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GmbH
Bewertung

Zwischen starkem Teamzusammenhalt und wachsendem Druck von oben

2,9
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Carglass GmbH in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Den starken Zusammenhalt unter den Kollegen und den guten direkten Vorgesetzten.
Dass trotz der schwierigen Situation viele Mitarbeiter füreinander da sind und sich gegenseitig unterstützen.
Die Aufgaben grundsätzlich abwechslungsreich und interessant sind, wenn man sich einbringen darf.
Das Gehalt im Großen und Ganzen fair ist.
Das soziale Engagement des Unternehmens, beispielsweise Projekte wie Afrika Tikkun.
Dass der direkte Vorgesetzte versucht, den Druck von oben vom Team fernzuhalten und die Mitarbeiter zu motivieren.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Den ständigen Druck von oben und die fehlende Wertschätzung durch höhere Führungskräfte.

Schlechte und teilweise unehrliche Kommunikation sowie widersprüchliche Aussagen.

Dass Mitarbeiter gegeneinander ausgespielt werden und kein fairer Umgang herrscht.

Fehlende Transparenz bei Karrierechancen und Gradings.

Dass ältere Mitarbeiter oft nicht ausreichend unterstützt oder gefördert werden.

Die zunehmende Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in den letzten Monaten.

Dass viele Entscheidungen realitätsfern wirken und die tatsächlichen Probleme im Arbeitsalltag nicht verstanden werden.

Fehlendes Verständnis dafür, dass nicht jeder Mitarbeiter ein klassischer Verkäufer ist.

Zu wenig Mitsprachemöglichkeiten und kaum echte Wertschätzung für Eigeninitiative.

Verbesserungsvorschläge

Mehr Ehrlichkeit und Transparenz in der Kommunikation statt ständigem Druck und widersprüchlichen Aussagen.

Führungskräfte sollten wieder lernen, Wertschätzung zu zeigen und Mitarbeiterleistungen anzuerkennen.

Regionalleiter sollten näher an der Realität im Arbeitsalltag arbeiten und aktuelle Probleme verstehen, statt nur Druck weiterzugeben.

Mitarbeiter nicht gegeneinander ausspielen, sondern den Teamzusammenhalt stärken.

Faire und nachvollziehbare Karriere- und Gradingprozesse schaffen, die nicht von einzelnen Personen abhängig sind.

Ältere Mitarbeiter besser unterstützen, gezielt schulen und ihre Erfahrung mehr wertschätzen.

Mehr Mitspracherecht für Mitarbeiter ermöglichen und Eigeninitiative fördern.

Work-Life-Balance ernst nehmen und Mitarbeiter nicht absichtlich in Minusstunden drücken.

Führungskräfte sollten privates und berufliches klar trennen und alle Mitarbeiter gleich behandeln.

Nachhaltigkeit im Arbeitsalltag stärker berücksichtigen und unnötige Verschwendung vermeiden.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre im Team ist aktuell vor allem dank des direkten Vorgesetzten und der Kollegen noch positiv. Der Zusammenhalt untereinander funktioniert gut und man unterstützt sich gegenseitig. Leider kommt von den sogenannten Regionalleitern kaum Wertschätzung – selbst ein einfaches Lob scheint zu viel verlangt zu sein. Statt Motivation und Unterstützung entsteht eher der Eindruck, dass langjährige Mitarbeiter gezielt vergrault werden. Zudem wird oft nicht verstanden, dass wir keine klassischen Verkäufer sind und andere Aufgaben sowie Prioritäten haben. Dieses fehlende Verständnis sorgt zusätzlich für Frust und wirkt sich negativ auf das Betriebsklima aus. Was

Kommunikation

Die Kommunikation im Unternehmen ist leider sehr schwierig. Statt eines offenen und respektvollen Austauschs besteht sie häufig aus Druck und wenig Transparenz. Aussagen werden verdreht oder einem Worte in den Mund gelegt, die so nie gesagt wurden. Dadurch entsteht viel Frust und Misstrauen. Konstruktive Gespräche auf Augenhöhe sind selten, was die Zusammenarbeit und das Arbeitsklima deutlich belastet. Zudem sollten sich manche Führungskräfte stärker mit den aktuellen Themen und tatsächlichen Herausforderungen beschäftigen, anstatt ins SC zu kommen und Dinge zu kritisieren oder umzusetzen, die angeblich falsch seien, obwohl diese Vorgaben direkt vom Unternehmen selbst stammen. Das sorgt zusätzlich für Unverständnis bei den Mitarbeitern.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist grundsätzlich sehr gut. Viele Mitarbeiter unterstützen sich gegenseitig und versuchen trotz der schwierigen Umstände gemeinsam Lösungen zu finden. Leider entsteht jedoch immer häufiger der Eindruck, dass die Regionalleiter versuchen, Mitarbeiter gegeneinander auszuspielen. Das belastet das Vertrauen innerhalb des Teams und sorgt unnötig für Spannungen. Statt den Zusammenhalt zu stärken, wird dadurch die Stimmung im Arbeitsalltag deutlich verschlechtert.

