Anspruch und Wirklichkeit stimmen in diesem Unternehmen nicht überein.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich habe meine Arbeit sehr gern gemacht und wurde von meinem direkten Vorgesetzten und meinem Kollegen immer unterstützt. Die Zusammenarbeit, auch mit den anderen Abteilungen, war wertschätzend und konstruktiv.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es gibt keinen Betriebsrat und dadurch auch keine Möglichkeiten zur Mitbestimmung von Seiten der Belegschaft, etwa bei Entlassungen. Vor allem hier wäre ein Betriebsrat als weitere Instanz und gegebenenfalls Korrektiv hilfreich. Der Anspruch des Unternehmens, eine soziale und faire Unternehmenskultur zu pflegen, wird nach meiner Ansicht und persönlichen Erfahrung von der Geschäftsführung nicht eingelöst und auch nicht vorgelebt.
Ich hätte mir gewünscht, dass man miteinander ergebnisoffen und nicht übereinander redet, vor allem nicht, dass man vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Mehrere plötzlich ausgesprochene Kündigungen, die für Unverständnis und Irritationen nicht nur bei den Betroffenen, sondern auch in der Belegschaft sorgten, stellen das in den Unternehmensgrundsätzen verankerte Gebot des „Fair Play“ infrage.
Verbesserungsvorschläge
Der Geschäftsführer sollte sich grundlegend fragen, wie vertrauensvoll er gegenüber der Belegschaft wirkt, wenn er einerseits sein Image als sozialer und verantwortungsvoller Inhaber pflegt und gleichzeitig Mitarbeitern von heute auf morgen kündigt. Einige Monate nach meiner Kündigung erschien auf seinem Linked-In-Account ein Post, in dem er über den Besuch der Leiterin der hiesigen Filiale der Bundesagentur für Arbeit bei Firma Bürkle berichtet: „Der persönliche Austausch war äußerst inspirierend und stärkt unsere gemeinsame Zuversicht, mit vereinten Kräften zukunftsorientierte Lösungen für den regionalen Arbeitsmarkt zu entwickeln.“ Dieser Post wirkt vor dem Hintergrund, dass bereits im Jahr 2024 drei Mitarbeiter das Unternehmen verlassen mussten und mehrere Kollegen von selbst gekündigt hatten, weil sie mit den Zuständen in der Firma aus unterschiedlichen Gründen nicht zufrieden waren, unglaubwürdig. Daher ist mein Verbesserungsvorschlag an ihn: "Mehr Sein als Schein und nicht das eine "predigen" und das andere tun." Seine Schwester, die Personalleiterin bei Bürkle ist, möchte ich an das Zitat der Philosophin Hannah Arendt erinnern: "Kein Mensch hat das Recht, zu gehorchen."
Arbeitsatmosphäre
Unter den Kolleginnen und Kollegen ist die Arbeitsatmosphäre abteilungsübergreifend entspannt und respektvoll zugleich und von kollegialer Zusammenarbeit geprägt.
Image
hohe Produktqualität, hervorragender Kundenservice, freundliches Image
Work-Life-Balance
Ist hervorragend
Karriere/Weiterbildung
Ich hatte mehrere Möglichkeiten, Weiterbildungen zu absolvieren, aber
nicht die Gelegenheit, das dort Erlernte umzusetzen, weil meine Karriere im Unternehmen von Seiten der Geschäftsführung plötzlich aus heiterem Himmel beendet worden ist.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war meiner Qualifikation und Arbeitserfahrung angemessen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
ist vorhanden
Kollegenzusammenhalt
In unserer Abteilung haben wir zusammengehalten. Ob dies in den anderen Abteilungen auch der Fall war, kann ich nicht beurteilen. Aus der Produktion sind mir Fälle von mangelndem Zusammenhalt bekannt.
Umgang mit älteren Kollegen
ist gut
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten entspricht meiner Ansicht und Erfahrung nach nicht den Führungsanforderungen, die Vorgesetzte erfüllen sollten.
Meinem direkten Vorgesetzten bin ich erst zum Zeitpunkt meiner Einstellung zugeordnet worden. An meinen Vorstellungsgesprächen hatte er nicht teilgenommen und darin war eigentlich vereinbart worden, dass ich direkt dem Geschäftsführer unterstellt und an ihn berichten werden würde. Sein Verhalten war unterstützend und konstruktiv. Ich nehme ihn allerdings aus dieser Bewertung heraus, da seine Handlungsfreiheit als Vorgesetzter mir gegenüber von Seiten der Geschäftsführung begrenzt war. Ein konkretes Stellenprofil für meine neu geschaffene Stelle existierte zum Zeitpunkt meiner Vertragsunterzeichnung nicht. Zu Beginn meiner Tätigkeit war ich aufgrund der fehlenden Stellenbeschreibung ziemlich auf mich allein gestellt. Mein direkter Vorgesetzter riet mir, dass wir meinen Tätigkeitsbereich auf eine breite Basis stellen. Der Geschäfts-führer ließ mich über meinen Vorgesetzten nur vage wissen, welche Themen ich für ihn bearbeiten solle. Ich habe dann aus seinen vagen Vorgaben selbstständig erfolgreiche Projekte generiert.
Arbeitsbedingungen
helle freundliche Büros und Produktionshallen, ergonomische Arbeitstische
Kommunikation
Die auf der Webseite erwähnten regelmäßigen Mitarbeiterjahres-gespräche haben mit mir nicht stattgefunden. Der Geschäftsführer schrieb in seinem Weihnachtsbrief des Jahres 2024 an die Belegschaft: „Lasst uns trotz mancher Ungewissheit zuversichtlich nach vorne schauen und dem neuen Jahr eine Chance geben, indem wir alles, was es für uns bereithält, im Sinne der Ermöglichung angehen. Die Botschaft der Engel an Weihnachten ermutigt uns dazu: „Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll." (Lukas 2,10). Ich hätte nie für möglich gehalten, dass er mir zweieinhalb Monate später statt einer großen Freude eine Kündigung „verkündete.“ Diese wurde allerdings vom Arbeitsgericht zurückgewiesen. Ich hätte mir an Stelle eines Gerichtstermins eine direkte und offene Kommunikation mit dem Geschäftsführer gewünscht. Meine E-mail mit der Bitte um eine Aussprache hat er allerdings unbeantwortet gelassen.
Gleichberechtigung
ist selbstverständlich
Interessante Aufgaben
Meine Aufgaben waren sehr interessant und ich hatte viel Freiraum in meiner Arbeit.