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Bundeskriminalamt
Bewertung

BKA - Eine rettende Insel für Low-Performer

3,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei Bundeskriminalamt in Wiesbaden gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

-Technische Ausstattung
-Bezahlung
-Jobsicherheit

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

-Bürokratie
-Arbeitsauffassung
-falscher Fokus

Verbesserungsvorschläge

Kann man aus den oberen Punkten ablesen. Denke aber, das Problem erledigt sich von selbst, wenn in den nächsten Jahren die Boomer in Pension gehen. Sofern die wenigen Überzeugten so lange durchhalten, könnten dann echte Änderungen eingeführt werden, die zu mehr Sicherheit im Land führen.

Man sollte sich auf seine Kernaufgabe besinnen, nämlich die Verbrechensbekämpfung bestmöglich zu gestalten. Alles andere sollte zurückgefahren werden.

Echtes Leistungsprinzip einführen, insb. in Sachen Beförderung

Mehr Prüfungen/ Arbeitskontrollen, Führungskräfte hierbei stärker fordern (dafür haben sie die Position und das höhere Gehalt).

Arbeitsatmosphäre

Super, sofern man die bestehenden, uralten Prozesse nicht hinterfragt oder sonst irgendwas ändern möchte. Leute, die das BKA-Motto "Das Richtige tun" wörtlich nehmen und Dinge anpacken möchten, werden ausgebremst und machen sich unbeliebt

Image

Das Image des BKA ist DER Grundbaustein der Behörde. Durch den Tatort und andere Krimiserien genießt das BKA höchste Anerkennung bei Personen außerhalb der Branche. Hingegen bei anderen Landespolizeien, die Erfahrung mit dem BKA haben, kann es ziemlich anders aussehen. Da wird nach eigener Erfahrung oft der Kopf über uns geschüttelt. Hier greift die Parabel vom Elfenbeinturm: Da die Landespolizei näher am Bürger ist, haben sie eine ganz andere Auffassung von Polizeiarbeit. In öffentlichen Statements würde man sowas natürlich nie hören.

Work-Life-Balance

Je nach Verwendung gut zu realisieren. Da kann jeder Mittelständler neidisch werden. "Dienst-nach-Vorschrift"-Mentalität ermöglicht dem ein oder anderen wenig Work und viel Life

Karriere/Weiterbildung

Sehr gut möglich, wenn:
-Dein Vorgesetzter dich mag
-Du ihm keine Arbeit machst und keine Änderungsvorschläge einbringst
-Deine Standzeit absitzt
-Das "richtige Geschlecht" hast, dann geht durch Mentoring, spezielle Förderung etc. alles noch viel schneller

Hingegen fast unmöglich, wenn:
-du eine eigene Meinung hast und sogar so frech bist, diese zu äußern und zu vertreten
-wenn dir die Sicherheit des Bürgers tatsächlich eine Herzenssache ist (geht mit dem oberen Punkt einher)
-du denkst, dass Leistung für sich spricht und dich nicht frühzeitig bei den richtigen Leuten einschleimst (Vitamin B!)

Ausschreibungen bestimmter Positionen sind Vorschrift, jedoch wird diese theoretische Transparenz dadurch umgangen, dass die Stellen "auf den Leib" geschrieben werden, sprich: Man hat die gewünschte Person schon im Kopf und passt die Kriterien so an, dass möglichst nur die Bewerbung dieser Person die Punkte erfüllt. Mag sicherlich nicht immer so sein, scheint nach Rückmeldung von Kollegen jedoch auch keine Seltenheit.

Gehalt/Benefits

Verhältnis Arbeit / Entlohnung sollte man sich nicht beschweren, auch wenn es jeder tut. Sozialleistungen sind gut, wenn man sie kennt und auch anerkannt bekommt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Gehört auch zu den Diversitätspunkten. Wird auch Wert drauf gelegt, wenngleich nicht so stark wie beim Thema Diversität.

