Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich habe sehr nette Kollegen kennengelernt, mit denen ich immer noch stark verbunden bin. Auch ist positiv zu erwähnen, dass ich viel gelernt habe.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Lage am Rudolfplatz. Ich brauchte nicht lange zur Arbeit. Die Dachterrasse ist wunderschön.
Verbesserungsvorschläge
Die Wertschätzung für wissenschaftliche Mitarbeiter muss dringend erhöht werden. Die "junge Generation" wird hier von vielen Beteiligten spürbar nicht ernst genommen. Das Gehalt war sehr unterdurchschnittlich und Home-Office ist ein Fremdwort (außer für Anwälte). Erreichbarkeit der Partner ist mangelhaft.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre war wurde vor allem durch die Ref- und Wissmitkollegen aufgewertet. Abgesehen davon machten sich aber eine starke Hierarchie und eine gewisse soziale Ausgrenzung von Refis und wissenschaftlichen Mitarbeitern bemerkbar. Es fielen im Aufzug/in der Bahn Sätze wie "Wissenschaftliche Mitarbeiter sind unnötig und blockieren nur die Räumlichkeiten". Man wurde das Gefühl nicht los, dass sich viele bei CBH für Partner in einer deutlich größeren Kanzlei halten. Größerer Arbeitsumfang für unterdurchschnittliches Gehalt. Trotz vieler Benutzer nur ein einziger Ref/Wissmit-Beck-Zugang. Ständiger Rauswurf aus der Plattform.
Work-Life-Balance
Okay. Man konnte in der Regel ab 17-18 Uhr gehen. Kein Home-Office im Team möglich gewesen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Eigene soziale Fehltritte innerhalb der Kanzlei werden nicht als solche erkannt. Kommunikation mit den "jüngeren" ungenügend. Werden Umgangsprobleme zwischen anwaltlichen und wissenschaftlichen Mitarbeitern angesprochen, werden diese unter Verweis auf die angeblich so gute allgemeine Kanzleiatmosphäre wegignoriert. Besonders störend war die Erwartung an den sogenannten "Talentschmieden" (Vorträge zu Rechtsgebieten) während und nach der Arbeit teilzunehmen (unbezahlt). Da man auf Zeit bezahlt wird, kostet die Teilnahme also. Weigerte man sich folgten Reden über die "faule junge Generation". "Nein-Sagen zum Chef? So etwas hätte ich mich damals nicht getraut blabla".. Eigene Kollegen wurden motiviert zu fragen, warum man nicht da war. Soziales Bewusstsein fehlt in dieser Hinsicht vollständig. Wenn man doch erkennt, dass ein Konzept nicht funktioniert, sollte sozialer Druck nicht das probate Mittel sein. Zudem ist ein gewisses Misstrauen spürbar. Home-Office ist regulär nicht möglich. Am Kaffeeautomaten wird gefragt, ob man sich auch brav aufgestempelt hat, während anwaltliche Kollegen daneben sitzen. Juris wurde nach einer unregistrierten Bestellung für alle Refs/Wissmits gestrichen.
Kollegenzusammenhalt
Unter den wissenschaftlichen Mitarbeitern ist ein enormer Zusammenhalt und eine wunderbare Atmosphäre spürbar. Gegenüber anwaltlichen Kollegen war dies in der Regel distanziert. Es gab aber auch sehr nette anwaltliche Kollegen. Die Marketing Abteilung ist wahnsinnig kreativ und immer nett sowie freundlich gewesen.
Vorgesetztenverhalten
Insgesamt nur okay. Zuerst sehr nett und zuvorkommend. Es wurde Rücksicht genommen und es machte zunächst sehr viel Spaß. Später aber spürbare Überforderung, nicht mehr erreichbar und ignorierend. Verantwortung für eigene Fehler wird auf das Team geschoben. Keine Integrationsleistung. Zuletzt stark aufbrausend.
Arbeitsbedingungen
Aufgrund der beschriebenen Gesamtumstände eher okay. Spaß hat es zuletzt kaum noch gemacht. Das Gehalt spiegelt die Arbeit kaum wider.
Kommunikation
Gemischt. Partner oft tagelang nicht erreichbar. Vertrauensschaffende Ankündigungen werden ohne weiteres in den Wind geschlagen.
Die Personalabteilung war hingegen gut zu erreichen und war immer angenehm und höflich in der Kommunikation. Andere vor allem längere Partner fielen mit Bemerkungen über "die jüngere Generation" auf den Firmenfeiern teils erheblich negativ auf. Keine Diskussion darüber unter den Höhrenden.
Der Empfang ist hingegen extrem herzlich und professionell.
Das Management irritierte mit einer seltsamen Mail über die Frage wann das Gebäude im Brandfall zu evakuieren. Hinzu kommt ein mangelndes soziale Bewusstsein (s. u.).
Gehalt/Benefits
Einer der größten Minuspunkte. Sehr viel Luft nach oben. Zuletzt bei Referendaren nach dem 2. SteX reduziert, bzw. "vereinheitlicht". Kein gutes Signal, während andere Kanzleien zuletzt deutlich erhöht haben. Kollegen in der Anwaltsstation haben alle wesentlich mehr verdient. Keine Gehaltserhöhung möglich. Expertise oder besonderer Einsatz wird nicht belohnt. Als Person im Referendariat bzw. als Volljurist verdient man als Nicht-Anwalt weniger bzw. genau so viel wie jemand, der im 2. Semester als Wissmit anfängt. Die 500 Euro für Kaiser-Seminare sind kaum konkurrenzfähig. Unbedingt mal vergleichen.
Gleichberechtigung
Gut. Es gab extra spannende Veranstaltungen für weibliche Mitarbeiter. Mehr aber auch nicht.
Interessante Aufgaben
Gut. Man erhielt schnell umfassende Einsicht in viele spannende Mandate. Man hat eine ganze Menge auch für das Referendariat in einer Art Selbststudium gelernt.