Carmeq GmbH als Arbeitgeber

Carmeq GmbH

Sehr nette Kollegen intern, aber intransparente Abhängigkeit zu VW

3,3
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Design / Gestaltung bei Carmeq in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Menschen und das Miteinander

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Schlechte Verkehrsanbindung, keine Kantine, kein (kostenloses) Obst

Verbesserungsvorschläge

Emanzipation von VW, bessere Weiterbildungsmöglichkeiten, mehr Gehalt (Anpassung an VW mit 35h Woche), Kantine, Kita. Ich kann den Arbeitgeber nicht einfach empfehlen oder nicht empfehlen. Wenn man was bewegen will und selber was schaffen möchte, dann eher nein. 9-17h Job ohne großen Anspruch an Selbstverwirklichung, dann ja.

Arbeitsatmosphäre

Angenehme Arbeitsatmosphäre, nette Kollegen, guter Zusammenhalt

Kommunikation

Die Abhängigkeit zu VW ist für Mitarbeiter sehr schwierig. Irgendwas zwischen Dienstleister, verlängerte Werkbank und pseudo Premium-Partner und geschätzter Kollege auf Augenhöhe. Hängt ab vom Termin und den Menschen, die dir gegenüber sitzen. Das ist sehr unbefriedigend. Ansonsten ist die Kommunikation intern zufriedenstellend.

Vorgesetztenverhalten

Mein Boss ist gut, fair, wobei ich mir wünschen würde, dass man offener gegenüber neuen Toolings ist und Mitarbeiter frühzeitig in die Lage versetzt werden, Standards anwenden zu können.

Interessante Aufgaben

Wir könnten viel mehr, der große Bruder macht uns langsam.

Gleichberechtigung

Naja, in der Theorie bestimmt. Führungskräfte sind aber fast nur Männer.

Arbeitsbedingungen

Mit Macs zu arbeiten ist eine riesige Genehmigungsakt. Gleiches gilt für Software, dauert ewig.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ausbaufähig (Mülltrennung, Bewegungsmelder auf Toilette etc.)

Gehalt/Sozialleistungen

Für Berlin gut, für die Branche unterdurchschnittlich

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung ist katastrophal. Buchungssystem umständlich, man ist abhängig von Einzelpersonen. Man muss Anstrengungen unternehmen, um sich weiterzubilden. Gar nicht zufriedenstellend!


Kollegenzusammenhalt

Work-Life-Balance

Umgang mit älteren Kollegen

Image

Arbeitgeber-Kommentar

Wolf-Peter v. ZobeltitzPersonalleiter

Hallo,

vielen Dank für Dein Feedback und Deine Bewertung.

Die Arbeitswelt könnte so schön und einfach sein, wenn nur der "doofe Kunde" nicht wäre. ;)

Spaß beiseite. Ja, ich kann Deine Verunsicherung bezüglich unserer Rolle gegenüber unserem Kunden und Gesellschafter VW gut nachvollziehen. Was sind wir heute? Dienstleister, verlängerte Werkbank, Premium-Partner, Kollege? Wie Du selbst schreibst, es kommt auch darauf an, mit wem wir in Wolfsburg zusammen arbeiten und wie sich die Person als Auftraggeber und Projektpartner verhält.

Klar ist jedenfalls, wer wir sein wollen! Ein strategischer Partner der VW Konzern-Entwicklung, der für gemeinsam vereinbarte, klar umrissene Themen die Verantwortung übernimmt. Und innerhalb des verabredeten Rahmens, wollen wir selbstständig agieren können und optimale Entscheidungen treffen.

Diese Vorstellung von einer zukünftigen Zusammenarbeit kommt von unserem Gesellschafter. In der Praxis gibt es leider immer noch Projekte zwischen VW und uns, die in einem anderen Mindset bearbeitet werden.

In Deiner Anregung für Verbesserungsvorschläge beschreibst Du sehr schön die zwei Seiten, die zur Carmeq gehören. Auf der einen Seite sind wir eng an die VW-Konzernstruktur geknüpft, was zum Beispiel unsere IT-Systeme und auch eine Vielzahl von Richtlinien betrifft (z.B. Einkauf, Compliance, Rechnungswesen). Wir profitieren von der sicheren Auftragslage und den finanziellen Möglichkeiten des VW Konzerns.

Auf der anderen Seite sind wir eben nicht auf dem VW Werksgelände in Wolfsburg mit einem 35h/Woche Tarifvertrag, der für Produktionsarbeiter in Niedersachsen verhandelt wurde und in jeder Halle gibt es eine Kantine.

Sondern wir sitzen mit unserem Hauptsitz in modernen Bürogebäuden mitten in Berlin-Charlottenburg, wenige Minuten von der TU Berlin entfernt. Hier arbeiten fast 600 Mitarbeiter in cross-funktionalen Teams an den Zukunftsthemen der Automobilbranche und weitere knapp 100 Kollegen in Wolfsburg und Ingolstadt. Ich gebe zu, die Ergebnisse der Zusammenarbeit sind nicht im Wochentakt mit Prototypen und ausgelieferten Kunden-Produkten erkennbar, sondern entstehen über deutliche längere Entwicklungszeiten. Und die Kollegen bewegen etwas, viele können mit Stolz behaupten, dass sie selber etwas schaffen.

Ich hoffe, dass Du auch in einem Team arbeitest, dass etwas bewegen möchte und "selber schafft". Ansonsten schaue Dich in Deinem Umfeld um und bewege Dich dahin, wo Du einen besseren Beitrag leisten kannst.

Viele freundliche Grüße
Wolf

Wolf v. Zobeltitz
(Personalleiter der Carmeq GmbH)