Solider Arbeitgeber mit Verbesserungspotenzial
Gut am Arbeitgeber finde ich
- viele coole und kompetente Kollegen
- Fitnessraum und Massagemöglichkeit
- Pausenraum mit gut gefülltem Snackautomaten, wenn der Hunger nagt
- Vision und Ideen
- Teamevents
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- dass an Mitarbeitern festgehalten wird, die trotz wiederholter negativer Auswirkungen auf das Betriebsklima weiterhin im Unternehmen verbleiben
Verbesserungsvorschläge
Weiter an Transparenz und Fairness arbeiten, Sorgen und Vorschläge der Mitarbeiter ernst nehmen.
Arbeitsatmosphäre
Das Unternehmen bemüht sich, ein angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen und setzt auf viele weiche Faktoren, um den Wohlfühlfaktor zu erhöhen. Dennoch wurden einige Entscheidungen getroffen, die nur schwer nachvollziehbar waren – mit der Folge, dass gerade fähige und engagierte Mitarbeitende das Unternehmen verlassen haben.
Image
Mittlerweile ist es nicht einfach, das Unternehmen – besonders in der Region – mit einem durchweg positiven Image darzustellen. Die hohe Fluktuation, insbesondere in einigen Abteilungen, spricht für sich. Oft war sie weniger durch äußere Faktoren bedingt, sondern vielmehr durch den internen Umgang in den betroffenen Teams. Das trägt weiterhin zur Herausforderung bei, ein stabiles und positives Image aufzubauen.
Gegenüber den Kunden hingegen genießt das Unternehmen ein sehr gutes Ansehen, was vor allem an der hohen Qualität der Produkte und Dienstleistungen liegt.
Work-Life-Balance
Es gibt Ansätze zur Flexibilität, jedoch variiert die tatsächliche Umsetzung je nach Abteilung. Urlaubsplanung war unkompliziert.
Die Gleitzeitregelung war wenig flexibel – besonders die 15-Minuten-Regel sorgte eher für Frust als für eine moderne Arbeitszeitgestaltung.
Homeoffice war ausschließlich bestimmten Positionen vorbehalten, insbesondere Leitungsfunktionen oder Rollen, die als besonders relevant eingestuft wurden. Also eher weniger zeitgemäß für Stellen in Marketing, Grafik und Software.
Gehalt/Benefits
Die angebotenen Zusatzleistungen wie Fitnessraum, Sportkurse, Benefitpass, Zuzahlung zur Massage und sogar Blumen zum Geburtstag waren schöne Gesten. Allerdings konnten sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Gehalt mit der Inflation nicht wirklich Schritt hielt. Bei Nachfragen zu Gehaltserhöhungen wurde man zuletzt oft auf die Zukunft vertröstet. Zudem wurden in Gehaltsentwicklungsgesprächen plötzlich kleine Mängel als Begründung für eine ausbleibende Erhöhung angeführt – Mängel, die zuvor in Feedbackgesprächen nie zur Sprache kamen.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt hing stark von der Abteilung und den einzelnen Personen ab. Persönlich hatte ich ein gutes Verhältnis zu den meisten Kollegen, und es sind sogar Freundschaften entstanden. Allerdings bekam man immer wieder mit, dass hinter den Kulissen nicht immer alles harmonisch lief. Manche Dynamiken sorgten eher für Kopfschütteln als für ein echtes Miteinander.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungskräfte war stark personen- und abteilungsabhängig. Die meisten verhielten sich menschlich korrekt und freundlich. Allerdings gab es auch Fälle, in denen Verantwortung gerne nach unten delegiert wurde – mit dem Gefühl, dass sich manche Führungskräfte ein wenig zu sehr auf ihre Teams verließen. Immerhin ist der Großteil vom Fach und kompetent.
Arbeitsbedingungen
Die Büros und die technische Ausstattung waren grundsätzlich in Ordnung. Allerdings wurde bei der Software oft an den falschen Stellen gespart – insbesondere bei Lizenzen, was die Arbeit teilweise unnötig erschwerte.
Kommunikation
Es gab viele Meetings, deren Inhalt oft auch in einer kurzen Mail hätte vermittelt werden können. Gleichzeitig hatte man als Mitarbeiter dennoch oft das Gefühl, über wirklich wichtige Themen nicht ausreichend informiert zu sein.
Positiv: Intranet, mit dem man oft spät, aber immerhin abteilungsübergreifend und allgemein die Firma betreffend informiert wurde.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren abwechslungsreich, wenn auch mit einem gewissen Wiederholungsfaktor. Dank unterstützender Software funktionierte die Arbeitsaufteilung unter den Kollegen meist reibungslos, was die Zusammenarbeit erleichterte.