Work-Life-Balance

Von einer guten Work-Life-Balance kann hier leider keine Rede sein. Mitarbeitern wird per Video mitgeteilt, dass künftig jeder zwei Samstage im Monat arbeiten soll – ohne dabei wirklich auf die Bedürfnisse der Belegschaft einzugehen. Fraglich ist dabei, was am zuvor freiwilligen sechsten Arbeitstag so verwerflich gewesen sein soll. Gleichzeitig wird man außerhalb der Saison teilweise provokativ in Minusstunden gedrückt. Das wirkt wenig mitarbeiterorientiert und erschwert eine vernünftige Balance zwischen Arbeit und Privatleben erheblich.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten des direkten Vorgesetzten ist wirklich sehr positiv. Er hat klare Vorstellungen von der Zukunft bei Carglass, setzt nachvollziehbare Ziele und sorgt für Orientierung im Arbeitsalltag. Gleichzeitig weiß er, dass nicht immer alles zu 100 % erreichbar ist, und erkennt die täglichen Anstrengungen des Teams an. Besonders hervorzuheben ist, dass er den Druck von oben bestmöglich vom Team fernhält und versucht, die Mitarbeiter trotz der schwierigen Situation motiviert zu halten. Ohne ihn wäre ich persönlich wahrscheinlich nicht mehr im Unternehmen. Seine Art macht für viele im Team einen großen Unterschied.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben an sich sind durchaus interessant und abwechslungsreich – vor allem dann, wenn man die Möglichkeit bekommt, sich aktiv einzubringen und eigene Ideen einzusetzen. Leider hat man oft das Gefühl, dass Verbesserungsvorschläge oder Eigeninitiative nicht wirklich erwünscht sind. Mit mehr Vertrauen in die Mitarbeiter und mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten könnte die Arbeit deutlich motivierender und interessanter sein.

Gleichberechtigung

Von echter Gleichberechtigung ist leider wenig zu spüren. Häufig entsteht der Eindruck, dass manche Mitarbeiter bevorzugt behandelt werden, während andere deutlich weniger Wertschätzung oder Unterstützung erhalten. Statt eines fairen und gleichen Umgangs wirkt es oft so, als wäre der eine „besser“ als der andere. Teilweise entsteht dabei auch der Eindruck, dass einige Vorgesetzte Privates nicht klar vom Beruflichen trennen können. Das führt zusätzlich zu Unverständnis und belastet das Miteinander im Team.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kollegen wirkt leider wenig wertschätzend. Von ihnen wird häufig die gleiche Leistung erwartet wie von deutlich jüngeren Mitarbeitern – unabhängig von körperlichen oder gesundheitlichen Voraussetzungen. Können sie dieses Tempo nicht mehr dauerhaft halten, müssen oft die jüngeren Kollegen die zusätzliche Arbeit auffangen. Gleichzeitig werden notwendige Schulungen oder eine vernünftige Einarbeitung bei älteren Mitarbeitern teilweise vernachlässigt. Statt Unterstützung werden sie häufig ins kalte Wasser geworfen. Dadurch geraten manche immer weiter ins Hintertreffen, bis schließlich der Eindruck entsteht, dass gezielt versucht wird, sie aus dem Unternehmen zu drängen.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren bis vor etwa vier bis sechs Monaten noch wirklich gut. Mittlerweile hat sich jedoch vieles deutlich verschlechtert. Es entsteht zunehmend der Eindruck, dass wichtige Werte und ein vernünftiger Umgang mit den Mitarbeitern verloren gehen. Statt auf Erfahrung und ein gutes Miteinander zu setzen, werden Führungskräfte eingestellt, die vor allem Druck ausüben. Aussagen wie, man wäre in der alten Firma selbst krank noch zur Arbeit „gekrochen“ und hätte dafür dankbar sein müssen, sind dabei völlig unangebracht und zeigen wenig Verständnis für die Mitarbeiter. Solche Einstellungen wirken respektlos und belasten das Arbeitsklima zusätzlich erheblich.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Beim Thema Umweltbewusstsein gibt es aus meiner Sicht noch deutlich Luft nach oben. Teilweise wirken Prozesse unnötig verschwenderisch – beispielsweise wenn statt 12 Klammern in einer Verpackung lieber jede einzelne Klammer separat eingetütet wird. Das passt nicht wirklich zu einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Positiv hervorzuheben ist dagegen das soziale Engagement des Unternehmens, beispielsweise durch Projekte wie Afrika Tikkun. Dort zeigt sich, dass soziales Bewusstsein durchaus vorhanden ist.

