Brunel GmbH als Arbeitgeber

Brunel GmbH

Klingt in Vorstellungsgespräch besser, als es dann tatsächlich ist..

3,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Brunel in Bremen gearbeitet.

Wofür möchtest du deinen Arbeitgeber im Umgang mit der Corona-Situation loben?

Mittlerweile größtenteils Home Office genehmigt, aber nur mit eigenen Laptops..

Wo siehst du Chancen für deinen Arbeitgeber mit der Corona-Situation besser umzugehen?

-Veranstaltungen wie das Kick-Off dieses Jahr, als das Virus gerade ausbrach, absagen oder anders organisieren und keinen 500-Personen-Austausch in einem einzigen Raum machen...(siehe oben)
-Probezeitkündigung vieler Mitarbeiter

Wie kann dich dein Arbeitgeber im Umgang mit der Corona-Situation noch besser unterstützen?

Home Office für alle und die entsprechende Hardware dafür liefern und keine sofortige Kündigung der Mitarbeiter in der Probezeit

Arbeitsatmosphäre

Anerkennung bekommen hauptsächlich die älteren Kollegen, weil sie am meisten stemmen, gelobt wird eher selten, meist heißt es: "Jetzt aber Gas geben, wir müssen mehr machen"; Es wird permanent Druck aufgebaut; Neuerdings muss man sogar bei der nur einmal im Jahr statt findenden Spaß-Veranstaltung arbeiten - besonders unangebracht: Zur Zeit, als gerade das Corona-Virus ausbrach, setzte man 500 Personen Stuhl an Stuhl (gar kein Abstand!) in einen Raum, um sich gegenseitig "auszutauschen"...

Kommunikation

Wöchentlicher Austausch mit dem direkten Vorgesetzten in Form von Weekly und Jour Fixe (ist aber sehr stark abhängig von der jeweiligen Niederlassung).

Kollegenzusammenhalt

Im Büro war der Zusammenhalt immer sehr gut unter den (meisten) Kollegen, man half sich so gut man konnte - Niederlassungsübergreifend kann man das nicht behaupten, da war sich jeder selbst der nächste.

Work-Life-Balance

Theoretisch hat man eine 40-Stunden-Woche, aber damit es nicht getan. Weitere Überstunden sind laut Vertrag mit dem Gehalt abgegolten, aber werden vorausgesetzt, was einem auch immer wieder so vermittelt wird vom direkten Vorgesetzten. Anerkennung erhält man hierfür aber nicht wirklich und auf das Arbeitszeitgesetz nimmt man auch nur Rücksicht bei Projektmitarbeitern, die stempeln. Auch Pausenzeiten werden bei "Außendienst" eher weniger eingehalten.

Vorgesetztenverhalten

Der Druck wird stark nach unten abgegeben und es ist immer ein: "Jetzt mach mal, gib dir mal mehr Mühe, da geht noch was, etc." vermittelt und man muss sich wöchentlich im Jour Fixe "rechtfertigen". Aber man kam einem zumindest entgegen, wenn es um wichtige Arzttermine oder ähnliches ging. Die meisten Vorgesetzten sind noch relativ jung, aber selber ehemalige Vertriebler, daher haben die kaum Führungserfahrung und werden auch in Empathie und Führungsverhalten kaum weiter gebildet.

Interessante Aufgaben

Sehr spannende Aufgaben, einerseits der Vertrieb, bei dem man Unternehmen "aufbricht", die einzelnen Abteilungen kennenlernt, etc. und andererseits Personalgespräche mit den Bewerbern, die man dann in die entsprechenden Positionen bei den Unternehmen reinbringt.

Gleichberechtigung

Es gibt zwar die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen, aber nicht zwischen Osten und Westen, was die Gehälter angeht, wie man aus dem Tarifvereinbarung entnehmen kann. Zudem werden Kolleginnen, die weniger Stunden in Teilzeit arbeiten, weil sie z.B. mehrere Kinder haben, eher unfreundlich behandelt, da sie nicht "genug" leisten würden.

