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Leineweber 
GmbH 
& 
Co. 
KG
Bewertung

Enttäuschende Erfahrung – mangelnde Professionalität und unklare Entscheidungsprozesse

1,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Beschaffung / Einkauf bei Leineweber GmbH & Co. KG in Herford gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Nach nur rund sieben Wochen Beschäftigung in der Probezeit wurde mir überraschend gekündigt, ohne vorherige Feedbackgespräche, Zielvereinbarungen oder Hinweise auf Verbesserungspotenzial. Das Kündigungsgespräch erfolgte abrupt; die HR-Abteilung wurde vermutlich erst am selben Tag informiert, und auch Kolleginnen und Kollegen, die meine Einarbeitung begleitet hatten oder meine Arbeit realistisch hätten beurteilen können, wurden nicht in den Entscheidungsprozess einbezogen. Schriftlich erhielt ich die Kündigung mit sofortiger Freistellung, mündlich wurde mir geraten, am Folgetag nicht mehr zu erscheinen. Mir wurde zudem keine Möglichkeit gegeben, mich von der E-Commerce-Abteilung oder anderen Kolleginnen und Kollegen angemessen zu verabschieden. Dieser Ablauf wirkte unkoordiniert und hinterlässt einen negativen Eindruck hinsichtlich der internen Prozesse und des Umgangs mit Mitarbeitenden.

Verbesserungsvorschläge

Strukturierte Einarbeitung: Einführung eines klaren Onboarding-Prozesses mit definierten Feedbackgesprächen und Zielvereinbarungen, um neue
Mitarbeitende systematisch einzuarbeiten.

Transparente Kommunikation: Sicherstellung regelmäßiger, klarer und nachvollziehbarer Informationsweitergabe, um Missverständnisse zu vermeiden.

Feedback- und Entwicklungskultur: Etablierung eines konstruktiven Feedbacksystems sowie Förderung von Eigeninitiative und Ideen der Mitarbeitenden.

Arbeitsprozesse modernisieren: Nutzung effizienter Tools und Automatisierungen, um wiederholte manuelle Tätigkeiten zu reduzieren und Prozesse zu beschleunigen.

Umgang mit Vielfalt: Sensibilisierung für respektvollen und diskriminierungssensiblen Umgang mit Mitarbeitenden, insbesondere in Bezug auf persönliche Themen wie Religion, Herkunft oder familiären Hintergrund.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre im Team war zu Beginn freundlich und offen, wandelte sich jedoch im Verlauf merklich. Während einzelne Kolleginnen hilfsbereit und unterstützend waren, entstand zunehmend ein Klima der Unsicherheit und des Misstrauens. Offene Kommunikation oder konstruktives Feedback fehlten weitgehend, stattdessen herrschte eine unausgesprochene Spannung im Alltag. Insgesamt entstand kein stabiles oder vertrauensvolles Arbeitsumfeld.

Image

Das Unternehmen vermittelt nach außen einen professionellen und etablierten Eindruck. Positiv hervorzuheben ist, dass es unabhängig von Fremdkapital zu sein scheint und wirtschaftlich solide aufgestellt ist, was die wahrgenommene Stabilität unterstreicht. Die internen Erfahrungen, insbesondere im Umgang mit Mitarbeitenden und in der Umsetzung von Prozessen, standen jedoch teilweise im Widerspruch zu diesem äußeren Eindruck.

Work-Life-Balance

Die Arbeitszeiten waren grundsätzlich fair gestaltet. Positiv war, dass freitags bereits um 13:00 Uhr Feierabend war. Allerdings wurde dieser Vorteil dadurch relativiert, dass unter der Woche regelmäßig Überstunden anfielen, um das Pensum zu schaffen. Insgesamt war die Work-Life-Balance akzeptabel, aber nicht so ausgeglichen, wie sie zunächst wirkte.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Während meiner Beschäftigungszeit gab es keine erkennbaren Initiativen oder Maßnahmen, die auf Umwelt- oder Sozialbewusstsein des Unternehmens hinwiesen. Der Umgang mit Ressourcen, insbesondere der hohe Papierverbrauch, ließ hier Verbesserungspotenzial erkennen.