Kollegenzusammenhalt

Galgenhumor schweisst zusammen. Wenig Konkurrenzkampf, da bis zu einem gewissen Grad Beförderungen lediglich standzeitabhängig sind. Fördert jedoch nicht die Leistung.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen haben sich in der Regel bereits ein höheres Amt erarbeitet (oder je nach Standzeit ersessen), entsprechend genießen die Ansichten älterer Kollegen hohen Wert. Gegenrede kann teuer werden, da diese in der Regel im Amt sehr gut vernetzt sind. So kann ein Anruf bei einem alten Freund schnell das Ende der eigenen Karriere bedeuten. Interessant wäre die Frage "Umgang mit jüngeren Kollegen".

Vorgesetztenverhalten

Oberstes Gebot: Mach mir keinen Ärger. Veränderung = Ärger, da jede neue Idee dazu führt, dass die Vorgesetzten sich rechtfertigen müssen, warum etwas nicht schon längst geändert wurde. Da die Führungsriege nach meiner Erfahrung nur aus Boomern besteht, wird die Pension als rettender Anker gesehen. Bis dahin werden nach meiner Erfahrung Veränderungen mit aller Kraft abgewehrt. In dem Zusammenhang hieß es mal von einem ausgebremsten Kollegen: Es funktioniert TROTZ der Vorgesetzten, nicht WEGEN der Vorgesetzten.
Wichtig: Ein Großteil der Vorgesetzten besteht aus externen, die in einem Turboverfahren auf den Führungsposten gesetzt werden. Dass kein tieferes Verständnis für die Aufgabe oder das Haus besteht, sieht man schnell. Führt dazu, dass erfahren Kräfte resignieren.

Absicherungsmentalität wird großgeschrieben.

Arbeitsbedingungen

Top, Ausstattung sehr gut und modern. Home Office je nach Verwendung gut möglich.

Kommunikation

Man gibt sich Mühe, das Intranet ist zu einem Instagram 2.0 verkommen. Angesichts knapper Ressourcen sollte man sich auf die Kernkompetenzen konzentrieren: Verbrechensbekämpfung. Scheint aktuell jedoch nur eine nervige Nebenaufgabe zu sein, die man am liebsten loswerden würden.

Gleichberechtigung

Vielfalt ist das gefühlt oberste Gebot im Amt. Tatsächlich zählt die fehlende Veränderungsbereitschaft, wie sie oben für Sicherheitsthemen beschrieben wurde, NICHT für diesen Bereich. Hier ist man äußerst progressiv und stolz darauf. Ob Diversitätskurse, Frauen-Mittagspausen, Frauenmentorenprogramme, Queer-Festivitäten - hier ist man streng auf Linie. Regelmäßig wird im Jahr die Regenbogenflagge gehisst. Mit der Ansicht, dass doch einfach jeder die gleichen Chancen haben sollte, oder dass die Regenbogenflagge als politisches Symbol an einem Amtsgebäude
fehl am Platz ist, kann man sehr negativ auffallen. Insb. bei Personen, die von den Diversitätskampagnen profitieren. Besser, man behält seine Meinung für sich. Auch hier gilt: Die Ressourcen wären meines Erachtens in der Verbrechensbekämpfung besser aufgehoben. Das sehen natürlich diejenigen, deren Job von den Diversitätsmaßnahmen abhängen (z.B. Gleichstellungsbeauftragte) anders.

Interessante Aufgaben

Die gibt es sicherlich im Einzelnen. Der Großteil besteht jedoch aus Bürokratie. Man hinterfragt nicht, warum man etwas macht, weil man es schon immer so gemacht hat. Hinterfragen senkt die eigenen Aufstiegschancen erheblich nach meiner Erfahrung. Nicht umsonst heißt es BKA - Bundeskopieramt.

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Arbeitgeber-Kommentar

Personalmarketing

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

vielen Dank für Dein ausführliches Feedback und die Zeit, die Du Dir für Deine Bewertung genommen hast. Wir schätzen Deine Rückmeldung, da wir uns als Arbeitgeber weiterentwickeln möchten. Wenn Du mit uns dazu näher in den Dialog treten möchtest, sende uns gerne eine E-Mail an ZV21-Personalmarketing@bka.bund.de.

Viele Grüße
Dein Team vom Personalmarketing

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