Gute Patientenversorgung, deutlicher Verbesserungsbedarf für Mitarbeitende
Verbesserungsvorschläge
Verbesserungspotenzial besteht insbesondere in den Bereichen Kommunikation, Dienstplanung und Mitarbeiterbindung. Eine transparentere Kommunikation, eine ausgewogenere Dienstplangestaltung sowie attraktivere Sozialleistungen könnten zur Zufriedenheit der Mitarbeitenden beitragen. Zudem könnten Weiterbildungsmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven stärker gefördert werden.
Image
Das Image des Unternehmens wird aus Mitarbeitersicht eher durchschnittlich wahrgenommen. Positiv sind die zuverlässige Gehaltszahlung und die Versorgung der Patienten. Gleichzeitig bestehen aus meiner Sicht Verbesserungspotenziale in Bereichen wie Kommunikation, Dienstplanung und Mitarbeiterzufriedenheit, was sich auf die Gesamtwahrnehmung des Unternehmens auswirkt.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance leidet unter einer wenig ausgewogenen Dienstplanung. Teilweise werden Kolleginnen und Kollegen an bis zu vier Wochenenden eingeplant. Zudem werden einzelne Nachtdienste gezielt zwischen Tagdiensten gelegt, wodurch längere zusammenhängende Freizeitphasen verhindert werden. Dies erschwert eine ausreichende Erholung und lässt wenig Raum für private Aktivitäten sowie eine verlässliche Freizeitplanung.
Karriere/Weiterbildung
Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung sind vorhanden, erscheinen jedoch eher begrenzt. Umfangreichere Karriereperspektiven oder gezielte Entwicklungsprogramme sind nur eingeschränkt erkennbar. Wer sich langfristig fachlich oder beruflich weiterentwickeln möchte, stößt daher möglicherweise an Grenzen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt wird zwar zuverlässig und pünktlich ausgezahlt, zusätzliche Sozialleistungen sind jedoch nur sehr eingeschränkt vorhanden. Weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld werden gezahlt. Eine betriebliche Altersvorsorge wird angeboten, darüber hinaus bestehen jedoch kaum nennenswerte Vorteile. Dienstwagen werden zwar bereitgestellt, die Kosten werden jedoch zu einem großen Teil von den Mitarbeitenden selbst getragen und die private Nutzung ist eingeschränkt. Zuschüsse für Fahrten mit dem privaten Fahrzeug werden nicht gewährt. Insgesamt besteht in diesem Bereich aus meiner Sicht deutlicher Verbesserungsbedarf.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein besonderes Umwelt- oder Sozialbewusstsein des Unternehmens ist im Arbeitsalltag nur wenig erkennbar. Viele Mitarbeitende nehmen täglich lange Anfahrtswege in Kauf, ohne dass hierfür nennenswerte Unterstützung angeboten wird. Dienstwagen werden zwar bereitgestellt, die Kosten werden jedoch weitgehend von den Mitarbeitenden selbst getragen. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass soziale und nachhaltige Aspekte im Unternehmen keine hohe Priorität haben.
Kollegenzusammenhalt
Nicht Vorhanden
Umgang mit älteren Kollegen
Dieser Aspekt lässt sich nur eingeschränkt bewerten, da in der außerklinischen Intensivpflege oft eigenständig gearbeitet wird und der direkte Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen begrenzt ist. Aus diesem Grund erfolgt eine neutrale Bewertung.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten des Vorgesetzten wird als eher distanziert wahrgenommen. Der direkte Kontakt zu den Mitarbeitenden ist vergleichsweise gering, da man ihn nur selten sieht oder von ihm hört. Dadurch entsteht teilweise der Eindruck, dass die Nähe zum Team und der regelmäßige Austausch mit den Mitarbeitenden fehlen. Eine stärkere Präsenz und Kommunikation könnten zu einer besseren Zusammenarbeit beitragen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt in Ordnung. Da in der außerklinischen Intensivpflege überwiegend im häuslichen Umfeld der Patienten gearbeitet wird, haben viele Aspekte der Arbeitsumgebung nur bedingt mit dem Arbeitgeber selbst zu tun. Daher erfolgt eine durchschnittliche Bewertung.
Kommunikation
Die interne Kommunikation wirkt inkonsequent. Während Mitarbeitende bei Anliegen auf die Kommunikation per E-Mail verwiesen werden, nutzt das Unternehmen selbst regelmäßig WhatsApp, wenn kurzfristig Informationen benötigt werden. Dadurch entsteht der Eindruck unterschiedlicher Regeln für Mitarbeitende und Arbeitgeber.
Gleichberechtigung
Die Gleichbehandlung von Mitarbeitenden wird nicht immer als vollständig gegeben wahrgenommen. Insbesondere bei der Dienstplanung entsteht teilweise der Eindruck, dass einzelne Mitarbeitende bevorzugt werden. Ob dies tatsächlich der Fall ist, lässt sich schwer beurteilen, jedoch kann eine solche Wahrnehmung das Gefühl von Fairness innerhalb des Teams beeinträchtigen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind eher wenig abwechslungsreich und entsprechen den typischen Tätigkeiten des Arbeitsbereichs. Dies ist jedoch weniger auf das Unternehmen selbst zurückzuführen als auf die Art der Tätigkeit. Wer sich für diesen Bereich interessiert, wird die Aufgaben vermutlich deutlich spannender empfinden. Daher ist dieser Aspekt als neutral zu bewerten.