Beim Ausscheiden ein Zwischenzeugnis erhalten anstatt einem Arbeitszeugnis – das sagt alles aus.
Gut am Arbeitgeber finde ich
In meinem Fall ein sehr gutes Gehalt als Quereinsteiger.
Interessante Produkte/Maschinen.
Das ich eingestellt wurde und dankbar bin für die Zeit.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es scheint keine Selbstverständlichkeit zu sein zurück zu grüßen.
Das antißoziale Verhalten von den wenigen Kollegen.
Die Zielvereinbarungen waren für mich der größte Mumpitz. Wenn Dein Vorgesetzter es anders sehen sollte, ob man die Zielvereinbarung erreicht hat, dann brauch man diese Zielvereinbarungen gar nicht anstreben.
Ich hatte den Eindruck, dass bei meiner Vorgesetzten eine Doppelmoral war, da es passiert sein könnte, dass sie einen Projektleiter ermahnt hatte nichts am SAP-System vorbeizuschleusen und es passiert sein könnte, dass für ein hohen Vorgesetzten Figuren aus China an dem SAP-System vorbeigeschleust wurden und nach Spanien geschickt sein könnten.
Verbesserungsvorschläge
Es gibt A, B und C Mitarbeiter. Ein A Mitarbeiter ist ein Mutmacher, ein B Mitarbeiter ist ein Mitmacher und ein C Mitarbeiter ist ein Mießmacher. A Mitarbeiter in Deutschland sind ca. 20%, B Mitarbeiter in Deutschland sind ca. 60% und C Mitarbeiter in Deutschland sind ca. 20%. Die Chancen aus C Mitarbeitern B Mitarbeiter zu machen liegt bei ca. 10% und aus B Mitarbeiter A Mitarbeiter zu machen liegt bei ca. 20%. Ich hatte den Eindruck, dass man versucht hat aus mir B Mitarbeiter einen A Mitarbeiter zu machen, jedoch gehöre ich zu den anderen 80%. Daher ist mein Verbesserungsvorschlag, auf gar keinen Fall versuchen die Mitarbeiter zu verändern, denn die Statistik spricht dagegen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre in meinem Team war absolut 1a. Es könnte passiert sein, dass der CFO auf einer Betriebsratsversammlung gesagt haben könnte, dass er innerhalb eines Monats zwei Briefe vor seinem Büro vorgefunden haben könnte, die an ihn gerichtet waren aufgrund deutlicher Ungleichbehandlung aufgrund der Herkunft. Es könnte passieren, dass nicht jeder in den Fluren zurück grüßt, jedoch hat der CFO das Grüßen positiv vorgelebt und selbst als er aus seinem Auto auf dem Parkdeck ausstieg und telefonierte, wurde ich von ihm gegrüßt. Die meisten Kollegen waren super und wo überall, gibt es Ausnahmen/schwarze Schafe. Nur zwei Kollegen von den damaligen 430 Mitarbeitern stachen aus meiner Sicht sehr negativ heraus. Wenn ich diese im Flur traf, hatte ich den Eindruck, dass diese immer einen aggressiv anstarrten, wo ich mir dachte, dass diese gleich einen angreifen und zusammenschlagen werden und womöglich könnte ich beobachtet haben, dass diese zwei Kollegen dieses Verhalten auch bei anderen Kollegen gezeigt haben könnten (mattes Lot, Handball). Besonders die Zusammenarbeit mit dem damaligen Kollegen aus Business Partner Flexible und Leitung Produktion empfand ich als sehr schwierig.
Image
Das schweizerische Unternehmen Bühler ist unter den 1000 besten Arbeitgebern der Welt und unter den Top 100 Arbeitgebern in der Schweiz. Ich hatte den Eindruck, dass dies in Alzenau noch nicht angekommen ist sowie auch nicht gelebt wird.
Work-Life-Balance
Meine Arbeit hatte ich den acht Stunden geschafft und nur selten ging es darüber hinaus.
Karriere/Weiterbildung
Das Unternehmen hat flache Hierarchien und eine Weiterbildung kann man bekommen.
Gehalt/Benefits
Als Quereinsteiger hatte ich ein Jahresbrutto von 59.000,-€ Da konnte man absolut nicht meckern.
Ein Verpacker könnte ein Gehalt von 3.500€ brutto erhalten plus Leistungszulage durch erreichen der Zielvereinbarungen auf 4.000€ brutto aufstocken.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
War vorhanden.
Kollegenzusammenhalt
Ich empfand den Kollegenzusammenhalt als gut.
Umgang mit älteren Kollegen
Die älteren Kollegen wurden geschätzt.
Vorgesetztenverhalten
Ich hatte den Eindruck, dass meine Leistung in den ersten zwei Jahren überdurchschnittlich gelobt wurde (Puderzucker), weil man alternativlos war und als es dann eine Alternative gab, gab es zwei Wochen vor Arbeitsbeginn dieser Alternative ein "Entwicklungsgespräch". Es kann passieren, dass bei einem Vorgesetztenwechsel eine EG-Erhöhung rückgängig gemacht werden könnte sowie ein Mitarbeiter gekündigt haben könnte, als dieser einen bestimmten Vorgesetzten bekam-> Respekt und Erkennung für das Durchziehen.
Arbeitsbedingungen
Ich hatte einen Laptop, zwei Bildschirme und einen höhenverstellbaren Schreibtisch.
Kommunikation
Könnte besser sein, denn es könnte passieren, dass man schneller vom Flurfunk informiert wird als von Vorgesetzten, da womöglich der Vorgesetzte noch nicht darüber sprechen darf.
Gleichberechtigung
Ich hatte den Eindruck gewonnen, dass es sich hierbei um einen "Männerhaufen" handelt.
Interessante Aufgaben
Es waren interessante und abwechslungsreiche Aufgaben, denn ich habe nie das eine und das selbe gemacht.