Vetternwirtschaft und Interessenkonflikte im Vorstand
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die derzeitige Situation gefährdet das professionelle Ansehen und die strukturelle Integrität des Vereins. Es ist dringend erforderlich, die Besetzung leitender Positionen nach objektiven Kriterien vorzunehmen und persönliche Verflechtungen zu vermeiden. Nur so kann die Qualität der Arbeit und das Vertrauen in den Träger gewahrt werden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der benannte stellvertretende Vorsitzende verfügt nachweislich nicht über die notwendigen Qualifikationen für die Ausübung einer leitenden Funktion im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Es fehlt an fundierten Kenntnissen in den Bereichen:
Betriebswirtschaft und Organisation
Pädagogik und Erziehungswissenschaft
Steuer- und Vereinsrecht
Personalführung und Kommunikation
Finanz- und Ressourcenmanagement
Die Besetzung dieser Position mit einer fachlich ungeeigneten Person gefährdet nicht nur die Qualität der Arbeit des Trägers, sondern untergräbt auch die Glaubwürdigkeit gegenüber Fachkräften, Fördermittelgebern und nicht zuletzt den jungen Menschen und Familien, denen geholfen werden soll.
Verbesserungsvorschläge
Es besteht ein gravierender Interessenkonflikt dadurch, dass ein Verwandter der derzeitigen Geschäftsführerin zugleich als stellvertretender Vorstandsvorsitzender fungiert. Eine derartige familiäre Verflechtung innerhalb der Führungsebene widerspricht dem Grundsatz der Transparenz, der Neutralität und der professionellen Führung, wie sie insbesondere in der sozialen Arbeit gefordert sind. Der Eindruck von Vetternwirtschaft wird verstärkt, da keine objektiv nachvollziehbaren Qualifikationen für die Position des Sohnes ersichtlich sind.
Eine sofortige externe Überprüfung durch zuständige Aufsichtsbehörden (z. B. Landesjugendamt, Heimaufsicht)
Die Einhaltung arbeitsrechtlicher Standards gemäß ArbZG und TzBfG
Die Überprüfung der Gemeinnützigkeit aufgrund struktureller Vetternwirtschaft und fachlicher Inkompetenz in der Führung
Die Einrichtung einer internen, unabhängigen Beschwerdestelle für Mitarbeitende
Eine Neuausrichtung der Führungskultur auf Grundlage pädagogischer und menschenrechtlicher Prinzipien
Arbeitsatmosphäre
Es wurde wiederholt beobachtet, dass der Stellvertreter seinen Hund mit ins Büro bringt. Dies geschieht ohne Rücksicht auf andere Mitarbeitende, die sich durch das Tier belästigt oder in ihrer Arbeit eingeschränkt fühlen. In einem professionellen Arbeitsumfeld, insbesondere in einem sensiblen Bereich wie der Kinder- und Jugendhilfe, ist ein solches Verhalten inakzeptabel. Es verstößt gegen grundlegende Standards eines respektvollen und störungsfreien Miteinanders.
Image
In der Kinder- und Jugendhilfe sind Einrichtungen verpflichtet, sowohl den Schutz der betreuten Personen als auch die Fürsorge gegenüber dem Personal sicherzustellen. Die aktuelle Struktur und Leitungspraxis gefährdet beides:
Die psychische und physische Belastung der Mitarbeitenden ist so hoch, dass eine verantwortungsvolle und sichere Betreuung der Klient:innen zunehmend infrage steht.
Fachkräfte mit hoher Qualifikation verlassen den Träger aufgrund der unhaltbaren Bedingungen.
Beschwerden und Hinweise auf Missstände verlaufen ins Leere oder führen zu persönlichen Nachteilen.
Work-Life-Balance
Chronischer Personalmangel führt zu regelmäßigen, verpflichtenden Überstunden. Diese werden nicht angemessen vergütet oder ausgeglichen. Aufgrund unzureichender Personaldecke können gesetzliche Pausen häufig nicht genommen werden, da die Klient:innen lückenlos betreut werden müssen.
Vorgesetztenverhalten
Mitarbeitende berichten von massiver psychischer Belastung, Angstkultur und Drohungen. Die Aussage „Man muss auch nach unten treten können“ seitens der Leitung verdeutlicht die systematische Missachtung menschenwürdiger Führungsgrundsätze.
Arbeitsbedingungen
12-Stunden-Schichten sind keine Ausnahme, sondern gängige Praxis – oft ohne adäquate Pausenregelungen. Es kommt zu unbegründeten Vorwürfen gegenüber Mitarbeitenden, etwa durch Unterstellung von Arbeitszeitbetrug, offenbar mit dem Ziel, Druck aufzubauen oder Kündigungen zu rechtfertigen.
Kommunikation
Dienstpläne werden häufig kurzfristig erstellt. Die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten zwischen zwei Diensten werden regelmäßig nicht eingehalten.