Umgang mit älteren Kollegen

Ich konnte keine Diskriminierung bei der Einstellung von älteren Kollegen feststellen, allerdings war es im Büro selber schon so, dass meist alle, die neu eingestellt wurden, in einem ähnlichen Alter waren, d.h. um die 30 Jahre.

Arbeitsbedingungen

Es gibt nur Rechner, keine Laptops. Neuerdings gibt es für jede Niederlassung 1 -2 Microsoft Surface, die man in Ausnahmefällen mitnehmen kann. Aber es gibt kein Home Office und das will man auch nicht, denn dann könnte man die Mitarbeiter nicht genug kontrollieren.. Es gibt Großraumbüros, bei uns waren es 10 Personen diesem Raum, was oft eine sehr hohe Lautstärke verursacht beim Telefonieren. Zudem ist jedem Büroleiter selbst überlassen, welche Räumlichkeiten er anmietet, was in unserem Fall ein Büro war, dass keine Klimaanlage hatte und man war zu geizig (im Sommer bei 40 Grad) zumindest genug Ventilatoren zur Verfügung zu stellen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wurde eine allgemeine Mitarbeiterin für Umweltthemen (Sustainability) eingestellt, als auch eine Person pro Niederlassung dafür bestimmt. Man versucht umweltbewusst aufzutreten, aber man hat das Gefühl, es wäre alles eher erzwungen und man wüsste nicht so recht, was man machen sollte, außer dem Üblichen (Mülltrennung - was nicht bei allen geht, Öko-Strom, Glas- statt Plastikflaschen)

Gehalt/Sozialleistungen

40-Stunden-Woche, wobei das das Minimum ist und Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten. Überstunden werden vorausgesetzt. Es wurde pünktlich gezahlt. Es gibt einen Gehaltsunterschied zwischen Westen und Osten. Marge erhält man erst, wenn man dem Unternehmen 12.000€ eingebracht hat. Zuvor nur das Grundgehalt.
Bei den Kollegen, die für die Abrechnungen zuständig sind, hat man aber eher das Gefühl, dass ihnen eine richtige Abrechnung von internen oder Projektmitarbeitern nicht wichtig ist. Die Abrechnungen sind des Öfteren falsch und es ist teilweise nicht das nötige "rechtliche Vertragswissen" da. Zudem werden falsche Abrechnungen oftmals erst 1 oder 2 Monate später berichtigt, Boni/Branchenzuschläge einfach nicht ausgezahlt, etc. was für einige heißt, dass sie in dieser Zeit z.B. nur mit der Hälfte des Gehalts auskommen müssen.

Image

Viele, mit denen man spricht, sind nicht groß zufrieden, vor allem aber die Projektmitarbeiter. Sobald ein Projekt von Kundenseite beendet wird und man nicht sofort was Neues in Aussicht hat, bzw. der Projektmitarbeiter nicht bereit ist, deutschlandweit zu arbeiten, wird er relativ schnell gekündigt, um keine Lohnfortzahlung in Kauf zu nehmen (da die Mitarbeiter einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit Lohnfortzahlung haben).

Karriere/Weiterbildung

Aufstieg ist möglich je nach Margenzielerreichung. Am Anfang hat man relativ viele Schulungen, die jedoch alle in Bremen stattfinden und man muss auch aus Süddeutschland anreisen. Aber aus Kostengründen darf man keinen Tag vorher anreisen, sondern am selben Tag um 4 oder 5 Uhr morgens losfahren (meist mit dem Firmenwagen,da billiger).

Arbeitgeber-Kommentar

Brunel Team

Liebe ehemalige Mitarbeiterin, lieber ehemalige Mitarbeiter,

vielen Dank für Deine Bewertung. Schade, dass Du Brunel in einigen Punkten kritisch gegenüberstehst. Gerne möchten wir darauf eingehen und zu Deinen Anmerkungen Stellung nehmen.

