Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

CARL 
BECHEM 
GMBH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Potential zum Top-Arbeitgeber, leider (noch) nicht ausgenutzt.

3,3
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Hagen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Arbeitszeiten / Gleitzeit
- Die Edenred-Karte
- Möglichkeit des Fahrrad-Leasings
- kurzer Arbeitsweg
- modernisierter ausreichend großer Mitarbeiter-Parkplatz
- meinen direkten Vorgesetzten und meine direkten Kollegen im Team
- absolut überpünktliche Gehaltszahlung (normalerweise kann ich ab dem 25. eines Monats mit meinem Gehalt rechnen)

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- die Höhe des Gehalts
- die Gerüchteküche bzw. das hinterhältige Verhalten vieler Mitarbeiter, die einem ins Gesicht lächeln und bereits anfangen zu lästern, wenn man noch nichtmal ganz den Bereich verlassen hat.
- das Verhalten einiger Vorgesetzter, die offensichtlich den Kontakt zu ihren Mitarbeitern oder ihre Menschlichkeit verloren / vergessen haben.

Verbesserungsvorschläge

- Ernsthaftes Überdenken der Gehaltsvorstellungen. (Ja, ich weiß, dass wir nicht gerade ein riesiges Unternehmen sind und die Aktuelle wirtschaftliche Lage schwierig ist, aber ein so hoher Personaldurchsatz durch unzufriedene Mitarbeiter ist langfristig gesehen sehr viel teurer als die Mitarbeiter durch angemessene Bezahlung zu motivieren und dadurch zu halten)
- TRANSPARENZ: dies wurde durch einige Mitarbeiter auch in der Topjob-Umfrage angesprochen. Feedback dazu? Fehlanzeige. 'Wenn man wissen möchte, wie man im oft angepriesenen "Haustarifvertrag" eingruppiert ist, muss man einen Termin beim Personalleiter machen, um dies zu besprechen' - Zitat eines Betriebsratsmitgliedes. Wozu diese Hürde? Ich freue mich schon sehr auf das bald inkraft-tretende Entgelt-Transparenzgesetz.
- Vorgesetzten-Verhalten: Ich habe großen Respekt vor meinem direkten Vorgesetzten, den ich sehr mag und ebenso habe ich großen Respekt vor unserem Geschäftsführer, der immer einen sehr bodenständigen und korrekten Eindruck auf mich macht. Allerdings gibt es hier einige Vorgesetzte, deren Verhalten teilweise sehr hart an Mobbing grenzt. Beispiele dazu werde ich aufgrund der Nachverfolgbarkeit einzelner Personen hier nicht nennen.

Arbeitsatmosphäre

Wenn es rein um die Arbeit geht, recht gut. Einige frustrierte Mitarbeiter gibt es immer.

Image

Es wird viel Wert auf die Außendarstellung gelegt. Gutes Beispiel dafür sind die Zahlreichen Arbeitgeber-Siegel, die wir tragen. Dazu nochmal ein Vergleich mit dem vorhin genannten früheren Arbeitgeber:
Top-Job-Mitarbeiterbefragung bei Bechem: wird durchgeführt, hohe Rücklaufquote, ordentliches Ranking, wir bekommen ein Siegel, welches sofort veröffentlicht wird. Im Nachgang -> Bildung von Teams zur Entwicklung und Implementierung von Verbesserungen. Umsetzung bis jetzt (5 Monate später) keine sichtbar.
Alter Arbeitgeber: Alle 2 Jahre eine Mitarbeiterbefragung. Rücklaufquote etwas geringer. Ranking? Gab es nicht, wozu auch, wenn wir uns nur um die eigenen Mitarbeiter und Probleme kümmern wollen. Siegel? Braucht auch kein Mensch, wenn es nicht um Außenwirkung geht. Was ist aber passiert? Nach der Ergebnis-Präsentation hat es keine vier Wochen gedauert bis die Probleme identifiziert waren und Maßnahmen zur Verbesserung umgesetzt wurden. Wirkung? Nach außen absolut keine, aber die Mitarbeiter fühlten sich abgeholt und haben gesehen, dass Ihr Feedback etwas bewirkt.
Das ist meiner Meinung nach der bessere Weg.

