Nicht für Entrepreneure, sondern für Beratertypen – mit schwacher Bezahlung und fragwürdiger Reputation
Gut am Arbeitgeber finde ich
* Einige Kolleg:innen sind fachlich stark und bemühen sich wirklich, etwas zu bewegen.
* Die Büro-Location ist top, modern und zentral gelegen.
* Die Partner sind renommiert – auch wenn deren tatsächlicher Beitrag zu Projekten oft überschaubar bleibt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
* Bridgemaker ist heute keine Venture- oder Company-Building-Firma mehr, sondern im Kern eine Innovationsberatung. Für unternehmerisch denkende Personen ist das Umfeld daher eher ungeeignet – es geht nicht um das Entwickeln oder Umsetzen von Geschäftsideen, sondern um Beratungsarbeit für Großunternehmen.
* Das Gehalt ist deutlich unterdurchschnittlich. Mit Masterabschluss einer renommierten Universität und sechs Jahren Berufserfahrung lag mein Gehalt bei 60.000 €, was laut HR sogar als „großzügig“ galt.
* Die Reputation im Arbeitsmarkt ist schwach. In Bewerbungsgesprächen danach wurde Bridgemaker mehrfach kritisch gesehen – unter anderem von Gründern und Investoren (inkl. von Portfolioscaleups von Project A), die das Geschäftsmodell als problematisch empfanden.
* Karriereentwicklung verläuft sehr langsam: Jede Stufe (z. B. VA, SVA) hat interne Zwischenlevel, und Beförderungen erfolgen selten, da finanzielle Mittel offenbar begrenzt sind.
* Das Team besteht überwiegend aus privilegierten Deutschen, teils mit bekannten Familiennamen. Man merkt deutlich, dass es ein enges Netzwerk gibt, in das man als Außenstehender kaum hineinkommt. Vielfalt oder internationale Perspektiven fehlen fast vollständig – Auslandserfahrung beschränkt sich meist auf die typischen „Alibiunis“ wie Copenhagen Business School, Maastricht, Nova oder Católica. Echte unternehmerische Erfahrung oder kulturelle Offenheit sucht man im Team leider weitgehend vergeblich.
Verbesserungsvorschläge
* Offener und ehrlicher kommunizieren – sowohl im Bewerbungsprozess als auch im Alltag.
* Unternehmerisches Denken und echte Ownership fördern, statt reiner Präsentationslogik.
* Faire Bezahlung und transparente Beförderungskriterien schaffen.
* Mehr Vielfalt und Offenheit im Team – kulturell wie fachlich.
Arbeitsatmosphäre
Eher kühl. Offene Kritik wird ungern gehört, Feedback kommt meist erst, wenn es zu spät ist.
Kommunikation
Kaum strukturierte Kommunikation, Entscheidungen werden oft kurzfristig und intransparent getroffen.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt einige nette Kolleg:innen, aber insgesamt kämpft jeder für sich. Wirkliches Teamgefühl entsteht selten.
Work-Life-Balance
Arbeitszeiten sind fair.
Vorgesetztenverhalten
Nicht in Ordnung
Interessante Aufgaben
Kommt sehr auf das Projekt an – manche sind spannend, andere wirken künstlich konstruiert.
Arbeitsbedingungen
Sehr schönes, modernes Büro in zentraler Lage. Technische Ausstattung ist top.
Gehalt/Benefits
Leider nicht marktgerecht.
Image
Eher schwach – vielen ist Bridgemaker gar kein Begriff, und wer es kennt, äußert sich oft kritisch. In Gesprächen mit anderen Unternehmen wurden das Geschäftsmodell, aber auch ehemalige Mitarbeiter, mehrfach negativ wahrgenommen.
Karriere/Weiterbildung
Der Aufstieg dauert lange. Jede Position (z. B. Venture Architect, Senior Venture Architect) ist intern nochmals in drei Unterstufen aufgeteilt. Beförderungen sind selten, da Budgets knapp sind.