Unsinnige Bestimmungen und viele Kontrolleure kosten viel Steuergeld
Gut am Arbeitgeber finde ich
In manchen Bereichen sind echt coole Projekte, über die man im Freundeskreis nicht sprechen kann, weil sie Verschlusssachen sind.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Mitarbeiter werden immer wieder in ihrem Arbeiten eingeschränkt. Die Bedingungen werden schlechter und man tut so, als wenn dies so sein müsste, weil der Gesellschafter dies so will. Die Geschäftsleitung sagt immer wieder "einfach mal machen". Nein, man wird ausgebremst und das teilweise vom mittleren Management.
Verbesserungsvorschläge
Hört auf Eure Mitarbeiter und nicht auf die HR Abteilungen, was die Arbeitsbedingungen angeht. Führungskräfte brauchen engagierte MA, nicht umgekehrt.
Arbeitsatmosphäre
Es herrscht immer wieder Uneinigkeit über Prioriäten der einzelnen Projekte.
Kommunikation
Das ist wirklich verbesserungswürdig. Auch wenn man beteuert, dass man hier besser werden will, passiert das nicht. Man wartet mit neuen Einschränkungen erst ab, bis dass das Great Place to Work Ergebnis (was tatsächlich gut war) vorhanden ist. Dienst-KFZ: Privat-KM wurden um fast 10.000km einfach innerhalb von 2 Wochen gekürzt. Es werden immer erst Einschränkungen verkündet und dann muss jeder Bereich interpretieren, was das letztlich bedeutet (siehe: 60% "soll" im Office gearbeitet werden).
Kollegenzusammenhalt
Im Team gut, außerhalb naja... das Team of Teams wird eigentlich nicht gelebt.
Work-Life-Balance
Es gibt Kollegen, die einen selbst gewählten Bore-Out haben, andere arbeiten jenseits der rechtlichen Schwelle. Bestes Beispiel für die Berichterstattung nach oben: Die Stunden sind in einem Spreadsheet einzugeben, die maximal das gesetztlich erlaubte Maß zulässt. Eine ehrliche Berichterstattung über geleistete Stunden ist so nicht möglich. Es wird auch nie thematisiert, denn offiziell gibt es ja keine Verstöße, die ja nicht dokumentiert werden können.
Vorgesetztenverhalten
Im Team super, aber es gibt Bereiche, die Mikromanagement zur Tagesordnung haben. Führungskräfte (bis in die obersten Ebenen) lassen sich minutiös die Anwesenheit der MA berichten.
Interessante Aufgaben
Wer will nicht die Grundordnung unseres Rechtsstaats schützen, indem er die Bw in der IT fit macht? Es gibt leider zunehmend mehr Erbsen-Zähler, Compliancechecker oder unproduktive Bereiche von denen die Bundeswehr nichts hat und die andere von der Arbeit abhalten.
Wir verwalten lieber die Arbeit als sie zu tun.
Gleichberechtigung
Das Thema Vielfalt wird aktiv unterstützt. In manchen Bereichen werden Frauen massiv bevorzugt, was Karriere angeht, in anderen sind es alte Männer. Ausgeglichen!
Umgang mit älteren Kollegen
Die meisten Kollegen und Kolleginnen sind schon sehr erfahren. Junges Personal ist häufig mit Admin-Aufgaben betraut. Es gibt eine Duz-Kultur, was tatsächlich nicht von jedem gerne gesehen wird. In Summe aber ganz OK.
Arbeitsbedingungen
In Büros sind kaum Klimaanlagen vorhanden. In Bonn sind Sommer-Temperaturen über 30 Grad im Büro keine Seltenheit. Die IT ist alle 4 Jahre im Austausch. Die neuen Reiserichtlinien werden als nachhaltig und effizient verkauft. Die Geschäftsführung und direkt Berichtende sind natürlich ausgenommen. Man soll mit der Bahn fahren, Mietwagen sind nur die Ausnahme. Man soll Poolfahrzeuge nehmen, die man aber nicht mit nach Hause nehmen darf. Alles wird GPS überwacht - auch die Dienstfahrzeuge. Reisen will man verhindern und vergisst dabei, dass die Kosten für MA und den Steuerzahler keinen stören. Hier wird unsinnig nicht das günstigste, sondern nur das Verkehrsmittel, welches die größte Überwachung ermöglich, präferiert. Alles zum Schaden des Steuerzahlers.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Man gibt sich nachhaltig... in Wirklichkeit werden gemäß Auftrag IT Komponenten alle paar Jahre verschrottet. Man versteckt sich hinter der Aussage "da könnten empfindliche Daten drauf sein". Man legt Wert auf sozialen Zusammenhalt, was z.B. bei der Katastrophe im Ahrtal viele Helfer ermöglicht hatte, ohne, dass sie Urlaub nehmen mussten.
Gehalt/Benefits
Verglichen mit aktienbasierten IT Unternehmen ist die Bezahlung OK. Das Aufsteigen erfolgt nach dem Prinzip, dass eine neue Stelle erforderlich ist, auf die man sich bewerben muss. Vor Jahren wurden aus 90 Jobrollen nun über 500 - aus Gründen der Vereinfachung und Standardisierung (kein Witz!). Die Gehaltsbandbreiten wurden am unteren Rand erweitert und Referenzgehälter wurden zwei Jahre lang stabil gehalten (obwohl der IT-Markt 4% höher war). Wer kann, schaut mal bei der Rüstungsindustrie rein und bekommt locker 20-30% mehr. Aber man hat ja die Benefits, wie MA-Kaufportale, die jedes Unternehmen in Deutschland hat, oder die 25€, die monatlich auf eine App geladen werden.
Image
Man ist quasi unbekannt - trotzdem werden die Mitarbeiter nun aufgefordert, dass Logo-Shirts mit dem Namen in der Öffentlichkeit nicht getragen werden dürfen - zum Schutz vor Aktivisten. In der Bundeswehr gibt es viele, die uns mögen.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildung ist auch im hohen Alter hier noch möglich - wenn es der Chef erlaubt und die Abteilung der Schulungen irgendwas passendes hat.