Gehalt/Benefits

Beim Thema Karriere hat man leider oft das Gefühl, nur hingehalten zu werden. Entwicklungsmöglichkeiten werden zwar in Aussicht gestellt, am Ende bleibt es jedoch häufig bei leeren Versprechungen. Es wirkt wie ein ständiges „Komm her“ und anschließend wird man wieder zurückgestoßen. Diese dauernden widersprüchlichen Aussagen und Versprechungen sorgen mit der Zeit einfach nur noch für Frust.

Das Gehalt an sich ist grundsätzlich in Ordnung. Kritisch sehe ich allerdings das Thema Gradings beziehungsweise Bewertungen. Offiziell sollen diese zwar von mehreren Abteilungen objektiv beurteilt werden, in der Praxis entsteht jedoch der Eindruck, dass man trotz guter Leistung nicht immer eine faire Bewertung bekommt. Wenn der Regionalleiter ein Grading ablehnt, scheint es teilweise gar nicht erst zu einer richtigen Beurteilung zu kommen. Dadurch wirkt das gesamte System wenig transparent und nicht wirklich fair.

Image

Das Image des Unternehmens ist schwierig zu bewerten. Einerseits präsentiert sich Carglass nach außen sehr positiv und wird regelmäßig als Arbeitgeber des Jahres ausgezeichnet. Andererseits sprechen Bewertungen auf Plattformen wie Kununu mit durchschnittlich etwa 3,6 Sternen eine teilweise andere Sprache. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Außenwirkung und tatsächliche Stimmung innerhalb des Unternehmens nicht immer ganz zusammenpassen.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten werden im Unternehmen zwar häufig angesprochen, wirken in der Realität jedoch oft wenig transparent und nicht wirklich greifbar. Viele Mitarbeiter haben das Gefühl, eher hingehalten als tatsächlich gefördert zu werden. Entwicklungschancen werden in Aussicht gestellt, verlaufen aber häufig im Sand oder hängen stark von einzelnen Führungskräften ab.

Auch bei Weiterbildungen fehlt oft eine klare und faire Förderung aller Mitarbeiter. Manche Kollegen werden unterstützt, andere dagegen eher sich selbst überlassen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass nicht die tatsächliche Leistung entscheidet, sondern persönliche Sympathien oder interne Entscheidungen. Insgesamt fehlt vielen Mitarbeitern eine verlässliche Perspektive für die eigene Entwicklung im Unternehmen.

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Arbeitgeber-Kommentar

Sebastian BenninghausUnternehmenskommunikation

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

vielen Dank für deine Bewertung und dass du deine Erfahrungen ausführlich geteilt hast. Es freut mich zu lesen, dass du insbesondere den Teamzusammenhalt und unser soziales Engagement positiv wahrnimmst.

Wir sind überzeugt, dass echte Begeisterung bei der Arbeit der Schlüssel zu außergewöhnlichem Engagement ist. Deshalb legen wir großen Wert auf eine transparente Kommunikation und eine wertschätzende Führungskultur. Es tut mir leid, dass du andere Erfahrungen gemacht hast. Unsere internen Kommunikationsformate haben zum Ziel, dass alle Mitarbeitenden genau dann die Informationen bekommen, wenn sie diese brauchen. Dazu zählen z. B. die News in unserem Intranet, Krack TV, regelmäßige deutschlandweite Calls über Microsoft Teams für alle Mitarbeitende und auch regelmäßige Teammeetings.

Du schreibst, dass du dir nachvollziehbare Karriere- und Gradingprozesse wünschst. Diese sind transparent in unserem Intranet einsehbar. Bei Fragen zum Prozess kannst du dich gerne vertrauensvoll an deine Führungskraft oder an eine Person aus unserem People-Team wenden.

Wir betrachten unterschiedliche Hintergründe, Perspektiven und Erfahrungen als echte Stärke. Deshalb ist uns wichtig, dass sich alle Mitarbeitenden wertgeschätzt fühlen - unabhängig von ihrer Erfahrung. Wir investieren in die Entwicklung unserer Mitarbeitenden. Das gilt auch für Führungskräfte.

Ich möchte gerne besser verstehen, welche Kommunikation und Wertschätzung du dir wünschst. Lass uns über deine Ideen sprechen und schreib mir an: s.benninghaus@carglass.de

Viele Grüße
Sebastian

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.