Ihr Unternehmen?

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GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Der schlimmste Arbeitgeber, den ich bisher hatte

2,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Hamburg gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Lob von den obersten Chef gibt es selten. Es wird eigentlich nur etwas gesagt, wenn ein Fehler gemacht wurde. Und die werden dann ordentlich aufgebauscht.
Chefs reden vor Kunden schlecht über Mitarbeiter.
Es wird viel Druck ausgeübt, Überstunden werden erwartet, es wird nicht gerne gesehen, wenn man pünktlich Feierabend macht (auch wenn man seine Aufgaben fertig hat für den Tag).
Man wird ständig kontrolliert, ob bei Teams der Status auf "abwesend" ist oder wenn man mal nur einen Artikel am Tag geschafft hat.
Man soll mit Problemen zu Teamleitern oder HR kommen, aber man traut sich nicht, weil nicht professionell agiert und kommuniziert wird.
In den letzten Monaten haben mehrere Mitarbeiter:innen gekündigt oder wurden entlassen. Das wird aber nicht offen kommuniziert, d.h. man fragt sich auf einmal: Wo ist eigentlich Kolleg:in XY?

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Chefs erzählen, was für tolles Feedback sie immer zur Firma bekommen. Außenwahrnehmung vor allem gegenüber Kunden scheint also ganz gut zu sein. Innerhalb der Firma wird eigentlich nur schlecht über den Arbeitgeber geredet, viele sind unzufrieden.

Work-Life-Balance

An sich ein gutes Modell. Viel Homeoffice, einige Kolleg:innen arbeiten komplett remote. Hintenrum kriegt man dann aber zu hören, dass man häufiger ins Büro kommen soll. Spontane Überstunden werden erwartet, ansonsten Mitarbeitergespräch. Überstunden soll man nicht zu viel anhäufen, aber auch nicht zu schnell wieder abbummeln. Es gilt Vertrauensarbeitszeit, aber wenn man die Zeiten zu genau oder zu ungenau erfasst, gibt es ein Mitarbeitergespräch. Man kann es eigentlich nur falsch machen.
Es wird viel über Whatsapp kommuniziert, es gibt aber für die wenigsten ein Firmenhandy oder eine E-Sim-Karte.
Die Firma schmückt sich damit, dass morgens jeder anfangen darf, wann es ihm passt (Frühaufsteher oder Langschläfer). Die Frühaufsteher kriegen aber häufig zu hören, dass sie dann ja so früh Feierabend machen.
Wenn man ein dickes Fell hat und einfach sein Ding durchzieht, hat man durch die Remote-Option viel Freizeit.

Karriere/Weiterbildung

Kriterien für beruflichen Aufstieg sind nicht bekannt. (Wenn man mitbekommt, welchen Workload die Teamleiter haben und wie viele schon ein Burn-out hatten, überlegt man sich aber auch genau, ob man in der Firma aufsteigen möchte.)
Kolleg:innen, die eine Senior-Position haben, können auch wieder "degradiert" werden. Fortbildungen sind möglich, muss man selbst raussuchen und zum Thema machen. Es gab zu meiner Zeit einen Kommunikationsworkshop für alle Mitarbeiter:innen.

Gehalt/Benefits

Gehalt wird pünktlich ausgezahlt. Kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld zu der Zeit, als ich angestellt war.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Firma arbeitet fast komplett papierfrei, alles digital. Bei den Getränken wird auf eine regionale Marke zurückgegriffen. Schwierig wird es, wenn man darüber nachdenkt, dass man mit seiner Arbeit Leute dazu animiert, viel online zu kaufen, wovon viel wieder zurückgeschickt wird.

Kollegenzusammenhalt

Es wird viel gelästert, man weiß nicht, wem man "vertrauen" kann. Du kannst dir ziemlich sicher sein: Erzählst du bestimmten Kolleg:innen etwas, weiß es 1 stunde später fast die ganze Firma.

Umgang mit älteren Kollegen

Gibt keine älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Die Entscheidungen, die die Vorgesetzten treffen, sind absolut nicht nachvollziehbar. Erzählen, dass aus Kostengründen Mitarbeiter entlassen werden mussten und stellen ein paar Wochen später drei neue Mitarbeiter ein. Sehr undurchsichtig. Langfristige Strategie nicht erkennbar. Chefs sind sich zu fein, in wichtigen Kündigungsgesprächen oder am letzten Arbeitstag eines Mitarbeitenden anwesend zu sein.
Die direkten Vorgesetzten (Teamleiter) sind total überfordert, Workload ist viel zu hoch. In Mitarbeitergesprächen kann es auch mal persönlich werden.

Arbeitsbedingungen

Im Sommer bei heißen Temperaturen ist es im Büro nicht auszuhalten. Wenn alle Kolleg:innen ins Büro kommen würden, gäbe es nicht genügend Arbeitsplätze. Aber es wird sich gewünscht, dass man oft ins Büro kommt. Es kam schon vor, dass dann einige Kolleg:innen am Küchentisch arbeiten mussten. Großraumbüro, sehr hoher Lautstärkepegel. Positiv: Jeder Mitarbeiter wird mit einem neuen Laptop (Windows oder Apple) ausgestattet, den man auch privat nutzen darf. Kostenlose Getränke im Büro, Hund ist im Büro erlaubt.

Kommunikation

Die Kommunikation ist eins der größten Probleme in dieser Firma. Es wird alles hintenrum geredet und über drei Ecken anstatt mit der betreffenden Person. Beispiel: Chef sitzt im Büro. Chef geht zu Mitarbeiterin A, damit diese Mitarbeiterin B etwas ausrichten kann. Chef und Mitarbeiterin B sitzen aber keine 5 Meter auseinander. Die Chefs kommunizieren überhaupt nicht mit den Mitarbeitern, läuft alles über Teamleiter oder HR. Probleme werden nicht direkt angesprochen, man erfährt dann Wochen später von Kolleg:innen, dass der Firma etwas nicht passt. Man bekommt nicht wirklich die Chance, sich dann dazu zu äußern.
Da die meisten im Homeoffice arbeiten, läuft die Kommunikation fast ausschließlich über Teams. Da kommen so viele Nachrichten am Tag, dass man aufgeschmissen ist, wenn man im Urlaub war oder nur ein paar Tage die Woche arbeitet. Viele Informationen gehen unter, werden nicht richtig weitergegeben.

Interessante Aufgaben

In der Redaktion kann man eigene Themenvorschläge einbringen und hat ein bisschen Einfluss darauf, über welche Themen man schreiben darf. Ob es interessant ist, darüber zu schreiben, welcher Fernseher gerade im Angebot ist oder wie man Blattläuse bekämpft, muss jeder für sich selbst entscheiden. Was mich gestört hat: Chefs reden darüber, dass die Firma unabhängig ist und unabhängige Kaufratgeber schreibt, aber: Produkte von Firmen, die viel Geld zahlen, werden besonders behandelt und müssen in den Artikeln integriert werden. Ist ja in Ordnung, aber dann sollte mich nicht sagen, dass man unabhängig ist.


Gleichberechtigung

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.