Die Vielzahl an klaren Red Flags spricht dafür, sich lieber weiter umzuschauen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einige Kollegen auch dienstältere sind wirklich positiv.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Kultur des Unternehmens zeigt sich in den dauerhaft bzw. sehr lange laufenden Ausschreibungen für mehrere Professionen, was auf eine Pool‑Logik hinweist, bei der kontinuierlich viele Bewerber parallel vorgehalten werden, statt stabile und wertschätzende Personalstrukturen aufzubauen. Damit ist das System bereits vor dem Start auf Fluktuation ausgelegt. Diese Grundhaltung findet dann Ihren Ausdruck im oben beschriebenen. Ist also eine Ursache.
Informelle Netzwerke haben in vielen Situationen mehr Gewicht als objektive Kriterien.
Verbesserungsvorschläge
Wer überlegt, sich hier zu bewerben und meine Bewertung für zu negativ hält, sollte die Rückmeldungen auf Kununu mit den Bewertungen auf Maps kreuzvalidieren. Bezieht man zusätzlich die Like‑Gewichtungen ein, entsteht ein sehr authentisches Bild von Ursache (Erfahrungen hier) und Wirkung (Wahrnehmung auf Maps). Aus dieser Kombination lassen sich auch klare Hinweise ableiten, wo Verbesserungen notwendig wären.
Arbeitsatmosphäre
Büros sind in einem sehr großen Gebäude weit verteilt. Wer nicht auf dem Hauptflur arbeitet hat sehr lange Wege zu laufen (zwei Stockwerke und lange Flure ohne Fenster)
Image
Mehr Schein als Sein
Work-Life-Balance
Die Prozesse sind so knapp kalkuliert, dass sie nur unter Idealbedingungen funktionieren. In der Arbeit mit belasteten Menschen führt das zu ständigem Zeitdruck und Stress auf allen Seiten.
Karriere/Weiterbildung
Mit Sicherheit möglich wenn man zum harten Kern mit Netzwerk gehört. Ob dabei Leistung eine Rolle spielt ist aus meiner Sicht fraglich.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt und die angebotenen Zusatzleistungen sind im Branchenvergleich nicht konkurrenzfähig.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Formal wird es sicher was geben, ich habe aber nichts mitbekommen deswegen drei Sterne damit der Punkt keinen Einfluss nimmt
Kollegenzusammenhalt
Im eingeschworenen Kernteam zeigen sich Misgunst, Konkurrenzdenken und passive Aggression. Das findet sowohl verbal, nonverbal als auch im Verhalten seinen Ausdruck. Das belastet die Zusammenarbeit für neue Mitarbeiter aber auch für Klienten spürbar.
Es gibt jedoch positive Ausnahmen, vor allem unter neueren Mitarbeitenden.
Umgang mit älteren Kollegen
Alter spielt kaum eine Rolle.
Vorgesetztenverhalten
Ich habe vom Einrichtungsleiter gelernt, wie professionelle Kommunikation nicht funktioniert.
Arbeitsbedingungen
Sehr weite Wege (über Stockwerke und sehr verwinkelt) in einem Fabrikgebäude mit Fluren ohne Fenster.
Kommunikation
Es gibt kein Onboarding. Wichtige Informationen kommen zu spät, ändern sich kurzfristig oder fehlen komplett. Selbst mit Berufserfahrung sind Abläufe kaum nachvollziehbar, weil Prozesse weder dokumentiert noch konsistent umgesetzt werden.
Gleichberechtigung
Beim Geschlechteranteil gab es keine Benachteiligung zwischen Männern und Frauen. Die Kombination aus Mann und zugeschriebener Herkunft führte jedoch zu klar spürbaren unterschwelligen Vorurteilen. Auf Kollegenebene zeigte sich, dass hierfür kaum Sensibilität oder Erfahrung vorhanden ist. Das Thema wurde meist nur im Kontext von Klientinnen gedacht, nicht im eigenen Team.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit mit den Klienten ist grundsätzlich positiv, kommt aber zeitlich viel zu kurz, um eine wirklich nachhaltige Reha zu ermöglichen. Das Unternehmen sollte sich bewusst machen, dass hier nicht mit Autoreifen gehandelt wird: Belastete Menschen lassen sich nicht in enge Prozess‑Korridore pressen oder nach starren Vorgaben bewerten. Gerade solche strukturell verankerten Glaubenssätze gehören oft zu den Faktoren, die zu einer Erkrankung beitragen. Eine flexiblere und menschlichere Arbeitsweise wäre dringend notwendig.