Work-Life-Balance

Da kann ich absolut nicht meckern. Gute Arbeitszeiten, ein Gleitzeitkonto, keine Erwartungshaltung, Überstunden zu machen. Leider ist es nicht für jeden möglich mobil zu Arbeiten, was teilweise einfach durch die Art des Jobs bedingt ist.

Karriere/Weiterbildung

Schwierig. Einige Kollegen haben eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker im Chemiebereich. Diese bringt Ihnen leider absolut nichts, da es offiziell keine Techniker-Stellen gibt.
Wenn man aber Lehrgänge besuchen möchte, kann man dies gerne tun. Der Nutzen liegt jedoch nur in der persönlichen Horizont-Erweiterung.

Gehalt/Benefits

Mein absolut größter Kritikpunkt! Um das mal in Relation zu setzen:
Für den exakt gleichen Job habe ich 2018 bei einem anderen sehr großen deutschen Spezialchemie-Konzern 500€ brutto pro Monat mehr erhalten als ich jetzt erhalte. Seitdem haben wir eine Lebenshaltungskosten-Steigerung um ca. 17,5% durchlebt. Wäre ich bei ebendiesem Konzern geblieben, hätte ich jetzt alleine aufgrund der Tarifabschlüsse und ohne Umgruppierungen mit einzubeziehen ein monatliches Bruttogehalt, das knapp 1500€ über meinem akuellen Gehalt läge.
Es wurde kommuniziert, man habe sich die Gehaltsstrukturen angesehen und sie an einen Branchenüblichen Wert angepasst. Da stellt sich mir die Frage, welche Branche man als Vergleichswert hinzuzieht. Die Chemiebranche sicher nicht, denn deren Gehälter (IGBCE-Tarifvertrag) liegen ERHEBLICH über unseren. Vielleicht von manchen Altverträgen oder Führungspersönlichkeiten mal abgesehen.
Das machen leider auch die 50€ Edenred-Guthaben jeden Monat nicht wett.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ich denke als Schmierstoffhersteller kann man es sich gar nicht erlauben, auf Umweltbewusstsein zu verzichten.
Wir versuchen Vorreiter zu sein, wo es nur geht. Sei es in Bezug auf CO2-neutralität, oder gesetzlichen Regelungen stets voraus zu sein.

Kollegenzusammenhalt

Ich habe noch bei keinem anderen Arbeitgeber erlebt, was hier passiert. Es gibt Grüppchen, zu denen man entweder gehört, oder aber nicht.
Ich kann täglich beobachten, wie sehr getuschelt wird und wie neue Gerüchte gestreut werden. Wenn man damit kein Problem hat, dann go-for-it!

Umgang mit älteren Kollegen

Auch hier habe ich nichts zu beanstanden.
In unserem Bereich werden ältere Kollegen gut behandelt und bei bedarf wird selbstverständlich von den jüngeren Kollegen geholfen.

Vorgesetztenverhalten

Ich habe mit meinem direkten Vorgesetzten großes Glück.
Andere Kollegen leider nicht. Manch ein Vorgesetzter sagt zwar, er möchte dass Mitarbeiter Ideen einbringen, am Ende wird es aber trotzdem so gemacht, wie er es möchte. Andere Vorgesetzte suchen Mängel, um diese "nach oben" weiter zu melden und sind teilweise sogar dazu angehalten, dies zu tun, obwohl eine Vier-Augen-Kommunikation oder 10 Sekunden selbst Hand anlegen das Problem sofort beseitigt hätten. Beispiele dafür habe ich selbst zu genüge erlebt.

Arbeitsbedingungen

Notwendige Arbeitsmittel stehen selbstverständlich zur Verfügung und im vernünftigen Rahmen kann man nicht vorhandenes Material problemlos besorgen oder besorgen lassen.

Kommunikation

Schwieriges Thema. Wenn es um wichtige strategische Dinge geht, kann ich verstehen, dass man nicht immer alles kommunizieren kann. Allerdings hat man häufig das Gefühl, dass so mancher Arbeitsplatz nicht so sicher ist, wie es vermittelt wird.

Gleichberechtigung

Hier habe ich keine negativen Punkte. Jeder kann unabhängig von Alter, Geschlecht oder welchen Gesichtspunkten auch immer einen Job bekommen. Im Falle einer unangemessenen Belästigung wird schnell und konsequent gehandelt. Das finde ich gut und absolut richtig so.

