Ihr Unternehmen?

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CCS 
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Bewertung

Ihr Unternehmen?

Tolle Kollegen und interessante Aufgaben, aber sehr schwache Führung.

2,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Wigo Chemie GmbH in Bad Kreuznach gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die fachlichen Aufgaben sind anspruchsvoll und interessant. Gerade das Key Account Management im Automotive-Bereich bietet spannende Kundenkontakte, eigenständiges Arbeiten und gute Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen.
Auch viele Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen habe ich als sehr engagiert und fachlich kompetent erlebt.
Der Zusammenhalt zwischen den Kollegen habe ich als außerordentlich toll erlebt. Das ist aus meiner Sicht auch der Grund, warum es besonders schade ist, wie sich das Arbeitsumfeld entwickelt hat.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Mein größter Kritikpunkt ist eindeutig die Führungskultur.

Über die Jahre habe ich nicht nur einen einzelnen Fall erlebt, bei dem Mitarbeitende aus meiner Sicht massiv von Vorgesetzen und insbesondere der Geschäftsführung unter Druck gesetzt wurden. In verschiedenen Bereichen und bei unterschiedlichen Mitarbeitenden habe ich wiederholt Situationen erlebt, bei denen der Eindruck entstand, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt aus ihren Positionen gedrängt werden sollten.

Aufgaben werden entzogen, Verantwortungsbereiche verändert, Druck wird erhöht und teilweise werden aus meiner Sicht fragwürdige arbeitsrechtliche Konstruktionen gewählt. In mehreren Fällen entstand bei mir der Eindruck, dass das eigentliche Ziel nicht darin bestand, gemeinsam eine Lösung zu finden, sondern Mitarbeitende so lange unter Druck zu setzen, bis sie es nicht mehr aushalten und sie selbst kündigen.

Was ich dabei besonders problematisch finde: Dieses Muster beschränkt sich aus meiner Wahrnehmung nicht auf einen einzelnen Bereich oder eine einzelne Führungskraft.
Ich habe mehrere solcher Fälle miterlebt beziehungsweise unmittelbar mitbekommen. Teilweise wurden Mitarbeitenden ohne für mich nachvollziehbaren sachlichen Grund Aufgaben entzogen. In anderen Fällen wurden erhebliche Drucksituationen aufgebaut oder sehr fragwürdige Beendigungsangebote gemacht.
Das könnte man aus meiner persönlichen Sicht aus durchaus als Mobbing bezeichnen.

Besonders bedenklich finde ich dabei die gesundheitlichen Folgen. Ich habe mehrfach erlebt, wie sehr Menschen durch den Umgang mit ihnen psychisch belastet wurden. Mitarbeitende waren aufgrund der Situation teilweise gesundheitlich nicht mehr in der Lage, ihrer Arbeit nachzugehen. Für mich war erschreckend zu sehen, dass diese Belastung auf Führungsebene nicht nur hingenommen wurde, sondern teilweise der Eindruck entstand, dass der zunehmende Druck bewusst eingesetzt wurde, um Mitarbeitende letztlich zur Aufgabe ihrer Position zu bewegen.

Eine solche Unternehmenskultur erzeugt Angst und Misstrauen und führt letztlich dazu, dass Mitarbeitende nicht mehr das Gefühl haben, bei Problemen offen sprechen zu können.

Ein weiterer Punkt, der aus meiner Sicht für sich spricht, ist die außergewöhnlich hohe Fluktuation.
Seit meinem Eintritt im Oktober 2022 haben acht Key Account Manager das Unternehmen verlassen. Darunter waren sowohl langjährige Mitarbeitende als auch Personen, die teilweise nur wenige Monate beziehungsweise ein bis zwei Jahre im Unternehmen waren.
Dabei handelte es sich keineswegs ausschließlich um Eigenkündigungen aus persönlichen oder beruflichen Gründen. Ich habe auch verschiedene Fälle erlebt, in denen das Arbeitsverhältnis aus meiner Sicht durch das Verhalten des Unternehmens beziehungsweise der Führungsebene erheblich belastet wurde.

Besonders auffällig ist die Entwicklung der vergangenen Monate: Innerhalb von nur sechs Monaten gab es im Key Account Management bereits drei Kündigungen.
Für mich stellt sich deshalb die Frage, ob eine derart hohe Fluktuation tatsächlich ausschließlich mit individuellen Leistungsproblemen oder persönlichen Entscheidungen der einzelnen Mitarbeitenden erklärt werden kann.

