Sehr wichtige Arbeit, aber als Organisation viel Luft nach oben
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich finde gut, dass es die Agentur für Arbeit gibt. Die Arbeit ist wichtig für unsere Gesellschaft. Sie fördert Kunden in ihrer Entwicklung, so dass sie einen wertvollen Beitrag leisten können und sich als Teil der Gesellschaft fühlen.
Die Arbeit reduziert, im Idealfall, Frust und Verzweiflung, was unsere Welt sicherer macht.
Egal wo sich jemand in seiner beruflichen Karriere befindet, können wir unterstützen die nächsten Schritte zu wählen und zu unternehmen.
Was ist an der Organisation als Arbeitgeber gut?
Man hat ein Dach über dem Kopf.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Mensch ist nicht gleich Mensch.
Protektionismus und Mobbing werden zu viele Räume gegeben und zu wenig für Sicherheit unter den Kollegen gesorgt. Das fördert destruktives Verhalten.
Das Maß an Ungleichbehandlung der Kunden finde ich zu hoch. Hier wird aus meiner Sicht der gesellschaftliche Auftrag kaum wahrgenommen.
Auch in Projekten lässt sich die Grundidee und der Auftrag der Agentur nur bedingt ausmachen.
Als einzelner Arbeitnehmer zählt man nicht viel, egal ob Kunde oder Mitarbeiter der Agentur.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Kundenorientierung.
Prozesskosten und -qualität verbessern, statt alles auf die Mitarbeiter abzuwälzen.
Ein zuverlässiger Arbeitgeber werden, der sich mit der Vielfalt der Mitarbeiter beschäftigt und ein gutes und gesundes Arbeitsumfeld schafft.
Die Würde der Menschen (Kunde und Mitarbeiter) achten und schützen.
Sich mehr in der jeweiligen Region einbringen.
Mehr proaktiv an Themen herangehen um Alternativen zu erarbeiten.
Damit und mit mehr Menschenführung wird die Organisation widerstandsfähiger und kann dabei unterstützen die Region attraktiver zu machen und darüber neue Stellen zu schaffen.
Arbeitsatmosphäre
Das Miteinander ist nicht gut. Altmodische Einstellung zu "Hierarchie" zwischen formal Gleichgestellten. Protektionismus.
Kommunikation
Kommunikation funktioniert im Wesentlichen über Wiedervorlagen. Es gibt kaum Abstimmungsgespräche. Der Ton in Meetings ist nicht immer wertschätzend.
Kollegenzusammenhalt
Es gibt Cliquen, die sehr zusammenhalten, aber übergreifendes Miteinander ist nicht gut.
Work-Life-Balance
Es gibt die Möglichkeit von zuhause zu arbeiten und auch von den Öffnungszeiten abzuweichen, wenn benötigt.
Die Arbeit ist nicht immer während der Arbeitszeit zu bewältigen, weshalb die meisten auch in Ihrer Freizeit arbeiten, um die vorgegebenen Ziele erreichen zu können.
Vorgesetztenverhalten
Vorgesetze sind freundlich, aber sie sind wenig ansprechbar. Insgesamt ist ihre Aufgabe weniger die Menschenführung und mehr das Controlling der vorgegebenen Zahlen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind interessant, weil man immer wieder mit neuen Menschen und ihren Umständen zu tun hat. Keine zwei Vorgänge sind identisch. Der einzelne hat sehr viel Verantwortung.
Gleichberechtigung
Die Erwartungen, dass klassische Geschlechterrolle erfüllt werden, scheinen sehr hoch zu sein. (bei Männern und Frauen)
Umgang mit älteren Kollegen
Die Zugehörigkeit zur Agentur zählt hier. Es scheint, dass Arbeitszeit bei einem anderen Unternehmen vergleichbar mit Arbeitslosigkeit für die Tätigkeiten bewertet werden.
Arbeitsbedingungen
Ausstattung ist rudimentär. Was man nicht unbedingt für die Arbeit haben muss, wird nicht zur Verfügung gestellt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es hängt von den einzelnen Personen ab. Die Organisation kümmert sich hier wenig.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist gut, aber Stellen mit vergleichbarer Verantwortung werden in der freien Wirtschaft weit höher dotiert.
Image
Das Image bei den Kunden ist teilweise nicht gut.
Als Arbeitgeber, auch nach Austausch mit Kollegen in anderen Dienststellen, findet die Agentur kaum als Arbeitgeber statt (Führung, Fürsorgepflicht,...).
Es gibt aber auch ein paar Standorte und Teams, bei denen das anders ist.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt Schulungen für die Grundlagen, die unbedingt für die Arbeit benötigt werden.
Danach gibt es die nur noch für einzelne und wenn man sich durch Mehrarbeit die Zeiten schafft oder auch während man Überstunden abbaut.

