Nicht zu empfehlen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zu viele Ausbeuter-Typen in wichtigen Schlüsselpositionen. Viel Schein, wenig Sein. Unaufrichtige und unehrliche Führungskräfte. Zu viele Ränkespiele und Seilschaften.
Verbesserungsvorschläge
Die eigenen Arbeitnehmer nicht als austauschbare Arbeitsdrohnen betrachten, die nur Geld kosten, sondern aktiv und vehement für das Wohlergehen der Mitarbeiter sorgen.
Die Arbeiter sind das Rückgrat des Unternehmens. Arbeit so gestalten, dass die Leute nicht verbrannt werden. Eine stabile, zufriedene Arbeiterschaft ist auch gut für monetäre Unternehmensziele.
Arbeitsatmosphäre
Es wird gelobt. Es wirkt aber oftmals aufgesetzt und gekünstelt.
Dafür wird aber auch sehr schnell kritisiert. Und das zum Teil unter die Gürtellinie. Respektlos und herablassend.
Es wird mit zweierlei Maß gemessen. Je nachdem, ob man in der Gunst der EL steht oder eben nicht. Günstlinge dürfen auch Mal aus der Rolle fallen und andere beleidigen, ohne dass das Konsequenzen hat. Andere werden nur aufgrund von hörensagen vor "versammelter Mannschaft" diskreditiert.
Dadurch leidet das Betriebsklima und viele Mitarbeiter trauen sich nicht offen zu äußern, um nicht ins Visier zu geraten.
Image
Intern wird hinter vorgehaltener Hand von vielen Mitarbeitern sehr negativ über den AG gesprochen. Auch außerhalb spricht man vielerorts innerhalb brancheauch nicht positiv über den AG.
Work-Life-Balance
Urlaubsplanung ist nicht viel wert. Fallen Leute aus, wird man genötigt den Urlaub zu verschieben. Man darf ja schließlich nicht die Kollegen und Bewohner im Stich lassen.
Respektlos vor Freizeit des AN existiert auch nicht. Permanent wird man in der Freizeit angerufen oder auf anderen kontaktiert.
Überstunden sollen nicht anfallen und es wird gern so getan als sei alles nur ein Problem fehlender individueller Organisation. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man Doppelschichten machen muss bei Personalausfall. Man auch Mal zwei Wochen oder mehr durcharbeitet. Oder bei Sonderveranstaltungen 16 Stunden arbeitet, weil die Sonderwünsche sonst nicht zu erfüllen sind.
Karriere/Weiterbildung
Absolut nichts.
Gehalt/Benefits
Gehalt war immer korrekt und pünktlich.
Grundgehalt ist aber kaum Branchendurchschnitt. Dafür ist die Vollzeitstelle stundenmäßig mit 40 Wochenstunden höher als bei manchem anderen AG der Branche.
Leistungsboni sind quasi nicht existent.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Marketing lässt glauben, dass das alles relevant ist. Aber die finanziellen Vorgaben sind so eng gefasst, dass es nur eine Devise gibt: billig, billiger, am billigsten ist noch zu teuer.
Kollegenzusammenhalt
Sehr toxisches Betriebsklima, welches durch die EL gefördert wird.
Dadurch haben sich einige Mitarbeiter herauskristallisiert, die quasi unantastbar sind und sich fast alles herausnehmen dürfen.
Dadurch gibt es im ganzen Haus Lagerbildungen, die nicht gut miteinander arbeiten.
Umgang mit älteren Kollegen
Alter spielt eine untergeordnete Rolle in einer Branche, die händeringend Arbeitnehmer sucht. Die älteren werden genauso wenig gefördert wie die jüngeren. Das ist unabhängig vom Alter und eher abhängig vom persönlichen Draht zu den richtigen Personen.
Vorgesetztenverhalten
Wenn man kein Ja-Sager ist, wird man schnell stumm geschaltet oder mit möglichen Konsequenzen bedroht. Es werden keine objektiven, nachvollziehbaren Zielvereinbarungen gesetzt. Das könnte man wenigstens nachvollziehen, wenn Kritik kommt. Es wird auch nicht berücksichtigt, ob man selbst die Zielvorgaben für umsetzbar hält. Gegensätzliche Meinungen erzeugen sehr schnell lautes, aggressives Verhalten.
Arbeitsbedingungen
Die Räume sind unangemessen. Erfüllen nicht den Anspruch an professionelles arbeiten. Geräte sind veraltet. Wenn es Mal neuere Geräte gibt, dann weil die alten als Totalschaden ausgefallen sind. Belüftung, Beleuchtung und Lärmpegel sind mangelhaft. Alles Altbau was nach Sanierung schreit. Sommer unerträglich heiß und im Winter teils ohne funktionierende Heizung.
Kommunikation
Es gibt regelmäßig Meetings.
Diese dienen aber eher der Koordinierung aller Abteilungen und Fehleranalyse. Viele Probleme wären vermeidbar, wenn Dinge frühzeitig angekündigt und besprochen würden. Leider wird sehr oft alles auf den letzten Drücker gemacht und selbst dann nochmals kurz vorher oder sogar währenddessen Absprachen einseitig über den Haufen geworfen.
Zu Ergebnissen, Erfolgen und erst Recht Gewinnen wird hartnäckig geschwiegen.
Gleichberechtigung
Es ist eine Branche mit hohem Frauenanteil. Tatsächlich muss man hier Gleichberechtigung anders denken. Oftmals wird von Männer erwartet, die Rolle des starken Geschlechts einzunehmen. Oder anders gesagt, schwerer zu arbeiten. Dem schwachen Geschlecht Arbeit abzunehmen. Das ist nicht meine Vorstellung von Gleichberechtigung.
Interessante Aufgaben
Personalkalkulation wird nicht transparent bekannt gemacht. Es ist ein ständiger Kampf zwischen angeblich zuviel Personal und dem vorhandenen Personal, dass nicht Mal den Mindeststandard umsetzen kann wegen ständigem Zeitdruck und dauerhafter Überlastung. Einfluss auf die Ausgestaltung hat man nur, wenn dadurch keine zusätzlichen Kosten entstehen.

