Verbesserungswürdig - schwierige Teamkultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einzelne Kollegen haben sich trotz schwieriger Situationen bemüht, Unterstützung und Wertschätzung zu zeigen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Über längere Zeit hatte ich das Gefühl, fachlich und persönlich nicht wirklich Teil des Teams zu sein. Eigene Expertise wurde häufig nicht ernst genommen oder ignoriert. Statt gemeinsamer Zusammenarbeit entstand oft der Eindruck, dass Entscheidungen bereits feststanden und man diese lediglich umsetzen soll. Selbst bei meiner Kündigung hatte ich nicht das Gefühl, dass großes Interesse daran bestand, die Gründe zu verstehen oder das Gespräch zu suchen. Auch beim Abschied war die Resonanz sehr gering, während man bei anderen Mitarbeitenden deutlich mehr Zusammenhalt und Präsenz wahrgenommen hat. Das hat mein Gefühl, nicht wirklich dazuzugehören, letztlich noch einmal bestätigt.
Verbesserungsvorschläge
Die Zusammenarbeit zwischen Teams sollte stärker auf gegenseitigem Respekt und fachlicher Wertschätzung basieren.
Mitarbeitende sollten aktiv in relevante Prozesse und Entscheidungen eingebunden werden, insbesonders wenn ihre Expertise unmittelbar betroffen ist. Konflikte sollten frühzeitig neutral moderiert und nicht über längere Zeit ignoriert werden. Zudem wäre eine offenere und transparentere Kommunikationskultur wichtig, damit sich niemand dauerhaft ausgeschlossen oder übergangen fühlt.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hat sich über die Jahre zunehmend verschlechtert. Besonders in der teamübergreifenden Zusammenarbeit entstand bei mir dauerhaft das Gefühl, nicht wirklich dazuzugehören. Ich hatte häufig das Gefühl, eher ausgegrenzt als eingebunden zu werden. Entscheidungen wurden oft ohne meine Einbindung getroffen, obwohl meine Arbeit direkt davon betroffen war.
Wertschätzung für die eigene Arbeit oder Expertise habe ich kaum noch wahrgenommen.
Image
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen modern, kreativ und wertschätzend. Intern habe ich die Zusammenarbeit jedoch anders erlebt. Besonders Themen wie Einbindung, Wertschätzung und respektvolle Kommunikation wurden aus meiner Sicht nicht immer gelebt.
Work-Life-Balance
Die Möglichkeit, zu 100 % im Homeoffice zu arbeiten, trägt wesentlich zu einer besseren Balance zwischen Berufs- und Privatleben bei.
Flexible Arbeitsmöglichkeiten waren grundsätzlich gegeben. Die langfristig belastende Zusammenarbeit und das Gefühl permanenter Rechtfertigung wirkten sich jedoch zunehmend negativ auf mein Wohlbefinden aus. Dadurch fiel es mir mit der Zeit immer schwerer, mich im Arbeitsumfeld wohlzufühlen.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt Möglichkeiten sich fachlich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wurden eigene Ideen oder Einschätzungen aus meiner Sicht häufig nicht ernst genommen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfand ich im Verhältnis zur Verantwortung und zum Arbeitsaufwand nicht als angemessen. Besonders durch die eigenständige Betreuung und die fachliche Verantwortung hätte ich mir langfristig eine stärkere Wertschätzung auch auf finanzieller Ebene gewünscht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen vermittelt nach außen ein modernes und bewusstes Image. Intern hätte ich mir jedoch insbesondere im sozialen Miteinander mehr Wertschätzung, Offenheit und nachhaltige Teamkultur gewünscht.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb einzelner Teams war der Zusammenhalt vorhanden, teamübergreifend habe ich die Atmosphäre jedoch anders erlebt.
Über längere Zeit entstand bei mir das Gefühl, bewusst außen vor gelassen zu werden.
Beispielsweise gab es Kommunikationsgruppen und Abstimmungen, in die ich trotz direkter Beteiligung an Projekten nicht eingebunden wurde. Dadurch entstand zunehmend das Gefühl, nicht Teil des Teams zu sein.
Umgang mit älteren Kollegen
Zum Umgang mit älteren Kollegen kann ich nichts Negatives sagen. In diesem Bereich habe ich keine auffälligen oder problematischen Situationen mitbekommen.
Vorgesetztenverhalten
Probleme und Konflikte wurden zwar angehört, aus meiner Sicht jedoch nicht nachhaltig gelöst. Häufig wurde vermittelt, dass man sich der Situation annimmt, eine spürbare Veränderung habe ich jedoch nicht wahrgenommen. Statt unterschiedliche Perspektiven neutral zu betrachten, hatte ich oft das Gefühl, dass Aussagen anderer ungeprüft übernommen wurden, während meine Sichtweise weniger berücksichtigt wurde. Dadurch entstand bei mir zunehmend das Gefühl, mit Problemen allein gelassen zu werden.
Arbeitsbedingungen
Die technischen Voraussetzungen und die generellen Rahmenbedingungen waren grundsätzlich sehr gut. Erschwert wurde die tägliche Arbeit jedoch durch unklare Prozesse, unvollständige Briefings, fehlende Abstimmungen und viele kurzfristige Änderungen, wodurch unnötige
Feedbackschleifen entstanden sind.
Kommunikation
Die Kommunikation war häufig einseitig und nicht auf Augenhöhe. Vereinbarte Prozesse wurden nicht konsequent eingehalten und wichtige Informationen oft verspätet oder unvollständig weitergegeben. Feedback wirkte teilweise weniger konstruktiv, sondern eher kontrollierend. Zudem hatte ich häufig das Gefühl, mich dauerhaft rechtfertigen zu müssen, obwohl fachliche Entscheidungen begründet waren.
Gleichberechtigung
Offensichtliche Unterschiede aufgrund persönlicher Merkmale habe ich nicht wahrgenommen. Allerdings hatte ich zunehmend das Gefühl, dass Meinungen und fachliche Einschätzungen nicht gleichwertig behandelt wurden. Eigene Expertise wurde häufig hinterfragt oder ignoriert, während andere Sichtweisen deutlich mehr Gewicht hatten. Dadurch entstand bei mir langfristig der Eindruck, dass nicht jede Stimme innerhalb der Zusammenarbeit gleichermaßen ernst genommen wird.
Interessante Aufgaben
Leider wurde fachliche Expertise im Alltag zunehmend weniger berücksichtigt. Häufig entstand der Eindruck, dass man Entscheidungen nicht gemeinsam entwickelt, sondern lediglich „umsetzen soll, was gesagt wird", unabhängig von fachlichen Einwänden oder bestehenden Richtlinien.
