Eine Agentur nach allen Agenturklischees, die dir einfallen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Auf dem Papier gibt es einige Freiheiten wie mobiles Arbeiten. Man kann schon einigermaßen problemlos seinen Tag planen, auch wenn man mal einen Termin hat. Die Kollegen sind jung und das Team ist sehr offen und tolerant. Es ist schön dass hier keinerlei Sexismus, Rassismus und Co geduldet wird.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Agentur erfüllt alle Klischees, die Agenturen so anhängen. Zu viel Arbeit für viel zu wenig Leute, geduldete (und erwartete) Überstunden, Chefs die sich für gar nichts interessieren außer wie viel Geld sie verdienen und wie cool sie wirken. Es wird viel zu wenig kommuniziert und viel zu viele Gerüchte gehen dauernd rum, die alle verunsichern. Es werden Mitarbeiter von heute auf morgen rausgeworfen und es wird kein Wort darüber verloren.
Arbeitsatmosphäre
Es gab selten ruhige Tage, es war immer viel zu tun und man stand täglich unter dem Druck abzuliefern. Ansage von oben war, dass jeder Redakteur noch vor 10 Uhr morgens mindestens einen Artikel live stellen sollte. Gleitzeit? Nur auf dem Papier. Es wurde erwartet, dass man Überstunden macht, wer pünktlich ging, bekam hintenrum von den Chefs Druck. Wären die Kollegen und direkten Vorgesetzten nicht, wäre die Atmosphäre katastrophal.
Work-Life-Balance
Was nach außen kommuniziert und beworben wird, stimmt nicht. Wer Zuhause arbeitet, wird regelmäßig gebeten, häufiger ins Office zu kommen. Wer pünktlich geht oder zu lange Pause macht, wird irgendwann zum Gespräch geholt.
Kollegenzusammenhalt
Die direkten Vorgesetzten bemühen sich, alles zusammenzuhalten, werden aber von oben verfeuert und meistens genauso geghostet wie der Rest. Innerhalb der Redaktion verstehen sich fast alle gut. Aber Konflikte zwischen verschiedenen Abteilungen werden von oben trotzdem angeheizt.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt keine älteren Kollegen.
Vorgesetztenverhalten
Die direkten Vorgesetzten bemühen sich um Feedback und kommunizieren meist offen. Von der Geschäftsführung kommt aber absolut null Interesse an den Mitarbeitern und das spürt man auch.
Arbeitsbedingungen
Man bekommt einen guten Rechner, den man auch privat benutzen kann. Im Büro aber sind die Stühle unbequem, es fehlt Ausstattung oder Steckdosen funktionieren nicht. Außerdem gibt es nicht genug Plätze, wenn doch mal mehr Kollegen im Büro sind.
Kommunikation
Einfache Angestellte bekommen hier nicht viel mit, weder von Änderungen die bevorstehen, noch von größeren Zielen der Geschäftsführung für das Unternehmen. Auch wenn es einen selbst betrifft, weiß man bis zuletzt nicht wohin die Reise eigentlich geht.
Gleichberechtigung
Man merkt wer Chefs Liebling ist und wer nur ein einfacher Angestellter. Einige Kollegen dürfen auf Messen, zum Lunch in teure Restaurants, werden persönlich begrüßt. Andere sind einfach nur anwesend.
Interessante Aufgaben
Die Aufgabenbereiche sind abwechslungsreich, aber wenn man Pech hat, muss man trotzdem den ganzen Tag öde Sachen schreiben, weil der Kunde XY eben am meisten bezahlt...