C&A als Arbeitgeber

  • Düsseldorf, Deutschland
  • BrancheHandel
Kein Firmenlogo hinterlegt

Man kann nur noch den Kopf schütteln

1,9
Nicht empfohlen
Führungskraft / ManagementHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei C&A in Düsseldorf gearbeitet.

Was macht dein Arbeitgeber im Umgang mit der Corona-Situation nicht gut?

Verstaubtes Image. Viel zu wenig Veränderungsbereitschaft. Vorallem bei Entscheidern. Hier spielen eigene Befindlichkeiten bei langjährigen Managern vorallem die größte Rolle.

Wie kann dich dein Arbeitgeber im Umgang mit der Corona-Situation noch besser unterstützen?

Man schickt die Mitarbeiter sofort in Kurzarbeit und beantragt RÜCKWIRKEND Kurzarbeitergeld welches dann verrechnet wird, weil der vorige Monat noch voll bezahlt wurde. Während andere Unternehmen voll oder bis zu 90% aufstocken, zeigt sich hier der „soziale“ Umgang durch das absolute Minimum.
Bei einem Unternehmen dieser Größe könnte man annehmen, das es in den ganzen Jahren Rücklagen gebildet hat, oder der EK Anteil hoch ist. Aber nichts. Alleine hier zeigt sich das Missmanagement der vergangenen Jahrzehnte.

Arbeitsatmosphäre

Selten derart langjährige und kopflose Changeprozesse erlebt, in denen nichts passiert. In diesem Unternehmen arbeiten noch viel zu viel „Manager“ der vergangenen 20-30 Jahre, die jeden Wandel mit ihrer Unfähigkeit endlich essenzielle Änderungen voranzutreiben, zunichte machen.

Kommunikation

In Veränderungsprozessen muss kommuniziert werden. Aber das ist hier Fehlanzeige. Und wenn über Veränderungen kommuniziert wird, dann sind diese bereits umgesetzt worden. Vom obersten Mangement sieht man rein gar nichts.

Kollegenzusammenhalt

Abteilungsabhängig. Bei uns gut, da das Team zum grossen Teil aus vielen neuen Mitarbeitern besteht, die zu Veränderungen bereit sind. In anderen Abteilungen ein heiloses Durch- und Gegeneinander. Wäre die Kommunikation untereinander besser, würde vieles einfacher gehen.

Work-Life-Balance

Nun ja. Man kommt früh und geht spät. Viele Mitarbeiter haben Angst normale Zeit zu arbeiten, wenn die Manager am Freitagabend noch um 19 Uhr vor Ort sitzen und... ja, was genau eigentlich machen? Bei dem Arbeitseinsatz müsste C&A eigentlich ganz vorne dabei sein. Ist es aber nicht. Für das, was viele „arbeiten“, tut sich viel zu wenig.
Homeoffice? Natürlich. 1 Tag die Woche, nach voriger Genehmigung durch uns Führungskräfte. Hier schaut man sich von Seiten BR die „Akzeptanz“ der Mitarbeiter an, die sehr hoch ist. Aber viele Führungskräfte haben dennoch ein Problem, wenn sie ihre Leute nicht vor Ort sehen und lassen die das auch spüren.

Vorgesetztenverhalten

Angst zu verändern. Es wird viel zu sehr nach dem Mund von den Führungsetagen geredet. Feedbacks aus den operativen Bereichen werden gefiltert und verpackt (wenn überhaupt) nach oben getragen.

Interessante Aufgaben

Man dreht sich so im Kreis und reibt sich auf. Jede Aufgabe die man angeht wird letztendlich dann so nicht umgesetzt, weil es nicht zur „Ausrichtung“ passt. Bloß hat niemand eine Ahnung was die Ausrichtung überhaupt ist oder wo es hingehen soll. Letztendlich hat c&a es versäumt sich zielgruppenspezifisch, wie es die Wettbewerber machen, zu positionieren. Es allen recht zu machen, ist nun mal nicht möglich. Und dazu gehört es auch, sein Sortiment dahingehend zu modernisieren und dem Markt anzupassen. Nachwievor sind die Kollektionen zu behäbig, die Angst eine Zielgruppe zu verprellen zu groß, was sich wiederum auf alle Aufgaben auswirkt. Die Schritte sind einfach viel zu klein.

Umgang mit älteren Kollegen

Gibt es vor Ort in Düsseldorf und in den Stores ausreichend.

Arbeitsbedingungen

Die IT Infrastruktur ist absolut desaströs. Willkommen im digitalen Zeitalter. Man fragt sich, wie man auf solche Gegebenheiten überhaupt moderne Prozesse aufbauen soll.
Dazu sind diese viel zu komplex und veraltet.
Klimaanlagen funktionieren schlecht, da fast alle Räume in den letzten Jahren umgebaut wurden, um Mitarbeiter/Abteilungen zu verschieben. Dort wurden Trockenwände durchgezogen, so dass die eigentliche Beschaffenheit nicht mehr gegeben ist. Raum A, regelt plötzlich die Temperatur des Raumes B.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ganz oben dabei. Ist aber nicht alles. Vielleicht mal lieber bei den Benefits ansetzen, wo uns jedes Unternehmen überholt und es schwer ist, überhaupt neue Kollegen zu gewinnen.

Gehalt/Sozialleistungen

Ist okay. Im Handel sind Gehälter nun mal nicht so hoch wie in anderen Branchen. Das muss man wissen und auch bereit sein hinzunehmen.
ABER: Parken kostet. Kantine kostet. Wasser kostet. Hier gibt es Pauschalen.

Image

Liest man ja in den anderen Bewertungen.Irgendwas läuft falsch, bei derart schlechten Hinweisen der Arbeitnehmer. Interessiert jedoch anscheinend auch niemanden. Bio Baumwolle alleine macht nun mal keinen guten Arbeitgeber aus.
Ich versuche so sachlich und ehrlich wie es geht, diese Bewertung vorzunehmen. Aber es fällt mir leider nicht viel positives ein, was man anmerken kann. Dies ist mehr als bedauerlich. Aber vorallem traurig. Es gibt soviel motivierte und gute Mitarbeiter, welche aber aufgrund Missmanagement ausgebremst werden. Sowas schmerzt.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt nicht wirklich Karrierepfade oder Entwicklungspläne bei C&A. Hier fehlt vorallem ein (digitales) Konzept auf dem aufgebaut wird. Man kann seine jüngeren Mitarbeiter nur mit Aufgaben motivieren, die jedoch meistens aus oben genannten Gründen keine Früchte innerhalb des Unternehmens tragen.


Gleichberechtigung