"Feel Good"-Philosophie kommt im Store nicht an. Sachliche Bewertung eines Orts. (Empfehlung fürs Unternehmen an sich)
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die hochwertige Mode und die treuen Kunden.
Die moderne technische Ausstattung im Store.
Die 38 Urlaubstage.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das toxische Klima durch den extremen Kennzahlen-Druck.
Mangelnde Empathie der Führung bei Krankheit oder Verletzung.
Das Lästern und die Gerüchteküche im Team.
Verbesserungsvorschläge
Weg vom reinen Kennzahlen-Kampf hin zu echter Teamarbeit.
Respektieren von Krankmeldungen ohne psychischen Druck.
Absolute Null-Toleranz für abfällige Kommentare über Kunden oder Kollegen. Zur Philosophie "Feel Good" stehen in den Bereichen.
Fairere und flexiblere Gestaltung und Planungssicherheit, auch für Mitarbeiter ohne schulpflichtige Kinder.
Arbeitsatmosphäre
Die Kunden sind herzlich, höflich und individuell, was den Arbeitsalltag rettet. Intern ist die Stimmung jedoch extrem angespannt. Der Druck, monatliche Kennzahlen zu erreichen führt zu einem ungesunden Wettbewerb.
Kommunikation
Technisch gesehen funktioniert die Kommunikation gut. Man erreicht andere Abteilungen und die zentralen Abteilungen schnell per E-Mail oder Telefon.
Allerdings mangelt es an der zwischenmenschlichen Kommunikation im Store: Anstatt Probleme direkt anzusprechen, wird viel hinter dem Rücken gelästert oder es werden Unwahrheiten verbreitet, um andere in ein schlechtes Licht zu rücken.
Kollegenzusammenhalt
Leider ein "Ellenbogen-Team" statt Teamgefühl. Verkäufe werden teilweise unter fremden Namen verbucht, um die eigenen Zahlen zu schönen. Es wird viel hinter dem Rücken gelästert und Unwahrheiten über Kollegen verbreitet. Ein loyales Miteinander fehlt leider sehr.
Work-Life-Balance
Positiv: Kurzfristige Wünsche werden oft berücksichtigt.
Negativ: Die Urlaubsplanung ist sehr unflexibel (starre Urlaubssperre im Dezember; kaum gleichzeitiger Urlaub, auch bei Teilzeitkräften; Bevorzugung bestimmter Gruppen; extrem Schwankende Zeiten zb. 8-18, 12-17 bei Events bis 21).
Besonders kritisch: Hoher Druck im Krankheitsfall. Man bekommt ein schlechtes Gewissen eingeredet, was dazu führt, dass man sich selbst mit Verletzungen oder Krankheit zur Arbeit schleppt(ungedankt), um das Team nicht im Stich zu lassen. Kurzfristige Planänderung (keine 24h) und Überstunden auch nach Ladenschluss werden als selbstverständliche "Flexibilität" erwartet.
Vorgesetztenverhalten
Die Kommunikation ist fachlich okay, aber menschlich schwierig. Es mangelt an Respekt gegenüber Kunden (abfällige Bemerkungen über das Aussehen/Gewicht nach dem Beratungsgespräch oder nebenbei zu Kollegen) und an Wertschätzung gegenüber dem Einsatz der Mitarbeiter.
Interessante Aufgaben
Die individuelle Outfit-Beratung macht großen Spaß. Die Kollektionen sind hochwertig und die Arbeit mit den Kunden ist sehr bereichernd. Wer Mode liebt und gerne berät, findet hier ein tolles Produkt und gute Hardware.
Gleichberechtigung
Hier punktet das Unternehmen. Es arbeiten viele Frauen und verschiedenen Altersgruppen zusammen was positiv hervorzuheben ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Team ist altersgemischt (auch 40 und 60 Jahren). Grundsätzlich wird die Erfahrung der älteren Kollegen geschätzt und sie sind voll in den Arbeitsalltag integriert.
Arbeitsbedingungen
Getränke wie Kaffee und Wasser werden gestellt. Hardware ist top. Reparaturen werden schnell erledigt.
Einziges Manko: Die Treppen in Stores sollten für den Arbeitsschutz dringend ausgebessert werden und wer bei einer 6 Std-Schicht wegen Kundenberatung 15 Minuten länger bleibt, bekommt diese Zeit oft automatisch als Pause abgezogen. Das ist demotivierend.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Brax achtet bei der Produktion auf Wasserersparnis (H2O) und Karton-Recycling im Versand. Im Versand könnte jedoch noch mehr Plastik eingespart werden oder auf Plastikersatzprodukte gesetzt werden.
Gehalt/Sozialleistungen
Positiv sind 2 Extratage Urlaub, die Abschlagszahlungen, ÖPNV-Zuschüsse und Rabatte. Das Grundgehalt und das Weihnachtsgeld könnten jedoch attraktiver ausfallen, gemessen am Verkaufsdruck.
Image
Brax präsentiert sich nach außen als modernes, werteorientiertes Familienunternehmen. Dieses Image wird durch die hochwertige Mode und das Fernhalten von negativ belasteten Personen des öffentlichen Lebens gestützt.
Im Store bröckelt die Fassade jedoch gewaltig, wenn Kunden nach dem Kauf aufgrund ihres Gewichts oder Aussehens hinterrücks beleidigt werden. Das passt absolut nicht zum Premium-Image der Marke. Bodyshaming ist keins der Wertvorstellungen von Brax, das sollte eventuell nochmal weiter gegeben werden.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt zwar monatliche Updates und theoretische Stellenausschreibungen, aber in der Praxis werden einem bei internen Wechselwünschen auch Steine in den Weg gelegt.


