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Bewertung

Mehrfachbewertung

Nach über 30 Jahren Hingabe steht der Standort nun vor dem Aus.

1,8
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei BSH Hausgerätewerk Nauen GmbH in Nauen gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Entschlossenheit mit der an der Werksschließung festgehalten wird, trotz dem Meeting mit dem Brandenburger Wirtschaftsminister, dessen Angebote wenig dankend abgelehnt wurden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die kurzsichtigen Entscheidungen im Management, die von den kleinen Mitarbeitern, deren Existenzen nun zerstört werden ausgebadet werden müssen. Und das ohne echte wirtschaftliche Not unter dem Deckmantel der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit eines Mutterunternehmens, was Gewinne knapp unter einer Milliarde € im Jahr einfährt. Und das wiederum nur eine Tochtergesellschaft der Robert Bosch GmbH ist.

Verbesserungsvorschläge

Verbesserungsvorschläge gabs in den Jahren zur Genüge... Ob beim traditionellen Klimabarometer oder dem Bosch PulseCheck... Aber auch hier war die Willigkeit des Arbeitgebers Probleme zu beseitigen, wenn überhaupt, höchstens dann gegeben, wenn es nichts kosten sollte.

Daher: nein, ich habe hier und heute keine Vorschläge mehr, die ich mit Euch teilen möchte.

Arbeitsatmosphäre

Seit der Absichtserklärung zur Werksschließung vom 10.10.2025 ist jeglicher drive verloren gegangen. Verständlich - wieso sollten die Kollegen auch noch 110% geben, wenn es den 5 Geschäftsführern in München nur um noch mehr EBIT geht und dafür der letzte deutsche Waschmaschinenstandort platt gemacht wird? Die Kollegen aus Bretten, denen am selben Tag das gleiche verkündet wurde können sicherlich auch ein Lied davon singen.

Image

Die Region ist grundsätzlich fertig mit der BSH. Nicht umsonst findet man neue Arbeiter für die Produktion nur noch im Nachbarland.

Work-Life-Balance

Abteilungsabhängig. In den Büros kann man theoretisch über die Hälfte seiner Arbeitstag im Home-Office leben - im direkten Produktionsumfeld wird um jede Minute auf dem Stundenzettel gefeilscht

Karriere/Weiterbildung

Theoretisch ja, in den letzen Jahren seit Coronaaber jeweils möglichst ausgesetzt oder die Budgets entsprechend eingekürzt.

Gehalt/Benefits

Für die Region okay - im Vergleich mit den anderen Standorten deutschlandweit ein Witz. Tarifvertrag für Nauen? Das ist wohl das einzige, was München in all den Jahren erfolgreich für den Standort Nauen
-verhindert- hat.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nur auf der Tonspur oder der Theorie. Umweltfreundlicher zu werden kostet Geld - da hört der Spaß bei der Geschäftsführung aber auf.

Kollegenzusammenhalt

Seit der Verkündung am 10.10.25 ist der Zusammenhalt deutlich besser geworden, man hat nun ein neues Feindbild. Vorher haben sich verschiedene Abteilungen allerdings gegenseitig nichts gegönnt, beinahe gegeneinander gearbeitet.

Umgang mit älteren Kollegen

In den letzten Jahren wurden doch einige Kollegen mit sehr guten Abfindungskonditionen in den vorzeitigen Ruhestand geschickt... Ansonsten geht's einem hier im Alter nicht anders als jungen Mitarbeitern. Außer dass die Älteren ggf. Mehr Leistung aus ihren kaputten Knochen herausholen als die Gen Z und co.

Vorgesetztenverhalten

Je höher man hier in die Hierarchieebene schaut desto unschöner wirds. Wobei man auch unter den Teamleitern der Produktion genug Leute angesammelt hat, bei denen man sich heute fragt, wie sie auf diesen Positionen gelandet sind.

Arbeitsbedingungen

Laut & schmutzig in der Produktion, Großraumbüros statt Kleine ruhige Abteilungs-Einzelbüros im indirekten Bereich. Effektives und konzentriertes Arbeiten? Nein.

Kommunikation

Zur Verkündung der Werksschließung hat es nicht einer unserer glorreichen 5 geschafft sich zumindest aus München nach Nauen zu bewegen um den Kollegen dabei in die Augen zu schauen.. vorab gabs keine Warnung - keine Chance an der Wirtschaftlichkeit zu arbeiten - keine Einbeziehung des Betriebsrates - von guter Kommunikation kann hier keine Rede sein. Angeblich hat auch der Werksleiter bis wenige Tage vor der Verkündung von nichts gewusst. Natürlich.

Gleichberechtigung

Abteilungsabhängig - in der einen Abteilung werden Frauen nicht wirklich ernst genommen, in anderen Abteilungen möchte man besser nicht dem Bild eines "Deutschen" abweichen (...) aber es gibt auch Lichtblicke - in einigen Abteilungen scheints tatsächlich egal zu sein, welches Geschlecht oder welche Hautfarbe man hat.

Interessante Aufgaben

Auch hier geht's bergab.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.