Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Wertschätzung der Leistung ist sehr überdurchschnittlich. Wenn man aus der Masse heraussticht, wird man schnell wahrgenommen und mit Lob beinahe überschüttetet.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Steile Hirarchien, veraltetes Equipment, wenig Teambuilding. Leider ein Paradebeispiel für eine Personalpolitik, die meiner Meinung nach der Vergangenheit angehört.
Verbesserungsvorschläge
Sich im Verwaltungsbereich der modernen Geschäftswelt öffnen. Es wird offensichtlich kein Wert darauf gelegt, gute Mitarbeiter dort anzulocken. Aber auch ohne viel Geld oder Priorität kann man viel modernisieren.
Zumindest ein wenig Geld für Teambuilding in die Hand nehmen, wenn die Zeiten nach Corona wieder besser sind.
Arbeitsatmosphäre
Das ist der Hauptkritikpunkt. Absolute Hirarchie im extremsten Ausmaß. Als Person aus dem IT-Umfeld habe ich mich nicht wohl gefühlt. Andere mögen schillernde Luxushotel sehen. Wenn man ein traditionsbewusstes Unternehmen der alten Schule sucht, ist das Brenners die richtige Adresse. Wenn man dynamische Prozesse, flache Hirarchien und ein modernes Umfeld schätzt, dann nicht.
Work-Life-Balance
Home-Office wurde selbst für Mitarbeiter mit kind während Corona untersagt. Jede kleinste Pause muss erfasst werden. Führt zu einer einseitigen Belastung. Fällt die Pause zu kurz aus, wird natürlich von gesetzes Wegen hinzugerechnet.
Karriere/Weiterbildung
Ich hatte sehr intensive Weiterbildung erwartet, wenn man die leistungsstärksten Hochschulabsolventen zum Branchenmindestlohn anstellt. Der Nutzen war aber sehr einseitig. Im Endeffekt habe ich dann andere Mitarbeiter geschult...
Gehalt/Benefits
Hängt mit dem Programm zusammen, das ich durch die Oetkergruppe absolviert habe.
Ansonsten starkes Gehaltsgefälle. Der Mitarbeiterparkplatz muss pro Stunde, wenn auch vergünstigt, selbst bezahlt werden. Bei Führungskräften sieht das durch Dienstwagen meines Wissens nach anders aus. Lt. Flurfunk sind auch kostenlose Kleidungsreinigungen da inklusive.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird sich Mühe gegeben. Die Luxushotellerie ist aber schlicht eine Branche, die nunmal auf intensiven Ressourceneinsatz (böse Zungen sagen Verschwendung) baut. Der Gast steht über allem, alles weitere sehr weit dahinter.
Kollegenzusammenhalt
Durchwachsen. Ich empfand, dass es in der Finanzabteilung eine ziemlich starke "Lagerbildung" mit teils beinahe offenen Konflikten gab. Innerhalb der Lager und auch teilweise zwischen den Lagern gab es aber eine gute Atmosphäre.
Es kann allerdings nicht sein, dass der eine Teil der Abteilung wortlos zum Verabschiedungsfrühstück einer Kollegin geht und der andere Teil unwissend da bleibt.
Vorgesetztenverhalten
Zeit war leider mangelware. Zum Glück konnte ich selbstständig arbeiten. Das kann man aber von einem "normalen" Praktikant nicht erwarten und wurde vor Start auch nicht erwartet.
Arbeitsbedingungen
Die Büros ähnelten einem Karbelsalat. 4:3 Bildschirme in heutiger Zeit sprechen für sich und sehr langsame PCs machen die Arbeit zur chronischen Geduldsprobe. Equipment wird nach Hirarchie, nicht nach Rechenbedarf der Aufgaben verteilt.
Kommunikation
Der neue GM scheint meinem subjektiven empfinden sehr viel Schwung (im positiven Sinne) in die unternehmensweite Kommunikation zu bringen. Innerhalb der Abteilung war die Kommunikation okay, aber ausbaufähig. Gerade die Zeit vor Corona ist leider ein negativbeispiel. Der Praktikant sollte meiner Meinung nach nicht als Erster von Kurzarbeit und Schließung erfahren, sondern alle Mitarbeiter gleichzeitig.
Interessante Aufgaben
Ich konnte meine Aufgaben zu einem ordentlichen Teil selbst gestalten. Ich wurde interdisziplinar hauptsächlich im Controlling, aber auch Sales und HR eingesetzt.