Interessante Aufgaben

Jeder Job wird irgendwann einmal eintönig, wenn man ihn lange genug macht. Ich habe das Glück immer mal wieder auf verschiedene Kundenprobleme zu reagieren und mir eine Lösung einfallen zu lassen.

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Michael Schmieger, Personalleiter
Michael SchmiegerPersonalleiter

Lieber Mitarbeitende,

wow, da haben Sie sich aber echt Mühe gegeben, über kununu Ihre sehr differenzierte Wahrnehmung von BECHEM als Arbeitgeber mitzuteilen. Ich lese daraus Ihre grundsätzlich zugewandte und konstruktive Einstellung.

Aber unverkennbar und erfrischend deutlich, schildern Sie auch die Bereiche, in denen wir uns in Ihren Augen (teilweise noch erheblich) verbessern müssten, um ein wirklicher TOP Arbeitgeber zu werden.

Auch wenn ich mich spontan direkt diesen Bereichen zuwenden möchte, will ich eben auch das Positive nicht übergehen. Sie bewerten die Arbeitsatmosphäre, die Work-Life-Balance, die interessanten Aufgaben, Gleichberechtigung, Umgang mit älteren Kollegen, Arbeitsbedingungen und das Umwelt- und Sozialbewusstsein überdurchschnittlich. Das ist doch schonmal was und sollte hier nicht untergehen!

Wenn Sie Grüppchenbildung und Ausgrenzung erleben, trifft uns Ihre Beschreibung sehr. Wir wären froh, hier Einfluß nehmen zu können, um dem entgegen zu wirken. Selbstverständlich kann man eine gute Stimmung im Kollegenkreis nicht anordnen. Aber wir könnten schauen, ob systemische Ursachen zugrunde liegen und Abhilfe versuchen. Dazu müssten wir von dem Erleben wissen. Ich bin ebenso überzeugt davon, dass unser Betriebsrat jederzeit ein offenes Ohr für dieses so wichtige Thema hätte. Deshalb kann ich nur dazu appelieren nicht zu leiden, sondern zu handeln.

Völlig klar ist es hier!

Zitat: "Allerdings gibt es hier einige Vorgesetzte, deren Verhalten teilweise sehr hart an Mobbing grenzt."

Einzelne Handlungen, die im Rahmen von Mobbing auftreten können (z.B. Beleidigung, üble Nachrede, Nötigung u.a.m.) sind strafrechtlich relevant. Insofern gibt es bei BECHEM absolut Null-Toleranz für Vorgesetzte (aber auch für alle anderen Mitarbeitende), die sich so verhalten.

Lassen Sie mich nun auch noch auf Ihren "absolut größte(r/n) Kritkpunkt" eingehen. Zusammengefasst schreiben Sie: Sie erhalten Ihr Gehalt absolut pünktlich, aber immer viel zu wenig !

Hier ist es tatsächlich so, dass wir regelmäßig unsere Gehaltsstrukturen benchmarken. Ich empfehle bei Vergleichen immer, die Gesamtsummen eines Jahres miteinander in Beziehung zu setzen. Denn das eine Unternehmen hat Sonderzahlungen, das andere nicht. Die eine Firma zahlt diese abhängig von bestimmten Faktoren, die andere zahlt sie garantiert. Bestimmte Organisationen beteiligen Ihre Mitarbeitende am Ergebnis, andere nicht. Manche Arbeitgeber machen gerade so viel, wie der Gesetzgeber fordert, andere mehr...

Es kommt also in meinen Augen darauf an, was unterm Strich zusammenkommt. Ein hohe Fluktuation aufgrund schlechter Bezahlung bei BECHEM ist mir auch nicht bekannt. Generell haben wir eine Fluktuation, die uns nicht beunruhigt, aber auch nicht überheblich macht.

Zitat: "Wenn man wissen möchte, wie man im oft angepriesenen "Haustarifvertrag" eingruppiert ist, muss man einen Termin beim Personalleiter machen, um dies zu besprechen."

Ja sagen Sie doch mal, bin ich denn so ein Unsympath, den Sie mit Ihren Fragen zum Thema Gehalt nicht behelligen wollen? Lassen Sie uns einen Termin machen...

Danke für Ihr Feedback!

Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.