Lange überlegt ob ich etwas bewerte... anfangs toll und dann sehr paradox
Verbesserungsvorschläge
- Mehr Empathie und Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern
- Bessere Work-Life-Balance
- Mitarbeiterfeedback ernst nehmen und nachhaltig umsetzen
- Strukturierter Onboarding-Prozess für neue Kollegen
- Mehr Anerkennung während laufender Projekte, nicht nur nach deren Abschluss
- Optimierung der Werkstatt- und Arbeitsbereiche
- Bessere Verteilung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten
- Mehr organisatorische Struktur und Planbarkeit
Ich habe viele nette Kollegen kennengelernt und insbesondere in den ersten Jahren sehr gerne dort gearbeitet. Rückblickend waren es vor allem die zunehmende Arbeitsbelastung, die Kommunikation sowie die Führungskultur, die meine Wahrnehmung des Arbeitgebers negativ beeinflusst haben. Trotzdem wünsche ich dem Unternehmen und den ehemaligen Kollegen für die Zukunft alles Gute.
Arbeitsatmosphäre
Zu Beginn meiner Zeit im Unternehmen war die Arbeitsatmosphäre sehr angenehm. Besonders während meiner Ausbildungszeit hatte ich einen großartigen direkten Vorgesetzten, mit dem man offen sprechen und auch einmal lachen konnte. Gegen Ende meiner Beschäftigung hat sich die Stimmung jedoch deutlich verändert. Unabhängig von meinen Kollegen, mit denen ich mich sehr gut verstanden habe, empfand ich die Atmosphäre als zunehmend angespannt. Es herrschte viel Stress, häufig wurde negativ über verschiedene Themen gesprochen und die Kommunikation seitens der jüngeren Geschäftsführung wirkte auf mich teilweise wenig wertschätzend. Die hohe Belastung führte bei mir letztlich zu ersten Burnout-Symptomen.
Kommunikation
Die Kommunikation war anfangs sehr gut, ließ jedoch im Laufe der Zeit deutlich nach. Gerade in Projekten wurden wichtige Informationen häufig erst sehr spät weitergegeben, wodurch oft Zeitdruck entstand. Gespräche über meine hohe Arbeitsbelastung und meinen Wunsch nach mehr Struktur brachten leider keine nachhaltigen Veränderungen. Rückblickend hatte ich häufig das Gefühl, dass Probleme zwar angehört, aber nicht langfristig berücksichtigt wurden.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war für mich einer der größten Pluspunkte des Unternehmens. Ich habe mich mit meinen Kollegen sehr gut verstanden und konnte mich immer auf Unterstützung verlassen. Viele dieser Kontakte bestehen bis heute. Natürlich gab es vereinzelt schwierige Persönlichkeiten, insgesamt war das Miteinander jedoch sehr positiv.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance empfand ich in meiner Position als nicht ausreichend. Über einen langen Zeitraum war ich allein für wichtige Themen verantwortlich, obwohl Unterstützung mehrfach angekündigt wurde. Dadurch fiel es schwer, im Urlaub wirklich abzuschalten. Auch außerhalb der regulären Arbeitszeit musste ich mich häufig mit beruflichen Themen beschäftigen. Erst mit etwas Abstand wurde mir bewusst, wie belastend diese Situation für mich auf Dauer war.
Vorgesetztenverhalten
Mein direkter Abteilungsleiter war fachlich und menschlich ein sehr guter Vorgesetzter. Das Verhalten der Geschäftsführung habe ich dagegen gemischt wahrgenommen. Teilweise fehlte mir Empathie und professionelle Distanz. Kritik wurde häufig bei Mitarbeitern gesucht, während aus meiner Sicht wenig Selbstreflexion stattfand. Im Abschlussgespräch lag der Fokus überwiegend auf meinen Fehlern und weniger auf möglichen Verbesserungen innerhalb der Organisation. Das habe ich als enttäuschend empfunden.
Für manche Sprüche (diese möchte ich ungern schreiben)
...würde man in der Öffentlichkeit gecancelt werden.
Die Sicht war eher wirtschaftlich und nicht menschlich.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren grundsätzlich interessant und abwechslungsreich. Mit der Zeit wurden manche Themen etwas routinierter, was jedoch normal ist. Durch organisatorische Herausforderungen und fehlende Planung ging leider manchmal die Freude an den eigentlichen Aufgaben verloren.
Gleichberechtigung
Im Alltag sind mir keine gravierenden Probleme aufgefallen. Aufgrund des hohen Männeranteils im Unternehmen gab es gelegentlich Kommentare oder Witze, die ich heute etwas kritischer betrachten würde. Bei Gehaltsfragen hatte ich teilweise den Eindruck, dass Kollegen mit vergleichbaren oder geringeren Verantwortungen besser vergütet wurden, dies kann ich jedoch nicht abschließend beurteilen.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit langjährigen und älteren Mitarbeitern war sehr respektvoll. Kollegen, die bereits viele Jahre im Unternehmen tätig sind, genießen hohe Wertschätzung. Das habe ich immer als sehr positiv wahrgenommen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen haben sich während meiner Beschäftigungszeit verbessert. Allerdings verlief die Einarbeitung neuer Mitarbeiter oft wenig strukturiert. Teilweise fehlten zu Beginn feste Arbeitsplätze oder die notwendige Ausstattung. Auch einige Arbeitsbereiche wirkten räumlich und organisatorisch nicht optimal. Positiv fand ich jedoch, dass über Verbesserungen gesprochen wurde und Veränderungen geplant waren.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umwelt- und Sozialbewusstsein würde ich als solide einstufen. Es gibt verschiedene Maßnahmen wie Photovoltaik und den Einsatz von E-Fahrzeugen. Gleichzeitig wurden funktionierende Geräte aus meiner Sicht teilweise zu früh ersetzt oder entsorgt. Insgesamt sehe ich hier Licht und Schatten.
Gehalt/Benefits
Das Gehaltsniveau empfand ich als eher unterdurchschnittlich. Gehaltsanpassungen waren oft mit hohem Begründungsaufwand verbunden. Einige angebotene Benefits wie kostenloses Obst oder Getränke sehe ich inzwischen als Standard und nicht als besonderes Argument. Im Vergleich zu anderen Arbeitgebern halte ich die Verdienstmöglichkeiten für ausbaufähig. Ebenso wie einen Firmenwagen im Außendienst. Dieser ist auch wichtiger Teil der Arbeit und wird in jedem Unternehmen angeboten.
Image
Das Image wurde innerhalb des Unternehmens unterschiedlich wahrgenommen. In einigen Bereichen habe ich häufiger Unzufriedenheit wahrgenommen, während andere Abteilungen deutlich zufriedener wirkten. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass manche Probleme intern bekannt waren, jedoch selten offen angesprochen wurden.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten waren aufgrund der Unternehmensgröße nur begrenzt vorhanden. Produktschulungen wurden angeboten, darüber hinaus gab es jedoch wenige Entwicklungsmöglichkeiten.