Eine derart hohe personelle Veränderung in einem Bereich, der auf langfristige Kundenbeziehungen und erfahrene Ansprechpartner angewiesen ist, sollte aus meiner Sicht für die Unternehmensführung ein deutliches Warnsignal sein. Manche Kunden hatten bereits 6 verschiedene Key Account Manager innerhalb von 4 Jahren zugeordnet bekommen. Ein Kunde (!) hat den Job mir gegenüber als „Drehtür“ bezeichnet.

Die hohe Fluktuation ist zudem kein ausschließliches Phänomen des Key Account Managements. Auch in anderen Bereichen, beispielsweise dem Einkauf, dem Vertriebsinnendienst und dem Personalbereich, gibt es diese erhebliche personelle Fluktuation.

Wenn in einem Unternehmen über längere Zeit immer wieder Mitarbeitende gehen oder gegangen werden und sich ähnliche Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen wiederholen, sollte die Führungsebene meiner Meinung nach nicht ausschließlich die einzelnen Mitarbeitenden als Ursache betrachten, sondern sich auch mit den eigenen Führungsstrukturen auseinandersetzen.

Besonders auffällig ist für mich der Umgangston auf Führungsebene.
Dass Mitarbeitende vom Geschäftsführer lautstark angegangen oder sogar angeschrien werden, habe ich nicht als Ausnahme erlebt. Ein derartiger Umgangston scheint vielmehr zumindest in bestimmten Situationen zum Führungsinstrument zu gehören.
Kritik und klare Ansagen gehören selbstverständlich zum Berufsleben. Anschreien, sehr persönliche Abwertungen und das bewusste Erzeugen von Druck sind meiner Meinung nach jedoch keine professionelle Führung.
Gerade von einer professionellen Geschäftsführung erwarte ich, dass sie auch in schwierigen Situationen einen respektvollen und sachlichen Umgang wahrt.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen sollte seine Führungskultur dringend hinterfragen.

Mitarbeitende sollten nicht durch Druck, Entzug von Aufgaben oder eine gezielt verschlechterte Arbeitssituation dazu gebracht werden, selbst zu kündigen.
Konflikte und Leistungsprobleme sollten sachlich und transparent angesprochen und gemeinsam gelöst werden. Wenn eine Trennung tatsächlich notwendig ist, sollte sie professionell, fair und respektvoll erfolgen – und nicht über eine Situation, in der Mitarbeitende sich irgendwann nur noch selbst zu helfen wissen.
Ebenso wichtig wäre ein anderer Umgangston auf Führungsebene. Lautstärke ersetzt keine Führung und Druck ersetzt keine Wertschätzung.
Vor allem sollte die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden nicht als Kollateralschaden einer bestimmten Führungskultur betrachtet werden. Wenn wiederholt Menschen unter den Führungsmethoden gesundheitlich leiden, sollte das ein deutliches Warnsignal für die Geschäftsführung sein.

Als Fazit von gut gegen schlecht würde ich folgendes ziehen:
Die fachliche Arbeit kann interessant sein und es gibt viele gute und engagierte Kolleginnen und Kollegen.
Was ich persönlich als sehr problematisch erlebt und beobachtet habe, ist jedoch eine Führungskultur, in der Druck und Angst teilweise einen erstaunlich großen Stellenwert einzunehmen scheinen.
Besonders bedenklich finde ich, dass sich entsprechende Situationen aus meiner Wahrnehmung durch verschiedene Bereiche und bei mehreren Mitarbeitenden wiederholt haben und teilweise erhebliche psychische Belastungen entstanden sind.

Wer Wert auf ein respektvolles, vertrauensvolles und psychologisch sicheres Arbeitsumfeld legt, sollte sich daher sehr genau ansehen, wie im Unternehmen tatsächlich geführt wird – und nicht nur, welche Werte nur auf dem Papier stehen.

Kollegenzusammenhalt

Die Kollegen sind der Lichtblick jeden Tages gewesen! Nicht nur innerhalb der eigenen Abteilung, auch zwischen den Abteilungen.

Gleichberechtigung

Man kann zwar den Eindruck gewinnen, dass die Geschäftsführung kein großer Fan von Frauen in Führungspositionen ist, aber noch gibt es im Unternehmen einige.

Arbeitsbedingungen

Meiner Meinung nach Überlastung quer durch alle Abteilungen, was sich teilweise auf die Gesundheit der Mitarbeiter niederschlägt

Gehalt/Benefits

Im Vertrieb durchaus sehr gut, fast überall sonst eine Nullrunde nach der anderen.

Image

Nach dem Rebranding durch Management Buy out vor zwei Jahren (Caramba wurde zu CCS) sehr unbekannter Name in der Branche.


Arbeitsatmosphäre

Kommunikation

Work-Life-Balance

Vorgesetztenverhalten

Interessante Aufgaben

Umgang mit älteren Kollegen

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Karriere/Weiterbildung

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Puls

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.