Karriere/Weiterbildung

Die Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung und beruflichen Weiterbildung erschienen begrenzt. Neue Ideen oder Vorschläge für Prozessoptimierungen wurden zwar grundsätzlich anerkannt, in der Praxis jedoch selten umgesetzt. Eine klare Perspektive für Aufstieg oder gezielte Förderung innerhalb des Unternehmens konnte ich während meiner kurzen Beschäftigungszeit nicht erkennen.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt im Team war unterschiedlich ausgeprägt. Einige Kolleginnen verhielten sich kollegial und unterstützend, während andere Distanz suchten und eher konkurrierend agierten. Teilweise wurde hinter dem Rücken über Mitarbeitende gesprochen, was das Vertrauen im Team spürbar beeinträchtigte. Ein echtes Wir-Gefühl konnte sich dadurch nicht entwickeln.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten war überwiegend passiv. Klare Führung, regelmäßiges Feedback oder aktive Unterstützung bei der Einarbeitung fehlten. Entscheidungen wirkten teilweise unkoordiniert und wurden ohne nachvollziehbare Begründung getroffen. Eine echte Mitarbeiterführung oder Förderung war nicht erkennbar.

Arbeitsbedingungen

Die technischen und organisatorischen Arbeitsbedingungen waren grundsätzlich ausreichend, um die Aufgaben zu erfüllen. Allerdings wurde im Arbeitsalltag viel Papier genutzt, was aus umwelttechnischer Sicht kritisch ist. Hinweise auf nachhaltige oder soziale Initiativen des Unternehmens waren während meiner kurzen Beschäftigungszeit nicht erkennbar.

Kommunikation

Die interne Kommunikation war unstrukturiert und häufig widersprüchlich. Feedbackgespräche fanden nicht wie geplant statt. Insgesamt fehlte eine klare, transparente und respektvolle Kommunikationskultur.

Gehalt/Benefits

Die Vergütung orientierte sich grundsätzlich an den tariflichen Vorgaben der Textilbranche. Bei der ersten Abrechnung wurde eine vereinbarte Zusatzleistung nicht berücksichtigt, was nach interner Rücksprache jedoch korrigiert wurde.

Gleichberechtigung

Im Bereich Gleichberechtigung zeigte sich aus meiner Sicht ein Defizit im professionellen Umgang mit Vielfalt. Bereits in meiner ersten Woche wurde ich von einer Kollegin mehrfach zu persönlichen Themen befragt – unter anderem zu meiner Religionszugehörigkeit, meiner Herkunft und meinem familiären Hintergrund. Solche Fragen sind im beruflichen Kontext weder relevant noch angemessen und deuten auf fehlendes Bewusstsein für diskriminierungssensible Kommunikation hin.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben boten grundsätzlich Potenzial, waren jedoch in der Umsetzung stark veraltet. Daten wurden in Excel noch manuell Zelle für Zelle gepflegt, ohne Nutzung effizienter Funktionen oder automatisierter Prozesse. Innovationen und Optimierungsvorschläge wurden zwar oberflächlich begrüßt, in der Praxis jedoch nicht umgesetzt. Dadurch wirkten die Abläufe unnötig aufwendig und wenig zeitgemäß.

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Arbeitgeber-Kommentar

Christiane Höke, Employer Marketing Manager
Christiane HökeEmployer Marketing Manager

Liebe ehemalige Angestellte,
Sie waren nur wenige Wochen bei uns beschäftigt.
Eine Probezeit ist für beide Seiten eine Phase des gegenseitigen Kennenlernens. Entscheidungen in dieser Zeit basieren auf klaren Einschätzungen, auch zu Leistung und Zusammenarbeit.

Viele, der von Ihnen angesprochenen Punkte schätzen unsere Mitarbeitende, als auch die anderen 187 Bewertungen anders ein als Sie.
Vielleicht war dies auch der Grund, weshalb sich unsere Wege getrennt haben.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie mit einer positiven Einstellung und Engagement Ihre Zukunft erfolgreich gestalten.

Viele Grüße,
Christiane Höke

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