Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich finde es gut, dass ganzjährig eingestellt wird und nicht nur zu bestimmten Stichtagen. Dies ermöglicht auch Leuten, die mitten unter dem Jahr einen Ausbildungsplatz suchen, schnell etwas zu finden.
Außerdem mag ich den persönlichen Kontakt zur Geschäftsleitung, die man immer kontaktieren darf.
Ich bin durch Azubi-KollegInnen aus anderen Filialen auf diese Seite gestoßen und finde es erschreckend, was hier momentan abläuft! Die meisten Sachen, die Azubis hier beschreiben, kann ich nicht bestätigen und ich habe auch bei den Mit-Azubis, die ich näher kenne, noch keine solchen krassen Kritikpunkte mitbekommen.
Es wird hier oft angesprochen, dass ein enormer Druck auf den Azubis lastet, was ich überhaupt nicht bestätigen kann. Nichtsdestotrotz muss man natürlich bedenken, dass eine Buchhandlung keine "Lehrwerkstatt" ist (wie es sie z.B. im Handwerk gibt, wo die Azubis NUR lernen und nichts, was sie tun, irgendeine reale Auswirkung hat), sondern ein wirtschaftliches Unternehmen und wir Azubis müssen natürlich in unserer Ausbildung lernen, wirtschaftlich zu arbeiten und gute Umsätze zu erzielen. Das ist ja auch der Sinn des Berufes ;)
Deswegen auch die Seminare, die natürlich auf Verkaufsförderung ausgelegt sind, worauf sollen sie denn bitte sonst ausgelegt sein??? Nur aus "Spaß an der Freud" wird kein Arbeitgeber teure Dozenten bezahlen, um die Mitarbeiter zu schulen... !?
Ich finde es eine ausgesprochene Frechheit, dass hier behauptet wird, dass es keinen Mitarbeiter gibt, dem die Arbeit hier gefällt und dass alle positiven Bewertungen gefaked sind bzw. Mitarbeiter gezwungen werden, positive Bewertungen abzugeben. Wer seid ihr, dass ihr euch so etwas anmaßt??? Ich persönlich kenne genügend Leute, denen die Arbeit hier gefällt und die (Achtung!) sogar nach der Ausbildung übernommen werden WOLLTEN. Wenn es hier niemanden gäbe, dem die Arbeit gefällt, dann würde das Unternehmen wohl nicht mehr existieren, oder?
Und ich kenne wirklich niemanden, der hier um seinen Arbeitsplatz Angst haben muss! Im Gegenteil: Es werden überdurchschnittlich viele Azubis übernommen und selbst die normalen Angestellten, die zunächst erstmal einen 2-Jahres-Vertrag bekommen, werden nach der Befristung meistens unbefristet übernommen. Ich habe noch nie mitbekommen, dass einem Mitarbeiter außerhalb der Probezeit gekündigt wurde.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich glaube, dass der Anspruch der Geschäftsleitung, immer jedes Detail selbst entscheiden zu wollen, vieles verzögert und das bei der stetigen Expansion irgendwann nicht mehr funktionieren wird. Es wäre glaube ich wirklich sinnvoll, wie hier an anderer Stelle auch schon angesprochen wurde, ein paar Verantwortlichkeiten abzugeben.
Ich glaube außerdem, dass einige Sachen, die hier extrem negativ dargestellt werden, von fehlender oder falscher Kommunikation kommen. Man sollte sich überlegen, wie solche Missverständnisse, die anscheinend bei einigen Azubis kursieren, verhindert werden können.
Außerdem sollte in manchen Filialen die Personalplanung frühzeitiger begonnen werden, wenn man weiß, dass Mitarbeiter zu einem bestimmten Termin aus dem Unternehmen ausscheiden.
Allerdings kann ich, seit ich diese Seite kenne, nachvollziehen, warum sich keine neuen Mitarbeiter finden... Wer solche krassen Negativbewertungen liest, will bestimmt nicht hier arbeiten, aber haben die Verfasser sich vielleicht auch mal überlegt, dass sie deswegen Überstunden machen müssen, weil sich wegen ihrer krassen und größtenteils nicht allgemein zutreffenden Behauptungen keine neuen Leute finden, die hier arbeiten wollen...? Was wäre denn die Alternative? Den Laden schließen, damit niemand Überstunden machen muss? Dann muss man zwar keine Überstunden mehr machen, hat aber auch keine Arbeit mehr... :P
Arbeitsatmosphäre
In den Filialen, die ich kenne, herrscht ein recht gutes Betriebsklima. Einige sind befreundet und machen auch in ihrer Freizeit (ja, es gibt Freizeit!) etwas miteinander.
Karrierechancen
Azubis, die im Unternehmen bleiben wollen, werden in der Regel auch übernommen. Es gibt die Möglichkeit, wenn man überdurchschnittliche engagiert ist, die Filialleitung einer Filiale zu übernehmen. Es kann durchaus auch vorkommen, dass Azubis, die besonders gute Leistungen erbringen, schon vor Ende ihrer Ausbildung als innerbetrieblich ausgelernt betrachtet werden und eine Filialleitung übernehmen können.
Neben der Filialleitung gibt es, wie in der gesamten Branche, leider keine besonderen Aufstiegsmöglichkeiten. Allerdings kenne ich Kolleginnen, die nebenbei studieren/studiert haben und dann natürlich höher qualifiziert sind und später vielleicht einmal verantwortungsvollere Aufgaben bekommen.
Arbeitszeiten
Kommt auf die Jahreszeit an. Je nach Saison werden Über- bzw. Minusstunden gemacht, die sich idealerweise ausgleichen.
Dass man samstags arbeiten muss und es verkaufsoffene Sonntage gibt, ist bekannt.
Übers Jahr verteilt gibt es ein paar Abendveranstaltungen (Autorenlesungen, Büchertische, ...), bei denen Überstunden anfallen, die ich persönlich jedoch nicht als "geraubte Freizeit" sondern als interessant und spannend empfinde. Gerade das ist ja das Abwechslungsreiche an dieser Arbeit!
Außerdem finde ich es gut, dass man Arbeitszeitwünsche jederzeit vorbringen kann und diese in der Regel, wenn es die Personalsituation erlaubt, genehmigt werden. Durch die beliebigen freien Tage in der Woche als Samstagsausgleich spart man sich häufig den einen oder anderen Urlaubstag.
Ausbildungsvergütung
Ist branchenüblich.
Die Ausbilder
Ausgebildet wird von verschiedenen Mitarbeitern, wobei meist eine Person in der Filiale den Ausbilderschein hat. Das muss nicht zwingend die Filialleitung sein, was m. E. aber auch egal ist. Ich habe teilweise von Mitarbeitern, die diesen Schein nicht haben, mehr gelernt als von der offiziellen Ausbilderin.
Spaßfaktor
Mir persönlich macht die Arbeit wirklich Spaß. Entgegen anderen Kommentaren verspüre ich keinen "Druck von oben".
Aufgaben/Tätigkeiten
Obwohl ich schon am Ende meiner Ausbildung bin, lerne ich fast täglich etwas dazu. Nicht unbedingt als "Unterweisung" von KollegInnen, sondern einfach durch die Erfahrungen, die man jeden Tag macht.
Respekt
Mitschüler in der Berufsschule beklagen sich, dass sie in ihren Betrieben oft als der "kleine Azubi, der nichts machen darf" behandelt werden. Das ist hier nicht so. Man wird durchaus respektvoll behandelt und hat das Gefühl, dass man selbst etwas zum Unternehmen beiträgt, wenn man sich engagiert.