Zuallererst möchten wir Dir mitteilen, dass uns Dein Feedback bezüglich unseres Umgangs mit der aktuellen Corona-Pandemie sehr verwundert. So fand die von Dir beschriebene Veranstaltung zu einem Zeitpunkt statt, zu dem das Corona-Virus Deutschland noch gar nicht erreicht hatte. Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus – wie etwa das Veranstaltungsverbot oder die Kontaktsperre – wurden erst zu einem späteren Zeitpunkt notwendig und wurden somit auch erst lange nach unserer Veranstaltung von der Bundesregierung verordnet. Zum Zeitpunkt der Veranstaltung hat Brunel somit weder gegen die Vorschriften gehandelt, noch haben wir unsere Mitarbeiter einem gesundheitlichen Risiko ausgesetzt. Ganz im Gegenteil – seitdem der Virus sich in Deutschland ausgebreitet hat, hat Brunel zahlreiche Maßnahmen zum Schutz und zur Sicherheit aller Mitarbeiter initiiert. Sämtliche Veranstaltungen wurden von uns abgesagt oder verschoben und für alle Mitarbeiter, für die es möglich ist, haben wir schnell und kurzfristig mobil flexibles Arbeiten von Zuhause ermöglicht. Die Gesundheit unserer Mitarbeiter steht für uns an erster Stelle.

Zudem möchten wir auch auf weitere Deiner Kritikpunkte eingehen:

• Es tut uns leid, dass Du die Arbeitsatmosphäre bei Brunel grundsätzlich eher negativ empfunden und viel Druck gespürt hast. Wir hätten uns gewünscht, Du hättest dies zu einem früheren Zeitpunkt bei Deinem Vorgesetzten angesprochen. Denn wir sind bei Brunel stolz auf unsere offene Unternehmenskultur und legen viel Wert auf einen regelmäßigen Austausch und ehrliches Feedback. Die meisten Probleme lassen sich so erfolgreich lösen.

• Zu Deiner Kritik an unserer Veranstaltung möchten wir Dir kurz den Hintergrund erklären: Die Aktion während unseres Events, welche Du als Arbeit aufgefasst hast, stellte ein Vertriebsspiel dar, mit dem wir Motivation wecken und den Kollegenzusammenhalt stärken wollten. Grundsätzlich kommt der spielerische Wettbewerb bei Brunel immer gut an. Schade, dass das bei Dir nicht der Fall war.

• Unser Arbeitszeitmodell ist ein flexibles Modell mit Gleitzeit. Das heißt, dass jeder Mitarbeiter sich die eigene Arbeitszeit flexibel in Orientierung an den eigenen Projekten und Terminen einteilen und so seine eigene Work-Life-Balance finden kann.

• Zu unserem Umwelt- und Sozialbewusstsein möchten wir anführen: Um unsere Mitarbeiter in den verschiedenen Niederlassungen für dieses Thema zu sensibilisieren, gibt es bei Brunel seit 2019 über 40 Nachhaltigkeitsmanager und verschiedene Projekte, mit denen wir uns intern und extern für unseren Planeten und die Menschen einsetzen. Wir optimieren unseren ökologischen Fußabdruck mit Hilfe unserer Nachhaltigkeits-Scorecards, wir nehmen an diversen Müllsammelaktionen teil und unterstütze benachteiligte Menschen durch unterschiedliches soziales Engagement. Das Thema Nachhaltigkeit hat bei uns somit einen hohen Stellenwert.

• Zum Kollegenzusammenhalt, auch standortübergreifend, erhalten wir entgegen Deiner Erfahrung, überwiegend positives Feedback von unseren Mitarbeitern. Sowohl im persönlichen, als auch im Kontakt per Telefon oder E-Mail, herrscht stets ein freundlicher und kollegialer Umgang. Zudem organisieren wir regelmäßige Aktionen und Events, bei denen unserer Mitarbeiter auch abseits der Arbeitsthemen zueinander finden können.

Wir bedauern sehr, dass Du unsere Unternehmenskultur und unser Engagement anders bewertest als wir und Du insgesamt eher einen negativen Eindruck von Brunel gewonnen hast.
Gerne möchten wir Dir an dieser Stelle ein klärendes Gespräch anbieten. Falls Du dieses Gespräch wahrnehmen möchtest, wende Dich gerne an den Leiter Deiner ehemaligen Niederlassung.
Weiterhin möchten wir Dir für Deine weitere Karriere alles Gute wünschen und hoffen, Dir mit unserer Stellungnahme neue Perspektiven auf die genannten Kritikpunkte gegeben zu haben.