere Arbeitszeitmodelle anbieten und Vertretungsregelungen verbessern.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung am Standort ist durch den laufenden Stellenabbau merklich angespannt. Das geht auch an unserem IT-Team nicht spurlos vorbei, wird aber durch einen starken Zusammenhalt und gute Zusammenarbeit abgefedert. Man merkt trotzdem, dass die Unsicherheit an vielen Kollegen nagt.
Kommunikation
Innerhalb der Abteilung läuft die Kommunikation sehr gut und transparent. Darüber hinaus sind die Wege oft umständlich und bürokratisch. Wer sich ein persönliches Netzwerk aufgebaut hat, kommt deutlich schneller ans Ziel.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Team ist herausragend. Jeder hilft jedem, die Kommunikation ist offen und ehrlich. Niemand ruht sich auf Kosten anderer aus - alle ziehen an einem Strang. So wünscht man sich das.
Work-Life-Balance
Drei Tage Homeoffice pro Woche sind super. Allerdings fallen regelmäßig Überstunden an, die wieder abgebaut werden müssen - auszahlen ist nicht möglich. Vertretungen sind oft nicht gewährleistet. Die Arbeitszeitmodelle sind insgesamt starr, durch die aktuelle Situation wurden zudem alle 40-Stunden-Verträge auf 35 Stunden reduziert.
Vorgesetztenverhalten
Hier kann ich wirklich nichts Negatives anmerken. Mein direkter Vorgesetzter führt mit Kompetenz und auf Augenhöhe - der beste Chef, den ich in meiner bisherigen Laufbahn hatte. Auch die Abteilungsleitung überzeugt mit klarer Führung.
Interessante Aufgaben
Man hat viel Gestaltungsspielraum bei den eigenen Aufgaben - nicht immer sofort, aber mittelfristig ist vieles möglich. Die Arbeit ist abwechslungsreich und auch bei der Ausrichtung der angebotenen Services kann das Team aktiv mitgestalten.
Gleichberechtigung
Aus meiner Sicht wird Gleichberechtigung hier gelebt. Bei gleicher Qualifikation und gleichem Engagement werden alle fair behandelt - unabhängig vom Geschlecht.
Umgang mit älteren Kollegen
Vorbildlich. Erfahrung wird wertgeschätzt und ältere Kollegen sind voll ins Team integriert.
Arbeitsbedingungen
Ausstattung und Arbeitsbedingungen sind sehr gut. Ein eigenes Teambüro sorgt dafür, dass man immer zusammensitzt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Bosch ist als Konzern seit 2020 klimaneutral an allen Standorten weltweit. Am Standort selbst bekommt man davon im Alltag wenig mit, aber das Engagement auf Unternehmensebene ist glaubwürdig.
Gehalt/Sozialleistungen
IGM-Tarif mit soliden Sozialleistungen - da kann man wirklich nicht meckern. Die Vergütung ist fair und liegt im Branchenvergleich auf einem sehr guten Niveau.
Image
Das Image von Bosch ist nach außen nach wie vor sehr gut. Intern bröckelt es allerdings, weil die hohen Bosch-Grundsätze durch den harten Wettbewerbsdruck zunehmend schwer einzuhalten sind - und das spüren die Mitarbeiter.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung beschränkt sich oft auf Pflichtschulungen und kleinere Webinare. Wirklich karrierefördernde Maßnahmen sind selten. Ohne Aufnahme in einen Talentpool oder einen Vorgesetzten, der aktiv fördert, sind die Aufstiegsmöglichkeiten begrenzt. Leistung über die Stellenbeschreibung hinaus wird zudem selten honoriert.


